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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26604
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, durch ein Versehen, war ich

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch ein Versehen, war ich im Besitz einer falsch gebuchten Gutscheinkarte aus dem Kino, in dem ich einen Nebenjob gehabt habe.
die Buchung fand am 11.12. statt, mein letzter Arbeitstag dort. Am 25.12.wollte ich im Kino mit Gutscheinkarte bezahlen, in der festen Überzeugung, dass es sich um zwei 10 Euro gutscheine aus meinem WEihnachtsgeschenk handelt.
Leider stellte sich heraus, dass die Karten gesperrt wurden und es sich um die falsch gebuchten Karten handelte.
Jetzt habe ich einen Brief erhalten, dass ich unter dringendem Tatverdacht stehe und mich umgehend dort zu einem persönlichen Gespräch melden soll.
Der Betrag auf den Karten war 70 Euro, es kam aber nie zu einem Verlust für das Kino, da die Karten ja gesperrt wurden.
Mir ist bewusst, dass ich sehr schuldig aussehe, wie gehe ich nun am besten vor, mit welchen Konsequenzen muß ich rechnen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Von wem haben Sie den Brief bekommen?

Vom Arbeitgeber oder von der Polizei?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Der Brief stammt vom Arbeitgeber

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre freundliche Ergänzung.

Der Arbeitgeber verdächtigt Sie einer versuchten Unterschlagung beziehungsweise eines versuchten Betruges.

In solchen Situationen kommen folgende Vorgehensweisen des Arbeitgebers in Betracht.

Fristlose Kündigung (nach Anhörung des Arbeitnehmers)
Strafanzeige bei der Polizei
Schlechtes Arbeitszeugnis


Wenn Sie angeben, dass Ihr letzter Arbeitstag der 11.12. war, dann scheidet eine fristlose Kündigung aus.

Es besteht also in Ihrem Falle die Gefahr eines schlechten Arbeitszeugnisses oder die Strafanzeige.

Um diese beiden Punkte zu vermeiden sollten Sie überlegen, das Gespräch mit dem Arbeitgeber wahrzunehmen.

Bei dem Gespräch sollten Sie folgendes Berücksichtigen: Eine Strafbarkeit wegen Unterschlagung und Betrug setzt einen Vorsatz voraus.

Sie müssen also die Absicht gehabt haben Ihren Arbeitgeber einen Schaden zu zufügen.

Daran fehlt es jedoch in Ihrem Falle.

Arbeitgeber oder Polizei müssen Ihnen eine solche Absicht nachweisen.

Wenn Sie jedoch angeben, die Karten verwechselt zu haben, so schließt dass eine solche Absicht und somit eine Strafbarkeit aus.

Um dieses versehen gegenüber dem Arbeitgeber zu unterstreichen, können Sie diesem beim Gespräch die verwechselten Gutscheine in Vorlage bringen.

Wenn Sie sich mit dem Arbeitgeber dergestalt in Verbindung setzen, so können Sie sicherlich eine Strafanzeige oder ein schlechtes Arbeitszeugnis vermeiden.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Da es sich nur um einen Nebenjob handelt, wäre die Sache mit dem Arbeitszeugnis nebensächlich.


Was könnte denn passieren, wenn ich nicht reagiere und das Gespräch nicht wahrnehme?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In diesem Falle könnte sich der Arbeitgeber in seinem Verdacht bestätigt fühlen und eine Strafanzeige gegen Sie bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten.

Meiner Ansicht nach ist es das Beste bereits zu versuchen einen Anzeigenerstattung zu verhindern, so dass Sie gar nicht erst von der Polizei als Beschuldigter vernommen werden.

So wie Sie mir die Sache geschildert haben, halte ich daher ein Gespräch mit dem Arbeitgeber (auch wenn es für Sie natürlich unangenehm ist) für sinnvoll um ein Strafverfahren bereits im Keim zu ersticken.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren.


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt