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RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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Guten Tag Mein Name ist Rebekka Neubert und ich bin 28 Jahre

Kundenfrage

Guten Tag

Mein Name ist Rebekka Neubert und ich bin 28 Jahre alt. Meine Mutter hat seit Jahren Unterlagen vom Jugendamt wegen meinem Unterhalt von meinem Vater. Angeblich hat er nie gezahlt. Sie hat sich aber auch nicht weiter bemüht. Jetzt will sie mir die Unterlagen geben die sie seit damals hat. Kann ich damit noch etwas anfangen und mir eventuell meine Gelder Rückwirkend holen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:


Sie können grundsätzlich den Versuch unternehmen, um von Ihrem Vater noch die rückständigen Unterhaltsbeträge einzuholen.

Allerdings kann Ihr Vater in diesem Fall dann durchaus berechtigt die Verjährung der Forderung einwenden.

Auch der Kindesunterhalt unterliegt der 3jährigen Verjährung und beginnt damit spätestens mit Ihrem 18. Geburtstag, so dass Verjährung an Ihrem 21. Geburtstag eingetreten ist.

Vielleicht können Sie aber dennoch Kontakt zu Ihrem Vater aufnehmen und mit diesem eine Vereinbarung treffen.

Wenn Ihre Mutter Ihnen Unterlagen vom Jugendamt übergibt, so hat sie sich ja damals um den Unterhalt für Sie gekümmert. Leider ist es in manchen Fällen so, dass trotz der entsprechenden Vorkehrungen der Unterhalt nicht realisiert werden konnte.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch Unklarheiten bestehen. Ich freue mich über eine positive Bewertung von Ihnen, wenn ich Ihre Frage bereits abschließend beantwortet habe
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Aber angeblich sind doch Titel 30 Jahre lang gültig warum warum hat der Staat denn nichts gemacht für uns? Angeblich hat meine Mutter einen beim Jugendamt beantragt aber diese Leute vom Amt haben sich nie gekümmert.

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

auch ein titulierter Unterhaltsanspruch unterliegt der 3jährigen Vollstreckungsverjährung. Dies hat seine Ursache darin, dass hier eine monatlich wiederkehrende Leistung tituliert wird für die Zukunft.
Deswegen ist der Verjährungsbeginn auch bis zum Eintritt der Volljährigkeit gehemmt, so dass sich das Kind zu diesem Zeitpunkt noch alle Ansprüche sichern kann.

Wenn Ihre Mutter das Jugendamt eingeschaltet hatte und sich dort niemand gekümmert hat, dann hätte das Jugendamt die Haftung zu übernehmen.

Wiederum beginnt die Frist für die Haftung des Jugendamtes mit Ihrer Volljährigkeit und beträgt dann wiederum lediglich 3 Jahre.

Ich bedauere sehr, Ihnen keine für Sie günstigere Antwort geben zu können. Ihre Mutter hätte Ihnen die Unterlagen viel früher aushändigen müssen.