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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26891
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, unser Sohn hat Ende August 2012 einen gebrauchten PKW

Kundenfrage

Hallo, unser Sohn hat Ende August 2012 einen gebrauchten PKW verkauft.
Nun nach 8 Wochen meldet sich der neue Besitzer (per Anwalt) und man verlangt die Rücknahme des PKW. Der Kaufvertrag soll nun wegen arglistiger Täuschung angefochten werden.
Unser Sohn hat schriftlich beim Mailen geäußert, dass eine grüne Umweltplakette im Auto ist. Ein Besichtigungstermin wurde vereinbart.
Die Käufer waren bei uns zu hause, haben das Auto begutachtet und folgende Unterlagen kontrolliert und in Empfang genommen.(-Zulassungsbescheinung 1 und 2 also KFZ-Brief und KFZ-Schein, sowie die Bescheinigungen der Abgas- und Hauptuntersuchungen) und danach das Auto als Bastlerfahrzeug ohne Garantie und Sachmängelhaftung gekauft. Obwohl die Käufer an Hand der Papiere die richtige Anzahl der Vorbesitzer kannten, wurde diese vom Vater des Käufers falsch eingetragen (wie wir nun bei der Kontrolle der Unterlagen festgestellt haben).Die unterschiedlichen Schriften kann man gut erkennen.
In den Unterlagen steht alles richtig, wir haben doch nichts geändert oder ähnliches. Wie sollen wir uns nun nach 2 Monaten verhalten? Viele Dank Fandrich
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Was wird denn genau mit der arglistigen Täuschung gerügt?

Vorbesitzeranzahl? Plakette?

mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


Hallo.


 


der kläger gibt als grund der anzeige die vermeindlich falsche plakette an welche ich als grün angab, jedoch unter dem vorwand, sie sei weder mit dem kennzeichen beschriftet noch klebe sie an der scheibe.


ich habe ihm ebenfalls gesagt dass die plakette schon vom vorbesitzer im fhzg. lag und ich mir nicht sicher bin ob der wagen eine grüne plakette hat.


und ein weiter punkt der anzeige ist dass im kaufvertrag als anzahl der vorbesitzer die zahl 2 steht, welche aber der käufer beim ausfüllen des vertrages eingesetzt hat.


obwohl er den brief in der hand hielt wo ausdrücklich 5 vorbesitzer stand.


nun soll ich das fhzg. aufgrund arglistiger täuschung zurücknehmen

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Eine arglistige Täuschung greift natürlich nur dann ein, wenn Sie den Käufer getäuscht haben, also beim Käufer ein Irrtum entstanden ist, den Sie verursacht haben.

Eine Täuschungshandlung liegt nicht nur vor, wenn Sie den Käufer anlügen, sondern auch, wenn Sie im Wesentliche Mängel, die Ihnen bekannt sind, verschweigen.

Wenn Sie aber dem Käufer gesagt haben, Sie wissen nicht ob das Fahrzeug eine grüne Plakette hat, dann haben Sie weder etwas verschwiegen, noch den Käufer getäuscht.

Ebenso müssen Sie sich den Falscheintrag im Kaufvertrag nicht anrechnen lassen, einmal weil Sie ihn selbst nicht veranlasst haben und zum anderen weil der Käufer die Möglichkeit hatte die Vorbesitzer anhand des Briefes zu prüfen.

Die Anfechtung ist nicht erfolgversprechend.

Schreiben Sie den Anwalt daher an, weisen Sie die Vorwürfe zurück und erklären Sie dem Anwalt ausdrücklich, dass Sie dem Käufer die Sache mit der Plakette erklärt hatten und der Käufer auch die Vorbesitzer anhand des Briefes überprüfen konnte.

Weisen Sie den Anwalt darauf hin, dass Sie diesen Sachverhalt unter Zeugenbeweis stellen können.

Damit sollten Sie auf der rechtlich sicheren Seite stehen.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt