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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19801
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, vor etwa 3 Wochen (Freitag

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor etwa 3 Wochen (Freitag Abend) kam es in unserem Ort zu einem unangekündigten kompletten Netzspannungsausfall.
Etwa 5 min später erhielten alle Geräte mehrfach in Sekundentakt die Netzspannung und verloren sie gleich wieder. Alle Geräte gingen ca. 6 mal an und aus. Danach war die Netzspannung für ca. 1,5h unterbrochen.
Nachdem diese wiederhergestellt wurde führte ich einen rundgang in meinen Gebäude durch und musste feststellen, dass der digitale Heizungsregler meiner Ölheizung komplett ausgestiegen ist.

Am darauffolgenden Montag rief ich beim Netzbetreiber an und wollte die Ursache wissen. Dort teilte man mir mit, dass irgend ein Defekt an einer Verbindungsmuffe aufgetreten ist. Nach Rückfrage von mir, was der Grund der mehrfachen Spannungen war, antwortete man mir, dass Tests durchgeführt wurden.

Am selben Tag setzt ich ein Schreiben an den Netzbetreiber auf.
Verwies auf die Aussage des Mitarbeiters der Tests ( Freitag Abend, wo die Mehrheit der Ortsbevölkerung viele Geräte im Betrieb hat) und forderte Schadenersatz und einen detailierten Bericht des Netzausfalles.

Ca. 1 Woche nach meinem Anschreiben meldete sich der Netzbetreiber und teilte mir mit, dass er es an seinen Versicherer weitergeleitet hat.

Diese teilten mir heute mit, dass Eingrenzungsschaltungen gemäß der Technik durchgeführt wurden und die Haushaltsgeräte in der heutigen zeit Überspannungen abwehren könnten. Ein Schadenersatz wird abgelehnt.

Für mich ist die Heizung aber kein einfaches Haushaltsgerät. Und hier steckt sicher auch empfindliche Elektronik darin.

Nun zu meinen Fragen:

Ist der Netzbetreiber oder der Versicherer auf meine Anfrage hin verpflichtet einen Schadensbericht herauszugeben?

Sind solche Eingrenzungsschaltungen innerhalb von 5 min überhaupt möglich und ist das Ergebnis dessen, mehrfach in Sekundenabständen Netzspannung und Netzspannungsausfall?

Das Schreiben der Versicherung kommt mir vor wie ein Abspeisen.

Hat man eigentlich eine Chance den Netzbetreiber haftbar zu machen?

Ich danke XXXXX XXXXX

Mit freundlichen Grüßen

Blasco
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sollten die Zurückweisung Ihrer Schadensersatzansprüche nicht hinnehmen und den Netzbetreiber erneut zur Regulierung des bei Ihnen eingetretenen Schadens schriftlich und nachweisbar (Einschreiben/Rückschein) auffordern.

Hat nämlich - wie in Ihrem Fall - der Netzausfall zu bezifferbaren Schäden an Ihrem Eigentum geführt, so ist der Netzbetreiber zum Schadensersatz verpflichtet. Denn hier ist der Netzausfall konkret ursächlich für den Schadenseintritt an Ihrem Eigentum gewesen.

Das Argument der Versicherung ist im Übrigen nicht zutreffend: Der Anspruch gegen den Netzbetreiber - und damit gegen dessen Versicherung - besteht unabhängig davon, ob in dem von dem Netzausfall betroffenen Haushaltsgerät/Gerät eine Schutzvorrichtung installiert ist oder nicht. Der Versicherer hat daher auch in Ihrem Fall Schadensersatz zu leisten. Auf die Beantwortung der von Ihnen aufgeworfenen technischen Frage hinsichtlich der Eingrenzungsschaltungen kommt es daher auch gar nicht an.

Eine Verpflichtung zur Übermittlung des Schadensberichts trifft den Netzbetreiber nicht.

Aber auch dies ist letztlich irrelevant, denn Sie können Ihre Ansprüche gegen den Netzbetreiber durchsetzen, soweit - wie hier anzunehmen ist - der Netzausfall schadensursächlich war.

Fordern Sie daher den Netzbetreiber und/oder dessen Versicherung erneut und unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage zur Regulierung des Scadens auf. Setzen Sie hierzu eine Frist von sieben bis zehn Tagen ab Briefdatum, und kündigen Sie an, dass Sie nach fruchtlosem Ablauf der Frist Ihre Ansprüche auf dem Rechtsweg durchsetzen werden.



Geben Sie bitte kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Seien Sie so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19801
Erfahrung: Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

 


Sehr geehrter Herr Hüttemann,


 


recht herzlichen Dank für Ihre Antwort.


 


Ich hätte da gerne noch eine Nachfrage.


 


Ist der Netzbetreiber in so einem Fall grundsätzlich haftbar zu machen?


Welche Rechtsvorschrift wäre hier denn anzuwenden, §18 (2) NAV ? Hier müsste ja eine Fahrlässigkeit vorliegen.


 


Der bezifferbare Schaden liegt bei etwa 600 €


 


Besten Dank


 


Mit freundlichen Grüßen


 


Blasco

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Richtig, die maßgebliche Vorschrift ist hier der § 18 NAV.

Zum besseren Verständnis zitiere ich nachfolgend den entscheidenden Absatz 1:

Soweit der Netzbetreiber für Schäden, die ein Anschlussnutzer durch Unterbrechung oder durch Unregelmäßigkeiten in der Anschlussnutzung erleidet, aus Vertrag, Anschlussnutzungsverhältnis oder unerlaubter Handlung haftet und dabei Verschulden des Unternehmens oder eines Erfüllungs- oder Verrichtungsgehilfen vorausgesetzt wird, wird
1.
hinsichtlich eines Vermögensschadens widerleglich vermutet, dass Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt,
2.
hinsichtlich der Beschädigung einer Sache widerleglich vermutet, dass Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorliegt.

Wie Sie sehen enthält das Gesetz an dieser Stelle eine so genannte gesetzliche Vermutungsregel. Damit sollen die von solchen Schäden Betroffenen davon freigestellt werden, den konkreten Nachweis zu führen, denn das werden sie naturgemäß nicht können. Daher ist auch in Ihrem Fall - kraft dieser gesetzlichen Vermutung - davon auszugehen, dass der Schaden hinsichtlich der Beschädigung Ihres Eigentums zumindest fahrlässig von dem Betreiber verursacht wurde.

 

Es steht dem Betreiber nun frei (widerlegliche Vermutung!) das Gegenteil unter Beweis zu stellen - was ihm aber nicht gelingen wird.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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