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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
61158677
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Guten Morgen, der angemessene Eigenbedarf eines volljährigen

Kundenfrage

Guten Morgen,

der angemessene Eigenbedarf eines volljährigen studierenden Kindes beträt 670,- €. In diesem Betrag ist das Wohnen mit 280,- € enthalten.

Frage: Beinhaltet dieser Betrag von 670,- € eine Krankenversicherungsanteil iHv. 73,- €, so das dieser Wert letztlich mit dem BaföG Höchstsatz vergleichbar ist, obwohl nach dem BaföG der Aufwand für den Wohnbedarf mit 224,- € angegeben ist?

Darüber hinaus habe ich noch zwei weitere Fragen:

Meine ehemalige Ehefrau ist Bundesbeamte, sie erhält neben Ihrem Gehalt und dem Kindergeld auch den Kinderzuschlag von 105,- € pro Kind zum Gehalt.
Nach der Düsseldorfer Tabelle ist das auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld auf den Kindesunterhalt anzurechnen. Gilt das auch für den Kinderzuschlag zum Gehalt?

Und i
Frage: Ist die nachfolgende Berechnung zutreffend?

1 Kind, < 18 J.; ber. Einkommen: -1.900,- €; Zahlbetrag: 513,- €
abzgl. Kindergeld: 184,- €
abzgl. Kinderzuschlag netto: 70,- €
verbleiben: 259,- €

Mit freundlichem Gruß

Reinhold Scholz
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von Justanswer.

Erlauben Sie mir bitte zunächst nachzufagen.

Ihr bereinigtes Nettoeinkommen beträgt 1.900 €?
Wie hoch ist das Einkommen der Kindesmutter?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Es ist genau so hoch.

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX weitere Mitteilung.

Gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

In dem festen Unterhaltsbedarfsatz eines volljährigen Kindes mit eigenem Hausstand von 670 € sind die Kosten der Krankenversicherung nicht enthalten. Diese stellen Mehrbedarf dar, ebenso wie beispielsweise Studiengebühren.

Ihr Kind hat daher unter Berücksichtigung der Krankenversicherung einen Unterhaltsbedarf von 743 €.

Der Kinderzuschlag der Kindesmutter ist Gehaltsbestandteil und nicht an das Kind auszukehren. Lediglich das Kindergeld wird auf den Unterhaltsbedarf angerechnet.

Ihrer Unterhaltsberechnung kann ich nicht ganz folgen, weil Sie hier die 4. Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle heranziehen. Diese wird dann zu Grunde gelegt, wenn das Kind noch im Haushalt eines Elternteiles lebt.

Hier ist es aber dann bei volljährigen Kindern so, dass das Einkommen beider Elternteile herangezogen wird, um den Unterhaltsbedarf zu bestimmen. Wenn Sie beide 1.900 € verdienen, so liegt ein Gesamteinkommen von 3.800 € vor. Der Unterhaltsbedarf beträgt dann 664 €, wobei die Krankenversicherung mit 73 € hinzugerechnet wird, so dass sich ein Betrag von 737 € ergibt. Hiervon wird dann das gesamte staatliche Kindergeld mit 184 € abgezogen, so dass ein Betrag von 553 € verbleibt. Bei gleich hohem Einkommen haften die Eltern für diesen Unterhaltsanspruch dann jeweils zur Hälfte, Sie müssten also 276,50 € bezahlen.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch Unklarheiten bestehen. Ich freue mich über eine positive Bewertung von Ihnen, wenn ich Ihre Frage bereits abschließend beantwortet habe
RA_UJSCHWERIN und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich möchte mich vorab für die zügige Antwort bedanken und würde gerne noch zwei weitere Fragen beantwortet haben.


Hintergrund meiner Fragen ist, dass die Mutter über Kindergeldeinsatz hinaus, sich für zwei studierende Kinder in der Vergangenheit nur iHd. der Mietkostenübernahme und Krankenkassenbeiträge am Regelunterhalt beteiligt hat, aber Kindergeld und Kinderzuschläge zum Beamtengehalt bezogen hat. Ich habe in der Zeit von Januar 2009 bis heute 45.000,- € an Unterhaltsleistungen für beide Kinder - erst an die Mutter für die Kinder, mit Studienbeginn direkt an die Kinder - gezahlt.


 


Mein Sohn studiert in Kiel und zahlt lediglich 185,- € Miete incl. Nebenkosten. Wenn in dem Unterhaltsanspruch von 670,- € der Wohnbedarf mit 280,- € bemessen ist, verbleibt als Grundbedarf ein Betrag von 390,- €. Ist es in diesem Fall zutreffend, den Gesamtbedarf von 670,- € um die Mietdifferenz von 95,- € zu reduzieren?


 


Meine Tochter studiert jetzt in Dortmund. Die Frage nach der Unterhalts-berechnung hatte sich auf die Zeit bezogen, in der sie nach Vollendung des 18. Lj. noch zum Gymnasium ging, aber noch bei der Mutter gewohnt hat.


Ist es ein Unterschied bei der von Ihnen angeführten Berechnung, ob Vollj. oder Minderjährig ?


 


Vielen Dank für Ihre Mühe


 


Reinhold Scholz

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfragen.

Die Berechnung des Kindesunterhaltes für volljährige und minderjährige Kinder unterscheidet sich darin, dass bei minderjährigen Kindern nur derjenige Elternteil Barunterhalt leistet, bei dem das Kind nicht wohnt. Bei volljährigen Kinder müssen beide Elternteile unabhängig davon, ob das Kind noch im Haushalt eines Elternteiles lebt, Barunterhalt leisten, weil die Betreuung durch den einen Elternteil mit Volljährigkeit wegfällt. Desweiteren wird auch das staatliche Kindergeld bei volljährigen Kindern vollständig bedarfsdeckend angerechnet, wobei bei minderjährigen Kindern lediglich die Hälfte auf den Barunterhalt angerechnet wird.

Ihre volljährigen Kinder sind verpflichtet, ihre Unterhaltsansprüche eigenständig gegenüber beiden Elternteilen geltend zu machen. Wenn die Kindesmutter sich hier nicht angemessen an dem Unterhalt beteiligt, muss ggf. eine gerichtliche Regelung durch die Kinder herbeigeführt werden.

Der Unterhaltsbedarf des volljährigen Kindes ist ein fester Bedarfssatz, der einen Wohnkostenanteil beinhaltet. Eine Kürzung des Bedarfssatzes, wenn dieser Wohnkostenanteil nicht ausgeschöpft wird, sieht die Rechtsprechung nicht vor. Vielmehr ist der Wohnkostenanteil deswegen im Bedarfssatz ausgewiesen, damit in Ballungszentren, wo eine Wohnung für diesen Wert nicht zu bekommen ist, ggf. ein höherer Unterhalt begründet werden kann. Sie können also die 95 € nicht vom Bedarf abziehen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Vielen Dank!

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
sehr gerne :)