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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Bin seit 32 Jahren verheiratet... und seit ca. 10 Jahren "Single",

Kundenfrage

Bin seit 32 Jahren verheiratet... und seit ca. 10 Jahren "Single", da diese Beziehung längst und total kaputt ist. wir haben zusammen ein Haus, dass noch belastet ist und verschiedene Kleinkredite. Wenn mein Mann ausziehen und einen Insolvenzantrag stellen will, ich aber nicht, wäre dann vorprogrammiert, dass ich das Haus verliere ? ( Ist kein neues Haus...und ich würde mit neuem Partner neu anfangen wollen ) Wäre es ratsam, VORHER auch noch eine Scheidung einzureichen ?...die kommt sowieso in Betracht, da sind wir uns ausnahmeweise mal einig. Wir sind beide nicht mehr gewillt, diese beziehung aufrechtzuerhalten. Was würden Sie mir raten ???
Ganz lieben Dank ! Birgit
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich muss zunächst nachfragen:

Könnten Sie die Kredite allein übernehmen ?

Wäre Ihr Mann ggf. bereit, seinen Miteigentumsanteil auf Sie zu übertragen ?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Dankeschön für Ihre erste Antwort. Mein Mann und ich haben jeweils einen easy-kredit, der jeweils nur auf einen Namen läuft. Als gemeinsamer Kredit würde der Hauskredit infrage kommen. Was bedeutet " Miteigentumsanteil" ?...dass ich das Haus allein übernehme und somit auch die gemeinsamen Schulden, mit denen dieses belastet ist ?


Mein Mann verdient ca.1200€ netto..."sein "easykredit" belastet die Haushaltkasse im Monat mit 310 € und ein weiterer Kredit 118 €. Wenn ich diese Summe vom Gehalt abziehe plus Autokosten..., bleibt kein so großer Betrag, der zukünftig in der Haushaltkasse fehlen würde. Ich arbeite voll, mache nebenher gewerblich Musik und kann mir mein monatliches Gesamteinkommen dadurch etwas "frei" gestalten. In den letzten 2 Jahren hab ich eher darauf verzichtet weil ich jeden Cent, den ich nebenbei verdient habe...natürlich immer am WE...in die Haushaltkasse gesteckt habe, während dies als "Arbeit"...was es immer war ! nicht gewertet und geachtet wurde. Wenn ich geprobt habe, wurde die Tür zugesperrt

...ich hatte die Lust daran verloren und den Sinn, meine WE-den zu opfern nicht mehr verstanden. Diese Tätigkeit kann ich jederzeit wieder aufleben lassen. Liebe grüße und Dankeschön, Birgit

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre weitere Mitteilung.

Sie müssen nicht die Kredite Ihres Mannes übernehmen, sondern nur den Kredit, der für das Haus dient.

Da Sie beide Eigentümer der Immobilie sind, wird das Haus auch bei einem Insolvenzverfahren Ihres Ehemannes nicht verwertet, sondern aus der Insolvenz freigestellt.

Empfehlenswert wäre aber, dass Sie eine Scheidungsfolgenvereinbarung schließen, in der Sie vereinbaren, dass Sie Alleineigentümerin der Immobilie werden und den Kredit für das Haus alleine übernehmen. Diese Vereinbarung muss aber zu deren Wirksamkeit notariell geschlossen werden. Diese kann im übrigen auch unabhängig von einer Scheidung getroffen werden.

Dann wären Sie Alleineigentümerin und Ihr Ehemann könnte Privatinsolvenz anmelden.

Sie werden in der Privatinsolvenz Ihres Mannes nicht berücksichtigt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung verschaffen und stehe gerne für Rückfragen zur Verfügung.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Lieben Dank !!!


Kann sich die Bank, bei der das Haus finanziert wurde gegen einen solchen Schritt sperren, selbst wenn mein Mann einverstanden ist ? Wäre dann eine zusätzliche Möglichkeit, dass Haus vorher ( auf dem Papier

) an einen sehr guten Freund zu "übertragen", dass es zum Zeitpunkt einer Scheidung...und privatinsolvenz des Ehemannes bereits nicht mehr uns gehört. Unter dem Aspekt eines beiderseitigen Einverständnisses evtl.???


Ich meine, dass mein Mann und ich im eigenen Haus getrennt lebende Mieter sind...räumlich ist das möglich. Danke für Ihre Mühe !

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung.

Ja, die Bank müsste einer Schuldhaftentlassung Ihres Ehemannes zustimmen. Es kann also durchaus sein, dass diese Zustimmung verweigert wird, was so selten nicht ist.

Dann kann aber in der Scheidungsfolgenvereinbarung festgehalten werden, dass Sie Ihren Ehemann im Innenverhältnis freistellen. Er bliebe dann Mitkreditnehmer, wobei dies auch eine Auswirkung auf die Insolvenz hätte, und Sie tragen aber alleine die Schulden für das Haus ab.

Dann bliebe das Haus auch bei einer Insolvenz Ihr Alleineigentum, so dass die Übertragung an einen guten Bekannten nicht erforderlich ist.

Ihr Ehemann kann dann auch künftig bei Ihnen zur Miete wohnen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

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