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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 23040
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag , Mein Ruf wurde zu tiefst geschädigt , ich habe

Kundenfrage

Guten Tag ,

Mein Ruf wurde zu tiefst geschädigt , ich habe einer jungen Frau (19)
die ich über alles Liebe Briefe geschrieben dabei war auch ein Brief mit sexuellen Vorstellungen. Nun hat ihre Mutter als ihre Tochter nicht zu Hause war sich Zutritt zu ihrem Zimmer verschafft und es vermutlich durchsucht , dabei hat sie die Briefe entdeckt !
Sie hat den Brief mehrfach kopiert und mit einen sehr komprimierten Text versehen , anschließend hat sie mehrere Kopien im Ort zugestellt , meiner Familie ( Eltern , Onkel und Brüdern ) da ich Jugendwart im Verein bin gehe ich mal davon aus das ihre Mutter auch dort im Vorstand Kopien des Briefes verteilt hat !
Ich kann mich doch nirgends mehr sehen lassen , ich bitte um Hilfe , wie kann ich mich dagegen wehren ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Es liegt eine abwehrfähige Verletzung Ihres allgemeinen Persönlichkeitsrechts vor, denn auch intime Briefe - die nicht zur Kenntnisnahme Dritter bestimmt sind - sind dem Schutzbereich des allegemeinen Persönlcihkeitsrechts zuzuordnen.

Das allgemeine Persönlcihkeitsrecht wird aus den Artikeln 1 und 2 des Grundgsetzes hergeleitet und ist zivilrechtlich als "sonstiges Recht" in § 823 BGB verankert.

Verletzungen des allegemeinen Persönlichkeitsrechts lösen Beseitigungs-, Widerrufs., Unterlassungs- und gegebenenfalls Schadensersatzansprüche aus.

Sie können daher von der Mutter Ihrer Bekannten verlangen, dass Sie die weitere Verbreitung des Briefes unverzüglich unterlässt. Besteht die akute Gefahr weiterer Verbreitung, können Sie eine einstweilige Verfügung bei Gericht erwirken, die es der Frau unter Androhung eines hohen Ordnungsgeldes - ersatzweise Haft - gerichtlich untersagen wird, den Inhalt des Briefes weiter zu verbreiten.

Da allerdings keine unwahren Tatsachenbehauptungen über Sie verbreitet wurden, stehen Ihnen Widerrufs- und Beseitigungsansprüche leider nicht zu. Ebenso wenig können Sie die Frau wegen Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung zur Rechenschaft ziehen, denn der verbreitete Inhalt des Briefes ist zwar intim, aber es ist nicht unwahr.

Strafrechtlich könnte hier allenfalls die Tochter gegen die Mutter unter den Voraussetzungen des § 202 StGB (Verletzung des Briefgeheimnisses) vorgehen:

(1) Wer unbefugt
1.
einen verschlossenen Brief oder ein anderes verschlossenes Schriftstück, die nicht zu seiner Kenntnis bestimmt sind, öffnet oder
2.
sich vom Inhalt eines solchen Schriftstücks ohne Öffnung des Verschlusses unter Anwendung technischer Mittel Kenntnis verschafft,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 206 mit Strafe bedroht ist.
(2) Ebenso wird bestraft, wer sich unbefugt vom Inhalt eines Schriftstücks, das nicht zu seiner Kenntnis bestimmt und durch ein verschlossenes Behältnis gegen Kenntnisnahme besonders gesichert ist, Kenntnis verschafft, nachdem er dazu das Behältnis geöffnet hat.

Sie sollten die Mutter Ihrer Bekannten daher schriftlich und nachweisbar auffordern, die Weiterverbreitung des Briefinhalts unter Meidung einer einstweiligen Verfügung zu unterlassen.



Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Es liegt eine abwehrfähige Verletzung Ihres allgemeinen Persönlichkeitsrechts vor, denn auch intime Briefe - die nicht zur Kenntnisnahme Dritter bestimmt sind - sind dem Schutzbereich des allegemeinen Persönlcihkeitsrechts zuzuordnen.

Das allgemeine Persönlcihkeitsrecht wird aus den Artikeln 1 und 2 des Grundgsetzes hergeleitet und ist zivilrechtlich als "sonstiges Recht" in § 823 BGB verankert.

Verletzungen des allegemeinen Persönlichkeitsrechts lösen Beseitigungs-, Widerrufs., Unterlassungs- und gegebenenfalls Schadensersatzansprüche aus.

Sie können daher von der Mutter Ihrer Bekannten verlangen, dass Sie die weitere Verbreitung des Briefes unverzüglich unterlässt. Besteht die akute Gefahr weiterer Verbreitung, können Sie eine einstweilige Verfügung bei Gericht erwirken, die es der Frau unter Androhung eines hohen Ordnungsgeldes - ersatzweise Haft - gerichtlich untersagen wird, den Inhalt des Briefes weiter zu verbreiten.

Da allerdings keine unwahren Tatsachenbehauptungen über Sie verbreitet wurden, stehen Ihnen Widerrufs- und Beseitigungsansprüche leider nicht zu. Ebenso wenig können Sie die Frau wegen Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung zur Rechenschaft ziehen, denn der verbreitete Inhalt des Briefes ist zwar intim, aber es ist nicht unwahr.

Strafrechtlich könnte hier allenfalls die Tochter gegen die Mutter unter den Voraussetzungen des § 202 StGB (Verletzung des Briefgeheimnisses) vorgehen:

(1) Wer unbefugt
1.
einen verschlossenen Brief oder ein anderes verschlossenes Schriftstück, die nicht zu seiner Kenntnis bestimmt sind, öffnet oder
2.
sich vom Inhalt eines solchen Schriftstücks ohne Öffnung des Verschlusses unter Anwendung technischer Mittel Kenntnis verschafft,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 206 mit Strafe bedroht ist.
(2) Ebenso wird bestraft, wer sich unbefugt vom Inhalt eines Schriftstücks, das nicht zu seiner Kenntnis bestimmt und durch ein verschlossenes Behältnis gegen Kenntnisnahme besonders gesichert ist, Kenntnis verschafft, nachdem er dazu das Behältnis geöffnet hat.

Sie sollten die Mutter Ihrer Bekannten daher schriftlich und nachweisbar auffordern, die Weiterverbreitung des Briefinhalts unter Meidung einer einstweiligen Verfügung zu unterlassen.



Seien Sie so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Seien Sie so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt