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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6164
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

auf Empfehlung eines Repräsentanten der Deutschen Vermögensberatung

Kundenfrage

auf Empfehlung eines Repräsentanten der Deutschen Vermögensberatung habe ich im August 2010 einen SEB Fond für 150000 € gezeichnet. Weder beim ersten Beratungsgespäch noch am Tag der Unterzeichnung hat mich Herr H. darüber aufgeklärt, dass der Fond seit Mai geschlossen wurde.Im Verlauf des ersten Beratungsgespräches im Juli 2010 hat mich der Berater eindringlich vor geschlossenen Fonds gewarnt.In meinem Schreiben an die DVB habe ich dieser bzw. den Vermögensberater absichtliche Täuschung eines Kaufinteressenten vorgeworfen und um Stellungnahme gebeten.Am 24.Okt. kam folgende Antwort:
Die Prüfung des Antrags ergab dass Sie zur Möglichkeit einer Fondsschließung mit der Aushändigung der Verkaufsunterlagen informiert wurden. den Erhalt dieser haben Sie mit Ihrer Unterschrift bestätigt.
Meine Frage an Sie:Wäre der Berater verpflichtet gewesen mich über die veränderte Situation aufzuklären und kann ich die DVB oder den Berater für finanzielle Verluste regresspflichtig machen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn sich die Falschberatung nachweisen lässt stehen die Chancen auf Schadensersatz sehr gut. Dabei kann sich der Schadensersatzanspruch sowohl gegen die DVB richten, wenn die Geldanslage als risikoarm empfohlen, also Risiken verschiwegen, wurden, als auch gegen den Berater selbst und die Gesellschaft.

Die Problematik wird allerdings immer darin liegen, den Nachweis der Falsch- oder Nichtberatung zu erbringen. Die Beweiserhebung kann insbesondere über zeugen, die bei der "Beratung" anwesend waren, geführt werden. Damit wäre auch der Beweis der gegenseite, dass Sie den Erhalt von Unterlagen bestätigt haben, widerlegbar, wenn ein anwesender Zeuge angeben kann, dass Ihnen keine Unterlagen überlassen wurden, Sie aber gleichwohl unterzeichnet haben.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Bei Unklarheiten stellen Sie bitte beliebig oft Nachfragen. Stellen Sie Ihre Rückfragen bitte nicht über die Smileys, sondern „dem Experten“ antworten. Halten Sie die Frage für nicht beantwortet, fragen Sie bitte beliebig oft nach.

Bestehen keine Nachfragen, bewerten Sie bitte die erteilte Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die Frage,ob der Berater verpflichtet gewesen wäre mich über die seit Mai 2010 veränderte Situation des Fonds aufzuklären ist noch nichtbeantwortet.----Versäumnisurteil des Bundesgerichtshofes vom 31.5.2007 . Meine Frau war bei den Gesprächen anwesend

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

sehr gut, dass Ihre Frau anwesend war, dann haben Sie einen Zeugen zum Beweis.

Die Schließung des Fonds hätte Ihnen mitgeteilt werden müssen, da Grund der Schließung immer eine veränderte finanzielle Situation des Fonds und somit eine gewisse Vermögensverschlechterung ist. Bei Schließung eines Fonds ist es für eine gewisse zeit den Anlegern nicht möglich, Ihre Anteile zurückzugeben.

In Ihrem Fall liegt ein Beratungsfehler vor. Sie wurden laut Ihren Darstellungen vor geschlossenen Fonds gewarnt (dies war auch gut so), wobei hier noch hintzerfragt werden kann, ob die Warnung und somit die Risiokoaufklärung ausreichend war. Allerdings wurde Ihnen verschwiegen, dass Sie gerade in einen solchen geschlossenen Fond investieren. Eindeutiger geht es nicht.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

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