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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 15734
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Habe heute eine Wildschweintreibjagd

Kundenfrage

`Habe heute eine Wildschweintreibjagd erleben müssen. Ist dieses in der BRD generell erlaubt, oder ist dieses Länderssache und in NRW legitim? Es war und ist eine Quälerei für die Tiere. Welches Recht trifft hier zu ? Von einer "Populationsexplosion" kann in Langenfeld /Rhld. (NRW) keine Rede sein. Von einer Wald/ Flurgefährdung auch nicht. Vielen Dank für eine Rückmeldung Mit freundlichen Grüssen xxxxxxxxx

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.

Claudia Schiessl :

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Claudia Schiessl :

Die sog. Gesellschaftsjagd ist in § 19 Landesjagdgesetz NRW geregelt nd in § 19 Bundesjagsgesetz:

Claudia Schiessl :

§ 19 (Fn 11)
Sachliche Verbote
(Zu § 19 BJG)


(1) Verboten ist, Wild von Ansitzen aus zu erlegen, die weniger als 75 m von der Grenze eines benachbarten Jagdbezirks entfernt sind. Zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden kann die untere Jagdbehörde Ausnahmen zulassen. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht, soweit die Jagdnachbarn eine abweichende schriftliche Vereinbarung getroffen haben.


(1a) Die Baujagd auf Füchse in der Zeit vom 1. März bis 15. Juni ist verboten.


(2) Das Ministerium wird ermächtigt, nach Anhörung des zuständigen Ausschusses des Landtags durch Rechtsverordnung die Verbote des § 19 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes mit Ausnahme der Nummer 16 zu erweitern oder aus besonderen Gründen einzuschränken.


(3) Die obere Jagdbehörde kann in Einzelfällen die Verbote des § 19 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes mit Ausnahme der Nummer 16 im Interesse der Volksgesundheit und der öffentlichen Sicherheit, im Interesse der Sicherheit der Luftfahrt, zur Abwendung erheblicher Wildschäden, zum Schutz der Pflanzen- und Tierwelt sowie zu Forschungs- und Versuchszwecken zeitweise einschränken. Sie entscheidet ferner über die staatliche Anerkennung eines Fachinstituts im Sinne des § 19 Abs. 3 des Bundesjagdgesetzes.


(4) Die untere Jagdbehörde kann in Einzelfällen die Nachtjagd auf Schalenwild zulassen, soweit dies zur Erfüllung des Abschussplanes oder zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden erforderlich ist.


(5) Das Ministerium wird ermächtigt, nach Anhörung des zuständigen Ausschusses des Landtags durch Rechtsverordnung die Verwendung bestimmter Fanggeräte, die den Anforderungen des § 19 Abs. 1 Nr. 9 des Bundesjagdgesetzes nicht genügen, zu verbieten und die Voraussetzungen und Methoden der Fallenjagd zu bestimmen.


(6) Die Jagd mit Bolzen oder Pfeilen ist auch auf anderes Wild als Schalenwild verboten.

Claudia Schiessl :

§ 19 Sachliche Verbote


 



 


(1) Verboten ist

 


1. mit Schrot, Posten, gehacktem Blei, Bolzen oder Pfeilen, auch als Fangschuß, auf Schalenwild und Seehunde zu schießen;

 


2. a) auf Rehwild und Seehunde mit Büchsenpatronen zu schießen, deren Auftreffenergie auf 100 m (E 100) weniger als 1.000 Joule beträgt;

 


b) auf alles übrige Schalenwild mit Büchsenpatronen unter einem Kaliber von 6,5 mm zu schießen; im Kaliber 6,5 mm und darüber müssen die Büchsenpatronen eine Auftreffenergie auf 100 m (E 100) von mindestens 2.000 Joule haben;

 


c) auf Wild mit halbautomatischen oder automatischen Waffen, die mehr als zwei Patronen in das Magazin aufnehmen können, zu schießen;

 


d) auf Wild mit Pistolen oder Revolvern zu schießen, ausgenommen im Falle der Bau- und Fallenjagd sowie zur Abgabe von Fangschüssen, wenn die Mündungsenergie der Geschosse mindestens 200 Joule beträgt;

 


3. die Lappjagd innerhalb einer Zone von 300 Metern von der Bezirksgrenze, die Jagd durch Abklingeln der Felder und die Treibjagd bei Mondschein auszuüben;

 


4. Schalenwild, ausgenommen Schwarzwild, sowie Federwild zur Nachtzeit zu erlegen; als Nachtzeit gilt die Zeit von eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang bis eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang; das Verbot umfaßt nicht die Jagd auf Möwen, Waldschnepfen, Auer-, Birk- und Rackelwild;

 


5. a) künstliche Lichtquellen, Spiegel, Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles, Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schußwaffen bestimmt sind, Tonbandgeräte oder elektrische Schläge erteilende Geräte beim Fang oder Erlegen von Wild aller Art zu verwenden oder zu nutzen sowie zur Nachtzeit an Leuchttürmen oder Leuchtfeuern Federwild zu fangen;

 


b) Vogelleim, Fallen, Angelhaken, Netze, Reusen oder ähnliche Einrichtungen sowie geblendete oder verstümmelte Vögel beim Fang oder Erlegen von Federwild zu verwenden;

 


6. Belohnungen für den Abschuß oder den Fang von Federwild auszusetzen, zu geben oder zu empfangen;

 


7. Saufänge, Fang- oder Fallgruben ohne Genehmigung der zuständigen Behörde anzulegen;

 


8. Schlingen jeder Art, in denen sich Wild fangen kann, herzustellen, feilzubieten, zu erwerben oder aufzustellen;

 


9. Fanggeräte, die nicht unversehrt fangen oder nicht sofort töten, sowie Selbstschußgeräte zu verwenden;

 


10. in Notzeiten Schalenwild in einem Umkreis von 200 Metern von Fütterungen zu erlegen;

 


11. Wild aus Luftfahrzeugen, Kraftfahrzeugen oder maschinengetriebenen Wasserfahrzeugen zu erlegen; das Verbot umfaßt nicht das Erlegen von Wild aus Kraftfahrzeugen durch Körperbehinderte mit Erlaubnis der zuständigen Behörde;

 


12. die Netzjagd auf Seehunde auszuüben;

 


13. die Hetzjagd auf Wild auszuüben;

 


14. die Such- und Treibjagd auf Waldschnepfen im Frühjahr auszuüben;

 


15. Wild zu vergiften oder vergiftete oder betäubende Köder zu verwenden;

 


16. die Brackenjagd auf einer Fläche von weniger als 1.000 Hektar auszuüben;

 


17. Abwurfstangen ohne schriftliche Erlaubnis des Jagdausübungsberechtigten zu sammeln;

 


18. eingefangenes oder aufgezogenes Wild später als vier Wochen vor Beginn der Jagdausübung auf dieses Wild auszusetzen.

 


(2) Die Länder können die Vorschriften des Absatzes 1 mit Ausnahme der Nummer 16 erweitern oder aus besonderen Gründen einschränken; soweit Federwild betroffen ist, ist die Einschränkung nur aus den in Artikel 9 Absatz 1 der Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. L 20 vom 26.1.2010, S. 7) in der jeweils geltenden Fassung genannten Gründen und nach den in Artikel 9 Absatz 2 der Richtlinie 2009/147/EG genannten Maßgaben zulässig.

 


(3) Die in Absatz 1 Nr. 2 Buchstaben a und b vorgeschriebenen Energiewerte können unterschritten werden, wenn von einem staatlichen oder staatlich anerkannten Fachinstitut die Verwendbarkeit der Munition für bestimmte jagdliche Zwecke bestätigt wird. Auf der kleinsten Verpackungseinheit der Munition ist das Fachinstitut, das die Prüfung vorgenommen hat, sowie der Verwendungszweck anzugeben.
Claudia Schiessl :

In diesen Vorschriften sind die Verbote enthalten, wobei die Bundesvorschrift durch die Ländervorschrift ergänzt und konkretsiert wird

Claudia Schiessl :

Danach ist die Hetzjagd auf Wild untersagt, nicht aber die Treibjagd.

Claudia Schiessl :

Bei der Hetzjagd hetzt man die Beute so lange bis sie ermüdet ist und erlegt werden kann

Claudia Schiessl :

Bitte teilen Sie mit mit, ob Ihnen das weiterhilft

JACUSTOMER-h2yds51r- :

Nach Einhaltung der unter BJG §19 enthaltenen Jagdregeln obliegt es demnach der Jägerschaft, respektive dem Hegering, ob eine derartige Jagd stattfindet oder nicht und sei es nur zu Ausbildungszwecken?

Claudia Schiessl :

Ja, das ist richtig

Claudia Schiessl :

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?

Claudia Schiessl :

Haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne

Claudia Schiessl :

wenn nicht bitte ich höflich um Mitteilung ob eine positive Bewertung erfolgen kann vielen Dank

Claudia Schiessl :

Wenn Sie noch Fragen haben diese bitte vor der Bewertung stellen

Claudia Schiessl :

vielen Dank

JACUSTOMER-h2yds51r- :

Nach Einhaltung der unter §19 beschriebenen Regeln des BJG, obliegt es demnach der Kreisjägerschaft ob dieses eine Treibjagd einberuft, sei es auch nur zu Ausbildungszwecken ?

Claudia Schiessl :

Ja, das ist leider so

Claudia Schiessl :

Haben Sie noch Fragen ?

Claudia Schiessl :

Sehr gerne

Claudia Schiessl :

Ich bitte höflich um Rückmeldung, ob alle Ihre Fragen beantwortet sind

Claudia Schiessl :

vielen Dank

Claudia Schiessl :

Vielen Dank

Claudia Schiessl :

Ihnen einen schönen Abend

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn ich Ihnen helfen konnte bitte ich höflich um einen lachenden Smilie

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