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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26891
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Bei heftigen Bodenverdichtungsarbeiten in der Nachbarschaft

Beantwortete Frage:

Bei heftigen Bodenverdichtungsarbeiten in der Nachbarschaft bildeten sich an meinem
Haus ca. 10 sehr feine Haarrisse im frisch gestrichenen Außenputz, ca. 20 bis 40 cm lang.
Der Bauunternehmer signalisierte Bereitschaft zur Zahlung einer Entschädigung.
Ein Gutachter soll vorerst nicht eingeschaltet werden.
Mich interessiert einfach mal eine grobe Angabe, wie hoch der Entschädigungsbetrag in etwa vergleichbaren Fällen war, damit ich einen Anhaltspunkt habe.
Einfamilienhaus, 30 Jahre alt.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie ergänzend fragen:

Haben Sie ein Wärmeverbundsystem?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

nein, keine Außenisolierung

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In diesem Falle sollten Sie zunächst abwarten.

Warum:

Bei der Sanierung von Putzrissen anlässlich spielt es eine wesentliche Rolle, ob es sich um "arbeitende" (d. h. sich bewegende) oder "zur Ruhe gekommene" Risse handelt.

Letzeres kann bei Schwindrissen im Putz, die nicht vom Mauerwerk beeinflusst sind, angenommen werden. In diesem Fall kann eine "rissfüllende" Beschichtung zur Renovierung geeignet sein.

In anderen Fällen sind weitergehende Maßnahmen erforderlich wie z. B. Aufweitung des Risses und Verfüllung mit einem kunststoffvergüteten Mörtel, ggf. in Verbindung mit einer teilweisen oder vollflächigen Überdeckung mit einer gewebearmierten Putzschicht (Renovierputz).


Also:

Wenn sich Ihre Risse in den nächsten Wochen und Monaten nicht verändern, also nicht größer werden, so reicht es aus die Risse zu verfüllen.

Die Kosten hierfür dürften grob geschätzt bei einigen hundert EUR liegen.

Neben der Rißverfüllung haben Sie einen Anspruch auf Beseitigung der durch die Verfüllung entstandenen optischen Beeinträchtigung, also ein komplettes Streichen der betroffenen Häuserwände.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Der Bauunternehmer will den Schaden nicht selbst reparieren sondern eine Entschädigung zahlen. Er hat schon fast zugegeben, daß sich die Risse immer wieder neu bilden können.


Ich suche einen Anhaltspunkt, welche Entschädigung angemessen ist.


Es gibt sicher Urteile für ähnliche Fälle.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Auch wenn der Unternehmer den Schaden nicht selbst reparieren will haben Sie einen Anspruch auf die oben beschriebene Entschädigung.

Wenn sich die Risse immer wieder neu bilden können, dann wird eine Ausweitung, Verfüllung und vielleicht auch eine teilweise Armierung erforderlich sein.

Es gibt Urteile, die sich mit solchen Schäden befassen.

Jedem dieser Urteile (Beispiel: BGH Urteil vom 26.06.2003 - VII ZR)126/02 liegt jedoch (zwingend) ein Sachverständigengutachten zugrunde, welches die genauen Sanierungsmaßnahmen und die damit verbundenen Kosten ermittelt.

Kein Richter kann ohne ein solches Gutachten die Kosten bestimmen. Es gibt daher für Ihren Fall leider kein vergleichbares Urteil.

Der für Sie sicherste Weg ist es daher einen Sachverständigen mit der Feststellung des Schadens (werden sich die Risse tatsächlich neu bilden?) und den zur Schadensbeseitigung verbundenen Kosten zu beauftragen.

Die Kosten dieses Gutachtens sind als Teil des Schadens (ebenso wie die Rechtsanwaltskosten) dabei vom Schädiger zu ersetzen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt



Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Der Unternehmer sprach auch schon von Einschaltung "seines" Gutachters. Erfahrungsgemäß tendieren die Gutachter dazu, das zu sagen, was der Auftraggeber wünscht. Ich müßte dann auch selbst einen beauftragen, und letztendlich würde die Entscheidung in einem Rechts-


streit erfolgen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es keine ähnlichen Rechtsfälle gibt, in denen ein konkreter Betrag festgelegt wurde.


Sie selbst schreiben, daß Richter aufgrund Gutachten betraglich ent- scheiden.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.


Sie sollten in der Tat einen Gutachter beauftragen.

Natürlich entscheiden die Gerichte betraglich aufgrund eines Gutachtens. Dem Gutachten liegt jedoch ein ganz bestimmtes Ergebnis und ein bestimmter Sachverhalt zugrunde zugrunde, welches sich mit Ihrem Falle nicht vergleichen lässt, da jedes Schadensbild anders ist.

Sie sollten daher selbst einen Gutachter beauftragen und dem Gegner die Kosten des Gutachtens in Rechnung stellen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich wollte von Ihnen weder eine bautechnische Beratung noch Ratschläge zu Gutachtern, sondern eine Grobeinschätzung es Betrags hören.


Weder der Unternehmer noch ich sind wegen Zeitaufwand/Ärger/Kosten an Gutachten und Rechtsstreit interessiert.


Selbstverständlich liegt jeder Fall anders. Es gibt jedoch ähnliche Fälle, sodaß eine grobe Angabe "Bandbreite von/bis" möglich sein muß.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In Ordnung:

Ich lasse Ihnen einige Entscheidungen zukommen.

Bitte geben Sie mir 10 Minuten Zeit um diese herauszusuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

aber selbstverständlich

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

BGH, Urteil vom 20-11-1986 - VII ZR 360/85: 18.810 DM

OLG Naumburg, Urteil vom 28. 4. 2002 - 4 U 12/02: 35224,42 DM
HANSEATISCHES OBERLANDESGERICHT 14 U 91/09: 3.844 EUR





Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Mich interessiert vor allem das Urteil des Hanseatischen OLG


(Hamubrg?). Unter 14 U 91/09 findet die Suchfunktion nichts.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.


Richtig. Es handelt sich um ein Urteil des OLG Hamburg.

Es wurde Schadensersatz zugesprochen, weil es im Rahmen von Abrißarbeiten am Nachbargrundstücks zu Erschütterungen und damit zu Rissen in der Fassade und in der Kellerdecke gekommen war.

Das Urteil ist in Beck RS 2011, 00007 veröffentlicht.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt