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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21571
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

hallo . ich muss mich unbedingt informieren, das jugendamt

Kundenfrage

hallo . ich muss mich unbedingt informieren, das jugendamt will mir meine kinder wegnehmen !! ich bin ratlos und weis nicht was ich machen soll. ich erkläre ihnen das mal kurz. mein kleinstes kind ist 2monate alt und hatte schnupfen bekommen darauf hin habe ich meine kinderärztin angerufen die aber leider im urlaub war, daraufhin bin ich in die apotheke und habe dementsprechend für kleinkinder was gegen husten und schnupfen geholt, es wurde dadurch nicht besser deswegen habe ich gleich am nächsten morgen den arzt in meiner stadt angerufen und geschildert was der kleine hat und dazu kam noch das er schwer atmete was ich ihm auch sagte der aber hat mich nicht mit meinem kind dran genommen selbst meine familienhilfe hatte dorthin angerufen ihr wurde aber gesagt "sie haben keine zeit" so dann habe ich in der nächst anliegenden stadt bei einer kinderärztin angerufen die wollte mich am montag dran nehmen, wir hatten donnerstag, und ich sagte nein das dauert zu lange ! sie sagte dann kommen sie morgen also freitag .. ich bin am nächsten tag dort hin und sie hat mir gesagt er müsse ins krankenhaus weil er inhaliert werden muss ! was aber auch für diese ärztin nicht weiter dramatisch war. dann sind wir gleich den freitag ins krankenhaus.. dort wurde er untersucht und gleich ihnaliert. da waren wir erstmal erleichtert weil er ja dort am besten aufgehoben ist in dieser situation ! 4 tage später kam der schlag ins gesicht, ich habe einen brief vom jugendamt bekommen wegen inobhutnahme meines kindes.. begründung wäre lebensbedrohliche kindeswohlgefärdung !! das krankenhaus hat an das jugendamt geschrieben das ich mein kind schon mehrere wochen so zuhause liegen habe und mich nicht gekümmert habe ! das jugendamt hat gesagt das mein kleines kind 24 std später gestorben wäre ! ein absoluter albtraum !! dennoch werde ich so hingestellt vom amt das ich das mit absicht mach ! ich kann dafür garkeine worte finden wie menschen so dreist sein können solche behauptungen aufzustellen . wie gesagt ich bin verzweifelt und weis nicht weiter ... was kann ich tun ??? bitte bitte helfen sie mir
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Eine Inobhutnahme durch das Jugendamt ist das folgenreichste und massivste Eingriffsmittel.

Hierzu ist das Jugendamt nur unter ganz außergewöhnlichen Voraussetzungen befugt.

§ 42 Absatz 1 SGB VIII regelt diese Voraussetzungen wie folgt:

Das Jugendamt ist berechtigt und verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen, wenn
1.
das Kind oder der Jugendliche um Obhut bittet oder
2.
eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen die Inobhutnahme erfordert und
a)
die Personensorgeberechtigten nicht widersprechen oder
b)
eine familiengerichtliche Entscheidung nicht rechtzeitig eingeholt werden kann oder
3.
ein ausländisches Kind oder ein ausländischer Jugendlicher unbegleitet nach Deutschland kommt und sich weder Personensorge- noch Erziehungsberechtigte im Inland aufhalten
Das Jugendamt ist voll darlegungs- und beweispflichtig für das Vorliegen der Voraussetzungen einer Inobhutnahme. Die bloß pauschale Behauptung einer Kindeswohlgefährdung reicht niemals aus.

Rechtfertigt das Jugendamt die Inobhutnahme Ihres Kindes mit einer lebensgefährlichen Kindeswohlgefährdung, so ist das Jugendamt hierfür auch darlegungs- und beweispflichtig. Stützt sich das Jugendamt auf das Schreiben des Krankenhauses, so ist auch dies nicht ausreichend.

Liegen daher die Voraussetzungen für die Inobhutnahme nicht vor, so sollten Sie umgehend eine familiengerichtliche Entscheidung erzwingen.

Gemäß § 42 Absatz 3 SGB VIII hat das Jugendamt nämlich unverzüglich eine Entscheidung des Familiengerichts über die erforderlichen Maßnahmen zum Wohl des Kindes oder des Jugendlichen herbeizuführen, wenn die Erziehungsberechtigten der Inobhutnahme oder ihrem Andauern widersprechen.

Stellt das Gericht fest, dass keine Kindeswohlgefährdung vorliegt, wird es Ihrem Antrag auch Aufhebung der Inobhutnahme entsprechen und die Rückführung des Kindes zu Ihnen anordnen.

Sie sollten daher - wenn und soweit das Jugendamt nicht einlenkt - einen Antrag bei dem örtlich zuständigen Familiengericht auf Aufhebung der Inobhutnahme und Rückführung des Kindes an Sie stellen.



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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
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