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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3521
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

Hallo, wenn in einem Jagdrevier ca. 300ha eine eingezäunte

Kundenfrage

Hallo,

wenn in einem Jagdrevier ca. 300ha eine eingezäunte ca. 25 ha große Grünlandweide ist auf der ganzjährig Bisons weiden, kann man diese Weide zum befriedeten Bezirk erklären lassen, da man dort die Jagd nicht ausüben kann und natürlich dann auch den Wildschaden nicht übernehmen kann?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich ist das möglich. Da aber die Erklärungsbefugnis bei der zuständigen Jagdbehörde liegt, sollten Sie insoweit mit dieser Behörde Kontakt aufnehmen, den Sachverhalt vortragen und einen entsprechenden Antrag stellen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,


 


gibt es in Rheinlandpfalz bereits solche Fälle in denen die Untere Jagdbehörde so entschieden hat.

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Kraft Erklärung der unteren Jagdbehörde können in Rheinland-Pfalz Grundflächen im Gebiet eines Bebauungsplanes oder innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile, Sport- und Golfplätze sowie öffentliche Parke und Grünflächen als befriedet gelten. Durch eine Einzäunung zur Verhütung von Wildschäden wird eine Grundfläche hingegen kein befriedeter Bezirk.

Mir sind leider keine Fälle bekannt, in denen die untere Jagdbehörde so entschieden hat.

Dies können Sie aber ohne weiteres klären, in dem Sie einen Sachbearbeiter bei der Behörde befragen. Ich gehe davon aus, dass dieser Ihnen in dieser Hinsicht gerne Auskunft geben wird.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,


 


zum Abschluss, da ich auf den ca. 25 ha eingezäunten Grünlandflächen auf denen die Bisons weiden nicht jagen kann, weil für mich eine zu große Gefahr für Leib und Leben durch die Bisons ausgeht, muss ich auf diesen Flächen den Wildschaden zahlen oder nicht?

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

was steht denn dazu im Jagdpachtvertrag ?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,


 


nichts, der Bisonzüchter sagt ich könnte auf der Weide jagen, die Bisons würden nichts machen, darauf kann ich mich nicht verlassen, was ist wenn sie mich angreifen.

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

dann gelten die Regelung im Bundesjagdgesetz nach §§ 29 ff. BJagdG.

§ 29 Schadensersatzpflicht

(1) Wird ein Grundstück, das zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehört oder einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk angegliedert ist (§ 5 Abs. 1), durch Schalenwild, Wildkaninchen oder Fasanen beschädigt, so hat die Jagdgenossenschaft dem Geschädigten den Wildschaden zu ersetzen. Der aus der Genossenschaftskasse geleistete Ersatz ist von den einzelnen Jagdgenossen nach dem Verhältnis des Flächeninhalts ihrer beteiligten Grundstücke zu tragen. Hat der Jagdpächter den Ersatz des Wildschadens ganz oder teilweise übernommen, so trifft die Ersatzpflicht den Jagdpächter. Die Ersatzpflicht der Jagdgenossenschaft bleibt bestehen, soweit der Geschädigte Ersatz von dem Pächter nicht erlangen kann.
(2) Wildschaden an Grundstücken, die einem Eigenjagdbezirk angegliedert sind (§ 5 Abs. 1), hat der Eigentümer oder der Nutznießer des Eigenjagdbezirks zu ersetzen. Im Falle der Verpachtung haftet der Jagdpächter, wenn er sich im Pachtvertrag zum Ersatz des Wildschadens verpflichtet hat. In diesem Falle haftet der Eigentümer oder der Nutznießer nur, soweit der Geschädigte Ersatz von dem Pächter nicht erlangen kann.
(3) Bei Grundstücken, die zu einem Eigenjagdbezirk gehören, richtet sich, abgesehen von den Fällen des Absatzes 2, die Verpflichtung zum Ersatz von Wildschaden (Absatz 1) nach dem zwischen dem Geschädigten und dem Jagdausübungsberechtigten bestehenden Rechtsverhältnis. Sofern nichts anderes bestimmt ist, ist der Jagdausübungsberechtigte ersatzpflichtig, wenn er durch unzulänglichen Abschuß den Schaden verschuldet hat.
(4) Die Länder können bestimmen, daß die Wildschadensersatzpflicht auch auf anderes Wild ausgedehnt wird und daß der Wildschadensbetrag für bestimmtes Wild durch Schaffung eines Wildschadensausgleichs auf eine Mehrheit von Beteiligten zu verteilen ist (Wildschadensausgleichskasse).


Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Nachfragen ? Ich helfe gerne weiter.