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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26348
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

wir haben im August 2004 MPC Best Select 2 mit 10000,00 € abgeschlossen.

Kundenfrage

wir haben im August 2004 MPC Best Select 2 mit 10000,00 € abgeschlossen. Jahre später
haben wir festgestellt, dass der Vertrag bis 2024 läuft.
Ist das erlaubt. wir waren bei Abschluß 65 +67 Jahre. eMail Adresse ([email protected]

Hoffe auf Antwort und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

G. Florczak
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich gehe davon aus, dass Sie bei Vertragsschluss beraten wurden.

Darf ich Sie fragen:

Wurden Sie denn auf die Laufzeit und das Risiko dieses Fonds als unternehmerische Beteiligung hingewiesen?


mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


wir wurden nicht beraten, auf die Laufzeit nicht hingewiesen , auch


vom Risiko wurde nicht gesprochen. Wir haben Jahre später durch


Zufall von der Lauflänge bis 2024 erfahren. Wir hätten uns darauf


nicht eingelassen. 2004 war mein Mann schon schwer krank.Wenn wir noch leben bis 2024 sind wir 87 Jahre. Ist die Laufzeit von 20 Jahren


überhaupt erlaubt?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Grundsätzlich ist es leider nicht zu beanstanden Fonds mit langer Laufzeit (20 Jahren) zu verkaufen. Daran ändern auch Alter oder Krankhit leider nichts.

Grundsätzlich ist die Laufzeit daher leider erlaubt.

In Ihrem Falle hätte der Vermittler oder Berater Sie auf die Laufzeit des Fonds und damit verbunden die fehlende Veräußerbarkeit vor Ablauf der Laufzeit hinweisen müssen.

Dieser Hinweis wäre vor allem in Ihrem Falle aufgrund Ihres Alters und der Erkrankung Ihres Mannes erforderlich gewesen.

Soweit dieser Hinweis unterblieben ist, besteht eine Schadensersatzpflicht des Verkäufers nach § 280 BGB.

Der Schadensersatz liegt in diesem Falle in der Rückabwicklung des Geschäfts, also der Rückgabe des Fonds Zug um Zug gegen Rückzahlung der Investitionssumme.

Sie sollten also den Verkäufer (Bank,..) anschreiben auf den Sachverhalt hinweisen und diesen Auffordern, Ihnen den Kaufpreis binnen 14 Tagen ab Briefdatum zurückzuerstatten Zug um Zug gegen Rückgabe des Fonds.

Sollte sich der Verkäufer weigern so sollten Sie diesen auf Schadensersatz verklagen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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