So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Claudia Schiessl.
Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17028
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin seit 1996 selbständig,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit 1996 selbständig, aber leider immer mit Verlust.
Jetzt fordert das Finanzamt das gezahlte Geld von 2008 bis 2011 zurück.
Wie mir bei der Tiefenprüfung durch die Finanzbeamte mitgeteilt wurde,
"zahlt das Finanzamt nicht mein Hobby", (ich habe ein Ladengeschäft und einen Online-Shop mit Berufsbekleidung und arbeite im eigenen Haus).
Da FA fordert die erstattenten Beträge zurück. Ich könnte weiter arbeiten, aber erhalte auch künftig keine Rückerstattungen und soll "gegen Null" arbeiten.
Da Fa erkennt somit viele Aufwendungen nicht mehr an.
Darf das FA das???

Können Sie mir bitte helfen?

Freundliche Grüße
Margitta Hocher

Freundliche Grüe
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.

Claudia Schiessl :

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Claudia Schiessl :

Wie ist denn die Rückforderung formuliert

JACUSTOMER-aqci6zjn- :

Wortlaut des Schreibens vom FA.

JACUSTOMER-aqci6zjn- :

Wortlaut des Schreibens vom FA:

JACUSTOMER-aqci6zjn- :

"Die unternehmerische Tätigkeit (Handel mit Berufsbekleidung) wird seit 1996 ausgeübt. Seit 1997 wwaerden aus dieser Tätigkeit negative Einkünfte aus Gewerbebetrieb erklärt.

JACUSTOMER-aqci6zjn- :

Der verlusbringende Betrieb ist nicht die Existenzgrundlage von Frau Hocher. Die negaiven Einkünfte werden bis 2011 mit den positiven Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit des Ehemanns verrechnet. Der Bertrieb kann nach seiner Wesensart und der Art der Bewirtschaftunge auf Dauer nicht nachhaltig mit Gewinn arbeiten. Der Betrieb wurde trotz ständiger Verluste beibehalten.

JACUSTOMER-aqci6zjn- :

Das unveränderte Beibehalten des verlustbringenden Geschäftskonzeptes sind eine gewichtiges Beweiszeichen für eine fehlende Gewinnerziehlungsabsicht.

JACUSTOMER-aqci6zjn- :

Ab dem Kalenderjahr 2008 werden die Verluste ertragssteuerlich nicht mehr angerkannt.

JACUSTOMER-aqci6zjn- :

Nach dem Umsatzsteuergesetz § 2 (1) S. 2 UStG ist Frau Hocher weiterhin als Unternehmerin tältig.

JACUSTOMER-aqci6zjn- :

Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige Tätigkeit zur Erziehlung von Einnahmen, auch wenn die Absicht Gewinn zu erhiehlen fehlt.

JACUSTOMER-aqci6zjn- :

Eine Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen liegt vor, wenn die Tätigkeite im Rahmen eines Leistungsaustausches ausgeübt wird. Die Unternehmereigenschaft setzt somit voraus, dass Lieferungen oder sonstige Leistungen gegen Entgelt bewirkt werden. Dies Voraussetzung ist erfüllt.

JACUSTOMER-aqci6zjn- :

Ende des Wortlautes.

Claudia Schiessl :

Sehr geehrter Ratsuchender,

Claudia Schiessl :

vielen Dank für Ihre Geduld.

Claudia Schiessl :

Es ist leider in der Tat so, dass einem das Finanzamt bei fehlender Gewinnerzielungsabsicht ein Hobby unterstellt, und dann natürlich Steuervergünstigungen nicht gewährt.

Claudia Schiessl :

Nach einem mehrjährigen Verlsutzeitraum bietet ein Betrieb nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs die Grundlage für die Prognose, dass er bei gleichbleibender Form der Bewirtschaftung ungeeignet dazu ist, aus der Verlustzone heruaszukommen und Gewinne zu erzielen.

Claudia Schiessl :

Der BFH ging hier von 8 Jahren aus, wobei die Finanzämter das schon viel früher unterstellen.

Claudia Schiessl :

Leider ist es auch so, dass Steuerbescheide rückwirkend korrigiert werden können, so dass es für das Finanzamt auch rechtlich möglich war, nachdem Ihre Tätigkeit als Hobby angesehen wurde Erstattungen zurückzufordern.

Claudia Schiessl :

Was Sie tun müssen ist gegen den Bescheid unbedingt fristgerecht Einspruch einzulegen und dann in diesem Einspruch zu begründen, warum Ihre Tätigkeit nicht als Hobby anzusehen ist.

Claudia Schiessl :

Bitte teilen Sie mir mit, ob noch Fragen dazu bestehen.

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Unser Chat ist beendet, Sie können jedoch weiterhin nachfragen, bis Sie mit meiner Antwort zufrieden sind. Kommen Sie einfach zurück auf diese Seite, um die Konversation und neue Informationen hierzu anzusehen.

Was passiert nun?

Wenn Sie meine Antwort noch nicht bewertet haben, können Sie dies nun oben durchführen. Oder Sie können mir unten antworten, wenn Sie noch nicht zufrieden sind.