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RA Stämmler
RA Stämmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  2.Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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RA Stämmler ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Es geht um folgenden Sachverhalt.

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
Es geht um folgenden Sachverhalt. In einem verkehrsstrafrechtlichen Verfahren wurde von mir ein Strafverteidiger schriftlich bevollmächtigt mich gerichtlich im Februar zu vertreten. Nach telefonischer Rücksprache zwischen dem RA und mir wurde in der Woche vor der Hauptverhandlung vereinbart, dass der RA mich ohne meine persönliche Anwesenheit (obwohl vom Gericht persönlich geladen) vertreten wird. Diesem Vorgehen stand lt. Auskunft des RA nichts entgegen. Im März wurde mir das Gerichtsurteil mit der richterlichen Anmerkung zugesendet, dass ich unentschuldigt ausgeblieben sei und auch nicht durch einen mit Schr. Vollmacht versehenen Verteidiger in der Hauptverhandlung vertreten wurde. Der zuvor von dem von mir bev. RA eingelegt Einspruch bei Gericht wurde abgelehnt. Mehrfaches schr. Rückfragen bei dem RA von mir bzgl. der nicht wahrgenommenen gerichtlichen Vertretung blieb unbeantwortet. Daraufhin wurde von mir die noch offene Honorarrechnung bislang nicht beglichen (mehrere hundert Euro). Nunmehr hat der RA nach mehreren Mahnungen ein gerichtliches Mahnverfahren angedroht.
Wie ist gegen den RA vorzugehen?
MfG
Ap
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Stämmler hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten:

Die Gebühren des Anwalts werden grundsätzlich für seine Tätigkeit fällig, ein bestimmter Erfolg ist damit nicht geschuldet. Eine Kürzung wegen einer Schlechtleistung ist damit nicht ohne Weiteres möglich.

Insofern werden SIe, sofern der Anwalt die Rechnung nicht aus Kulanz kürzt, leider nicht um den Betrag herumkommen. Hierzu ist jedoch folgendes anzumerken.

Sofern der Anwalt Sie tatsächlich nicht vor Gericht vertreten hat, ist grundsätzlich auch keine Terminsgebühr angefallen. Insoweit könnte die Rechnung gekürzt werden.

Hinsichtlich Ihres Ausbleibens ist so, dass das Gericht grundsätzlich freistellen muss, solange keine zwingenden Gründe Ihre Anwesenheit erfordern. Eine Freistellung ist danach immer möglich, wenn die Fahreridentität eingeräumt wird und klargestellt ist, dass der Betroffene keine Angaben über die seines Verteidigers hinaus machen wird. Insofern hatte der Anwalt vermutlich recht. Sollte das Gericht die Befreiung aber ablehnen kann dagegen mittels Rechtsbeschwerde und der Widereinsetzung in den vorigen Stand vorgegangen werden. Dies hätte der Anwalt wissen müssen und reagieren müssen. Insofern können Sie zwar die Rechung nicht kürzen, aber ggf. Schadensersatz verlangen. Hier muss aber ein Schaden entstanden sein, der im Falle einer ordentlichen Beratung nicht entstadnden wäre. Sprich bei einer ordentlichen Beratung hätte ein Freispruch erfolgen müssen.

Die Rechnung kann natürlich auch gekürzt werden, wenn diese überzogen und hoch ist, also ungerechtfertigte Gebühren geltend gemacht werden. Ob dies der Fall ist, kann aber ohne Einsicht in die Rechnung und Kenntnis des Falles nicht nachvollzogen werden.

Unabhängig von der Rechnung können SIe sich auch bei der örtlichen Rechtsanwaltskammer über den Anwalt beschweren. Diese wird dann auch prüfen, inwiefern dem Anwalt wirklich ein Vorwurf zu machen ist.

Eine andere Möglichkeit haben Sie leider nicht.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

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