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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6568
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Ich habe eine Rechnung erhalten über 282 € Für ein Großhändler

Kundenfrage

Ich habe eine Rechnung erhalten über 282 €
Für ein Großhändler Abo.
Diese Abo soll ich per Internet abgeschlossen haben, das ist mir so nicht gewusst und bekannt.
Ich habe der Rechnung sofort wiedersprochen und wurde informiert das die Fa.nur mit Gewerbetreibende Vereine etc. Vertäge schließt. Da ich eine alles dies nicht bin (Privatperson) habe ich dies mitgeteilt. Nun kam die Antwort ich muss dennoch zahlen den ich wurde merhfach daruaf hingewiesen, wohl bei dem o.g. Abo - Abschluss.
Was kann ich tun? Anzeigen ? Warten halte ich für unklug oder?

Besten Dank im Voraus
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

möglicherweise haben Sie sich versehentlich als Privatperson auf einer Großhändlerseite angemeldet. In diesem Fall können Sie sich wegen des Widerrufsrechts auf §§ 312d, 355 BGB berufen.

Sie sollten in diesem Falle die Firma anschreiben (Einschreiben) und nach §§ 312d, 355 BGB den Widerruf erklären. Weisen Sie zudem darauf hin, dass Sie die Angebote dieser Firma als Privatperson nutzen wollten und teilen Sie mit, dass Sie weder einen Gewerbebetrieb noch eine selbstständige Tätigkeit ausüben. Erklären Sie vorsorglich auch die Anfechtung wegen Irrtums, weil Sie sich dahingehend getäuscht haben, dass Sie als Privatperson sich dort nicht anmelden durften.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Bei Unklarheiten stellen Sie bitte beliebig oft Nachfragen. Stellen Sie Ihre Rückfragen bitte nicht über die Smilies, sondern „dem Experten“ antworten. Halten Sie die Frage für nicht beantwortet, fragen Sie bitte beliebig oft nach.

Bestehen keine Nachfragen, bewerten Sie bitte die erteilte Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Grass


Danke für die Antwort.


Ich werde das Einschreiben morgen absenden.


Und wenn die dies immer noch nicht akzeptieren?


Eigentlich finde ich dies schon grenzwertig so getäsucht zu werden.#


 

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben Recht, dass dies eine besondere Art der Abzocke ist. Es sind auch bereits Strafanzeigen erstattet worden, allerdings - wie Sie richtig anmerken - ist das Verhalten grenzwertig und somit strafrechtlich nicht von Relevanz. Sie können somit zwar eine Strafanzeige erstatten, dass diese "erfolgreich" sein wird, ist aber eher zweifelhaft.

Zivilrechtlich hat die Firma allerdings keine Chance die vermeintliche Forderung gegen Sie einzuklagen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
S. Grass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

bestehen noch Unklarheiten ? Ansonsten darf ich um Bewertung der Antwort bitten.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Grass


Nun ist ein Schreiben gekommen, das die Firma dies alles nicht interessiert.


Ich sei mehrfach darauf hingewiesen worden dass das Ganze nur für Gewerbetreibende ist und die das dies von mir eine begangene Täuschungshandlung. Die berufen sich auf §14 BGB, §13 BGB und füren dann noch das Urteil vom BGH22.12.2004 AzVIII ZR91/04-§§355;474;475 Abs.1 Satz2 BGH auf. Die Forderung besteht weiter und die wollen das ganze nun gerichtlich druchsetzen. Was kann ich noch tun.


 

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

das zitierte Urteil passt nicht auf Ihren Fall. Der BGH hatte über einen Sachverhalt zu entscheiden, wo ein Käufer bewusst vorgetäuscht hat, ein Gewerbe zu betreiben. Bei Ihnen fehlt es an der Voraussetzung "bewusst" also absichtlich.

In Ihrem Fall bleibt es dabei, dass Sie den Vertrag wirksam widerrufen haben und nicht zahlen müssen. Es handelt sich um eine klassische Abofalle, allerdings gerichtet an Gewerbetreibende, in die Sie geraten sind. Die Firma wird sicher noch ein paar mal schreiben, aber dass die vermeintliche Forderung gegen Sie gerichtlich geltend gemacht wird, ist nicht zu erwarten.

Ich empfehle Ihnen daher, weiterhin konsequent die Zahlung abzulehnen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass