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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26891
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Grüss Gott, Meine Mutter ist im Juni verstorben. Im  Testament

Beantwortete Frage:

Grüss Gott,
Meine Mutter ist im Juni verstorben. Im  Testament bin ich und mein Bruder zu je   50% benannt. Meine Mutter hat ihr Testament 1999 geschrieben und meinem Bruder zur Aufbewahrung gegeben.
Meine Mutter war seit 2004 im Heim untergebracht unter anderem wegen schwerer Demenz.  Sie hatte eine Rente  von pro Monat 3600 Euro und lebte in ihrem bezahlten Haus sehr bescheiden.   Ich bekam in den letzten 10 Jahren von meiner Mutter 40.000,00 Euro geschenkt.  2003 hat mir meine Mutter ein  10 jahriges Geschäfts-Darlehn in Höhe von 50.000 Euro  gegeben, welches  im Oktober 2013 fällig wird. Dafür habe ich ihr immer jahrlich Zinsen überwiesen.


Abzüglich der Heimkosten müssten  in den letzten Jahren ab 2002  bis 2012 ca 270.000. Euro auf dem Konto übriggeblieben sein.

Mein Bruder zieht von diesem Betrag ( 270.000)  meine 90.000 Euro ab, nimmt sich ebenso 90.000 Euro Dann der  Plichtteil meines dritten Bruder 35.000 der nach seinen Angaben  nichts erhalten hat...der Rest ?

Von einem Geld Übertrag der Jahre 2002 bis 2012  (ca 350.000,00 da kein Heim), will er nichts  wissen, da das Geld verbraucht wurde,  durch Geschenke an Enkelkinder etc. ( nur hat kein Enkel nennenswertes erhalten).

Frage: kann mir mein Bruder die Geschenke meiner Mutter aufrechnen. Ist das Darlehn als Erbe abzugsfähig und kann ich verlangen das er mir sagt was er mit dem Geld gemacht hat.
Vor ihrem Tode hat er einen Abhebemarathon bei der Bank gestartet sagte zu mir das mich das nichts angeht was er mit dem Geld gemacht hat und ich kein Recht habe mehr zu bekommen.
ist er mir zur Auskunft verpflichtet?

Er hat sich also nur in Jahren 2002 bis 2012. Ca. 200.000. Für sich abgehoben und findet das völlig normal und in Ordnung.
Anmerkung. Er war der gerichtlich bestellte  Betreuer meiner Mutter.

Muss ich die Ausführung meines Bruder hinnehmen, oder habe ich auch Rechte auf diverse Geldbeträge?
Danke XXXXX XXXXX für ihre Bemühungen.
Hans


Von meinem iPad gesendet
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie ergänzend fragen:

Wann genau wurden Ihnen diese 40.000 EUR geschenkt?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Mir wurden geschenkt

Am 14.2.2002. 5000,00
2.5,2002. 2.500,00

2003. 7.500,00

2004. 10.000,00

2005. 2.500

2006. 5.000,00

2007. 3.000,00

2008. 2.500,00


2009. 2000,00
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX präzise Information:

Bei den 90.000 EUR müssen Sie zwischen der Schenkung und dem Darlehen unterscheiden.

Das Darlehen ist nicht vom Nachlass abzuziehen.

Warum:

Nach § 1922 BGB treten die Erben in alle Rechte und Pflichten des Erblassers ein. Das bedeutet Sie und Ihr Bruder werden Gläubiger des Darlehens. Das Darlehen ist an die beiden Erben nach Fälligkeit zurückzuzahlen.

Da das Darlehen 10/2013 erst fällig wird, kann Ihr Bruder es nicht vom Erbe abziehen. Bei Fälligkeit ist das Darlehen an die beiden Erben zurückzuzahlen. Das bedeutet, Ihr Bruder als Miterbe hat einen Anspruch auf die Hälfte des Darlehens, im Oktober 2013.

Ein Abzug vom Nachlass ist daher falsch.

Ebenso verhält es sich mit der Schenkung.

Nach § 2050 BGB besteht nur dann eine Ausgleichspflicht, wenn der Erblasser dies angeordnet hat.


Ihr Bruder als Miterbe ist Ihnen gegenüber nach § 2027, § 2028 BGB zur Auskunft verpflichtet.

Das bedeutet nicht nur, dass Ihr Bruder Auskunft über den gesamten Bestand des Nachlasses gegen muss sondern auch, dass Ihr Bruder diese Auskunft durch Vorlage der Kontoauszüge zu untermauern hat.

Beachten Sie zudem:

Auch wenn Ihr Bruder von Ihrer Mutter Vollmacht erlangt hatte, so bedeutet dies nicht, dass Ihr Bruder für eigene Zwecke Gelder verwenden durfte.

Vollmacht bedeutet, dass Ihr Bruder Namens und im Auftrag Ihrer Mutter über das Konto verfügen konnte.

Ihr Bruder muss also Ihnen gegenüber als Miterbe darüber Rechnung legen, was im Einzelnen mit den Geldern geschehen ist.

Sollte Ihr Bruder diese Auskunft verweigern, so haben Sie gegenüber Ihrem Bruder einen klagbaren Anspruch auf Auskunftserteilung.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wieviele Jahre zurück muss mir mein Bruder Auskunft geben.
Konkret

Muss er mir über die Jahre 2002 bis 2012 auch Auskunft geben.

Danke XXXXX XXXXX

Hans

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Die Auskunftspflicht wird allenfalls begrenzt von der Verjährungshöchstfrist des § 199 BGB von 10 Jahren. Nach Ablauf dieser Verfährungshöchstfrist sind Rückforderungsansprüche gegen den Bruder ausgeschlossen, so dass auch ein Interesse für eine Auskunftspflicht wegfällt.

Ihr Bruder muss Ihnen also 2002 bis 2012 Auskunft geben.

Bezüglich eines früheren Zeitraums besteht allerdings kein Auskunftsanspruch mehr.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt