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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16464
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Abgrabung durch Nachbarn verjährt, oder wie vorgehen?

Kundenfrage

Wir haben ab 4/2006 ein Haus auf einem zuvor erworbenen Grundstück gebaut. Auch auf de beiden angrenzenden Grundstücken wurde ab 2005 gebaut. Einer der Nachbarn, auf dem an sanften Hang weiter unten gelegen Grundstück erstellte sein Haus in 2005, also vor dem unsrigen. Im Laufe des Jahres 2006 legte er seinen Garten an und grub dazu an der Grundstücksgrenze zu uns um ca 1m ab, um sein Grundstück zu begradigen. (die Grundstücke "hängen" in beiden Koordinatenrichtungen, d.h. nicht nur entlang der Erschliessungsstrasse nach unten, sondern auch jeweils von der Strasse vorne nach hinten zum hinteren Ende der Grundstücke).


 


Durch die Abgrabung wurde auf Seite des Nachbarn eine Egalisierung BEIDER Hanglagen erreicht, jedoch mit dem Ergebnis, daß nun unsere Grenze abzurutschen drohte und insbesondere beim Garagenbau (begonnen Ende 2008, beendigt 2011 mit Pflasterarbeiten am Vorplatz) stellte sich heraus, daß eine zusätzliche Stützmauer entlang der Grenze notwendig werden würde, da der Nachbar gerade im vorderen (höheren) Bereich des Grundstücks, an dem eigentlich vorgesehen war, daß auch er eine Garage (auf 1.7 m niedrigeren Niveau, also zu uns hin souterrain)errichten würde nun mit per isolierter Befreiung  geänderter Stellplatzzufahrt direkt an unserer Grenze entlang zwei Stellplätze auf Straßenniveau errichtete, aber unmittelbar dahinter abgrub auf das Niveau seines Hauses (1.7m tiefer als unser Haus und somit (sein Haus!) vermutlich etwas zu tief errichtet im Vergleich zu den behördlichen Vorgaben).


 


Wir hatten Ihn per Schreiben vom 28.12.2007 aufgefordert, die Abgrabung rückgängig zu machen und ihm, sollte er dies nicht tun, Kosten für die notwendige Stützmauer etc ange"droht".


 


Die Stützmauer wurde von einer Baufirma in 2008 errichtet, die Abstützung der Grenze dahinter durch Betonhohlbausteine durch mich selbst im Laufe des Jahres 2009, sowie fertiggestellt in mit Zaunbau und Bepflanzung dahinter in 2010.


 


Leider wurden unsere Aufwände bislang dem Nachbarn nicht in Rechnung gestellt.


 


Der Nachbar hatte auf unser Schreiben mit einem anwaltlichen Schreiben reagiert, in dem die Rechtmäßigkeit eines Anspruches unserer Seite in Frage gestellt wurde, das aber sichtlich auf FALSCHEN Voraussetzungen fusste.


 


Nun meine Fragen:


 


1. ist das Ganze aus Sicht des Nachbarn gar bereits verjährt, obwohl nie eine abschliessende Rechnung gestellt wurde oder das ganze gerichtlich geklärt wurde?


 


2. falls noch Möglichkeiten bestehen: Wie wäre vorzugehen, um die entstandenen Kosten zurück zu holen, oder wenigstens den Nachbarn zu "zwingen", die Abgrabung rückgängig zu machen (was auf Seiner Seite sehr viel Aufwand bedeuten würde...)


 


Soll heuer noch ein Schreiben raus und was müsste es enthalten?


 


Wie könnte man die Eigenleistung, dh. Abschachten für eine auf unserer Seite der Grenze letztlich erstellte Abböschung sowie deren Befestigung mit den Betonsteinen abrechnen (Stundensätze für solche Eigenleistungen???) 

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.

Claudia Schiessl :

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank für Ihre Anfrage und bitte noch etwas Geduld

Claudia Schiessl :

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Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


In Ihrem Fall greift 909 BGB ein, der es dem NachbRn untersagt, ein Grundstueck in der Art und Weise zu vertiefen, dass es die Stütze verliert.

Nach 924 BGB unterliegen die sich aus der Verletzung dieser Pflicht ergebenden Ansprüche keiner Verjaehrung, so dass nicht noch heuer ein Schreiben geschickt werden muss ( dieses würde eine Verjährung ohnehin nicht unterbrechen, das kann nur eine Klage.



Sie können von Ihrem Nachbarn also nach wie vor verlangen, dass er Ihnen die verauslagten Kosten für die Mauer ersetzt.



Bei Ihrer Eigenleistung ist es so, dass betragsmassig hier das angesetzt werden sollte, was bei Ihnen in der Region pro Stunde für einen ungelernten Arbeiter bezahlt wird, abzüglich eines Abschlags für die in dem Stundenlohn enthaltenen Sozialversicherungsbeitrage.


Schwierig wird es aber, hier in Nachweis zu bringen, wieviele Stunden angefallen sind und welche Leistungen erbracht worden sind.


Hier müsste schon genau Buch gefuehrt worden sein und dann jede Stunde durch Zeugen belegbar sein.


Ich empfehle, den Nachbarn anzuschreiben, den Schaden zu beziffern, die Rechnungen, die Sie haben beizufügen und eine Frist zur Bezahlung zu setzen.


Wenn er nicht zahlt klagen Sie.

Ist der Betrag über 5000 Euro muessen Sie ans Landgericht, dort besteht Anwaltszwang

Darunter klagen Sie am Amtsgericht, wobei dannn, je nach Bundesland ggf. Vor der Klage ein Schlichtungsverfahren durchgefuehrt werden muss.




Wenn ich Ihnen weiterhelfen konnte bitte ich um positive Bewertung, denn so werde ich bezahlt

Gerne können Sie aber auch nachfragen


Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


bestehen noch Fragen? Gerne



wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflichst um positive Bewertung, denn so wird der Experte bezahlt

danke

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