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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17085
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Wir haben einen Bauprozess verloren und müssen als Beklagte

Kundenfrage

Wir haben einen Bauprozess verloren und müssen als Beklagte (unrechtmäßiger Weise aus unserer Sicht) 65.000 € nachzahlen. Dazu kommen Zinsen in Höhe von ca. 40.000 € aufgrund von Rechtslastigkeit?. Wieso werden wir somit dafür verantwortlich gemacht, dass der Prozess 12 Jahre! gedauert hat!? Gibt es eine Möglichkeit Rechtsmittel bzw. Einspruch dagegen einzulegen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

raschwerin :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

raschwerin :

Wann wurde das Urteil gesprochen?

JACUSTOMER-330o68e1- :

Das Urteil wurde mit 18.5.2012 wirksam. Die Anschlussberufung unsererseits ist noch nicht raus. Die Berufung der Klägerseite vom OLG liegt vor, die noch höhere Zinszahlungen fordert. Berufungseinreichungsfrist war der 13.11.

raschwerin :

Aber man kann noch ins Rechtsmittel oder sind die Fristen schon rum?

JACUSTOMER-330o68e1- :

Was heißt das "ins Rechtsmittel zu können". wir legen Anschlussberufung ein, der Brief ist noch nicht weg, Was untermauert jedoch aus rechtlicher Sicht eine Beanstandung der Zinslast?

raschwerin :

Die Berufung ist ein Rechtsmittel.

raschwerin :

Woraus ergeben sich die Zinsen? Wie wurde das berechnet?

raschwerin :

Man kann hier vor allem Verjährung einwerfen.

JACUSTOMER-330o68e1- :

Die Zinsen ergeben sich vor allem aus der Prozesslast bzw. dem Urteilsbetrag von ca. 65.000 € seit Klageeingabe der Klägerseite = 1.8.2003 bis 12.10.2012 mit 5% über Basiszinssatz = ca. 40.000. Was könnte denn da verjährt sein, wenn der Prozess sich so lange hinzieht?

raschwerin :

Ja, die Zinsen verjähren erst in 3 Jahren ab Urteil. Man kann höchstens einen Härtefall konstruieren und so versuchen, die Zinsen zu kippen.

JACUSTOMER-330o68e1- :

Bezüglich der Verjährung ist evtl. zu argumentieren, dass Zwischenberechnungen auch mit Herausnahmen aus einem Leistungskatalog von der Klägerseite nicht erfolgten, trotz Anfragen, sondern Nachberechnungen zu Positionen jedoch ohne anständige Rechnungen (mit Material- und Arbeitslohn) erst in 2010 als Kostenposten aufgelistet wurden. Kann man da auf Verjährung pochen?

raschwerin :

Ja, das kann man machen. Im Rahmen der Berufung muss man dies dann entsprechend darstellen.

JACUSTOMER-330o68e1- :

Wie kann man denn einen Härtefall konstruieren, wenn man Wohneigentum hat, um dieses geht es ja hier?

raschwerin :

Eben über die Tatsache, dass sich der Fall solange gezogen hat.

JACUSTOMER-330o68e1- :

Gibt es dazu einen § im BGB oder so, auf den man sich beziehen kann?

raschwerin :

Nein.