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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26348
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

ich bin freie Mitarbeiterin bei einem Bildungsträger. nun wurde

Kundenfrage

ich bin freie Mitarbeiterin bei einem Bildungsträger. nun wurde mein Vertrag fristgemäß gekündigt, mit der Begründung, dass eine festangestellte Mitarbeiterin untergebracht werden müsse, deren Projekt zu Ende ist. Auf meine Frage, warum nur ich und nicht eine ebenfalls freiberuflich arbeitende Kollegin gekündigt wurde, bekam ich keine Antwort. Miene Leistungen, die in Zahlen messbar sind, sind überdurchschnittlichgut. Gibt es eine Möglichkeit gegen die Kündigung anzugehen? ( Ich habe eine Tocher, meine Kollegin nicht).
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Eine Möglichkeit gegen die Kündigung vorzugehen haben sie dann, wenn Sie in Ihrer Tätigkeit mit einem Arbeitnehmer vergleichbar waren.

Darf ich Sie daher fragen:

Werden bei Ihrer Tätigkeit Aufträge von verschiedenen Auftraggebern durchgeführt? (Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr)

Werden entsprechende Tätigkeiten beim Auftraggeber auch durch festangestellte Personen durchgeführt?

Hat der Auftraggeber Direktionsrechte bzw. sind Sie weisungsgebunden?

Ist der Ort der Arbeitsleistung vorgeschrieben? (räumliche Eingliederung in den Betrieb)

Ist die Arbeitszeit vorgegeben?

Sind arbeitsbegleitende Verhaltensregeln vorgegeben?








Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


nein, die Tätigkeit wird von einem Auftraggeber durchgeführt.


Ja, die gleiche Tätigkeit iwrd auch von festangestellten Mitarbeitern durchgeführt.


Im Vertrag steht, ich wei nciht weisungsgebunden in der Realität aber doch.


Verpflichtende Teilnahme an Teamsitzungen jeden Dienstag, Anweisungen, wie das Telefon zu bedienen ist, etc.


Da die Kunden (Arbeitssuchende) in die Räumde des Auftraggebers bestellt werden, ist der Ort der Arbeitsleistung vorgegeben.


die Arbeitszeit ist auch vorgegeben,da wir einen Kundenschlüssel zu bedienen haben. Auch dürfen wir bspw. Freitags nicht länger als 15 Uhr im Haus sein, weil dann die Geschäftsleitung geht.


Auch Verhaltensregeln sind vorgegeben.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Anhand der von mir gestellten Fragen und der Ihrerseits gegebenen Antworten ist davon auszugehen, dass Sie weniger als Selbstständiger sondern vielmehr Arbeitnehmer sind.

Ob eine Tätigkeit im Rahmen eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses ausgeübt oder auf Honorarbasis eine Leistung im Rahmen eines freien Mitarbeiterverhältnisses selbstständig erbracht wird, wird nicht nach der Bezeichnung des Vertragsverhältnisses entschieden. Maßgebend sind die inhaltliche Ausgestaltung und die tatsächliche Durchführung.

Die von Ihnen gemachten Angaben sprechen vielmehr für eine abhängige Beschäftigung. In diesem Falle wäre eine Sozialauswahl vorzunehmen gewesen mit dem Ergebnis, dass die Kollegin ohne Kind vorrangig zu kündigen gewesen wäre.

Sie sollten sich daher an das Arbeitsgericht wenden, dort Kündigungsschutzklage erheben und in dieser Klage auch Ihre Arbeitnehmereigenschaft klären lassen.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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