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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26741
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich war drei Monate - von 01 bis 03 / 2012 - Geschäftsführer

Kundenfrage

Ich war drei Monate - von 01 bis 03 / 2012 - Geschäftsführer einer GmbH. Während dieser Zeit wurde die Steuererklärung für 2011 fertiggestellt und vom Steuerberater dem Finanzamt vorgelegt. Sie endet damit, dass die Gesellschaft noch Steuern nachzahlen muss. Hafte ich hierfür als Geschäftsführer auch wenn es sich um Steuern handelt, die einen Zeitraum umfassen, in dem ich noch nichts mit der GmbH zu tun hatte?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich fragen:

Haben Sie im Zusammenhang mit der Steuererklärung irgendeine Pflichtverletzung begangen (Buchführungs-, Aufzeichnungs-, Auskunfts-, Vorlage-, Mitwirkungs-, Berichtigungs-, Anzeige- oder Steuererklärungspflicht).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Nein. Die Buchungen wurden von einem Steuerberater vorgenommen. Er erstellte auch die Abschlüsse, Bilanzen pp. Nur rein zufällig fiel die Abgabe dieser Erklärungen in meine Zeit als Geschäftsführer.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Als Geschäftsführer haften Sie nur dann und insoweit als dass Sie eine Pflichtverletzung begangen haben. Grundlage für eine Haftung ist § 43 GmbHG.

Dies ist dann der Fall, wenn Steuern aufgrund grober Fahrlässigkeit oder Vorsatzes des GmbH-Geschäftsführers nicht abgeführt wurde oder ohne rechtlichen Grund erstattet worden sind (§ 69 AO).

Eine Pflichtverletzung und somit eine Haftung kann auch gegeben sein, wenn Sie die von mir angesprochenen Pflichten verletzt haben.

Wenn Sie aber die Arbeit dem Steuerberater übergeben haben, dann trifft Sie selbst keine Haftung, sondern allenfalls den Steuerberater.

Darüberhinaus haften Sie auch nur für Pflichtverletzungen die Sie während Ihrer Zeit als Geschäftsführer begangen haben. Für Handlungen oder ein Unterlassen davor oder danach sind Sie nicht verantwortlich.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt