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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Abend ich habe eine Frage bzgl. einer Erbsache. Meine

Kundenfrage

Guten Abend
ich habe eine Frage bzgl. einer Erbsache. Meine Großeltern haben ein Testament gemacht , in dem sie verfügten, was mit ihrem Haus nach ihrem Ableben passieren soll. Mein Onkel wurde zum Vorerben des Hauses eingesetzt. Im Falle seines Todes werde mein Cousin ( Sohn des Onkels) zum Erben. Nun ist folgendes geschehen: Mein Onkel ist Ende Juli diesen Jahres verstorben. Das Haus wurde bereits jetzt ( zwei Monate nach dem Tod) verkauft, als Verkäufer wurden die Frau des Onkels sowie der Sohn angegeben, die sich jetzt den Verkaufspreis teilen. Meine Frage ist nun: wie ist es möglich, dass bereits zwei Monate nach dem Tod ein Haus verkauft werden kann ( Erbschein, Grundbuchumtragung etc..) und ist es rechtlich zulässig, dass der Verkaufspreis zwischen dem Alleinerben und der Witwe des Vorerben aufgeteilt wird? Vielen Dank XXXXX XXXXX Bemühungen!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Wie es sein kann, dass das Haus bereits jetzt verkauft worden ist, lässt sich naturgemäß nur schwer erklären, ohne die genauen Hintergründe zu kennen. Es dürfte aber vorliegend wohl schon einen Erbschein gegeben haben.

Allerdings ist die Tante nicht Erbin in dieses Haus geworden, sondern lediglich der Cousin. Die Tante konnte somit nicht als Verkäuferin auftreten. Der Kaufpreis steht in diesem Fall nur dem Cousin zu.

Dies hat seine Ursache darin, dass das Haus nicht in das Vermögen des Onkels übergegangen ist. Solange er lebte war er lediglich der wirtschaftliche Eigentümer. Dieses Haus geht aber nicht in seinen Nachlass mit ein, so dass die Ehefrau hier nicht am Erbe beteiligt ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Es stellt sich die Frage, wie es dazu kommen kann, dass schon ein Erbschein vorliegt , wenn der eigentlich Erbe erst mit dem Tod des Vorerben zum Erben wird. Was könnte da im Vorfeld seitens des Onkels und des Cousins unternommen worden sein?


Könnte man gegen die Ehefrau des Vorerbens rechtliche Schritte einleiten, wenn sich diese am Verkauf des Hauses bereichert, ohne dass sie am Erbe beteiligt war?


 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

natürlich kann es sein, dass der Onkel bereits zu Lebzeiten auf die Vorerbschaft verzichtet hat, so dass die Nacherbschaft bereits zu seinen Lebzeiten eingetreten ist. Hier kann zudem eine Vereinbarung getroffen worden sein, dass die Ehefrau dann Miteigentümerin der Immobilie wird.

Solange der Nacherbe hier zugestimmt hat, gibt es auch keinen Angriffspunkt.

Ebenso bestand die Möglichkeit, dass mit Zustimmung des Nacherbens das Miteigentum an die Ehefrau übertragen wird.

Da die Nacherbschaft ein gesonderter Erbfall ist, bedarf es zum Nachweis des Eintritts der Nacherbschaft nur eines Todesnachweises des Vorerben, so dass hier sehr schnell der entsprechende Erbschein erteilt werden kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Der Onkel war zu Lebzeiten wirtschaftlicher Eigentümer, das Haus war also nicht sein Vermögen. Wie ist es dann möglich, wenn er auf seine Vorerbschaft verzichtet, dass hier eine Vereinbarung getroffen wird, in der bestimmt wird, dass seine Witwe die Hälfte des Gelds bei einem Verkauf des Hauses erhalten kann. Die Bestimmungen des Testamentes waren dann in diesem Fall sehr leicht zu umschiffen, oder?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wie gesagt ist es schwierig, hier eine abschließende Auskunft zu geben. Ist Ihnen denn der Kaufvertrag über die Immobilie inhaltlich bekannt?