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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16989
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Eigentümer einer

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Eigentümer einer Dachwohnung in München und habe die Absicht eine kleine Dachterrasse (Dacheinschnitt) einzubauen (Massnahme nach § 22 WEG). Von den 25 Miteigentümern liegen mir 19 schriftliche Zustimmungen vor. Die anderen 6 Eigentümer ignorieren schlichtweg meine Bitte um Zustimmung.

Meine Fragen:

1. Benötige ich hierzu einstimmig die Zustimmung der WEG?
2. Falls ja, wie soll ich weiter vorgehen?

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Mithilfe.

Mit freundlichen Grüßen

Roland
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Würde man die Dachterasse von außen sehen?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke für die Nachfrage. Die Dachterrasse wäre so gut wie gar nicht einsehbar. Nur von einem Fenster in der Nachbarwohnung aus. Dieser Nachbar hat mir aber ohnehin seine Zustimmung erteilt.


Die Brüstungshöhe von 1,20 m wird aus der Dachhaut gebildet, so dass die Dachterrasse von unten gar nicht sichtbar wäre.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die rechtliche Sitution ist so, dass Sie mit dem Einbau einer Dachterasse in die Außenwand eine so genannte „bauliche Veränderung“ am Sondereigentum vornehmen. Die Außenwand Ihrer Wohnung gehört Ihnen nicht allein, sondern allen. Die Veränderung ist insofern maßgeblich, als sich vorher keine Terrasse dort befand und Sie somit ein neues äußeres Bild erschaffen(§ 22 Abs. 1 WEG).

Die Frage, ob eine bauliche Veränderung zustimmungspflichtig ist oder nicht, kann deshalb immer nur sachgerecht beurteilt werden, wenn geklärt ist, ob dem widersprechenden Miteigentümer durch die bauliche Veränderung überhaupt ein Nachteil entsteht oder entstanden ist. Ist dies zu verneinen, ist die bauliche Veränderung schon deshalb nicht zustimmungsbedürftig. Nur wenn ein Nachteil für den widersprechenden Wohnungseigentümer festgestellt ist, stellt sich die weitere Frage, ob der Nachteil über das bei geordnetem Zusammenleben unvermeidliche Maß hinausgeht.

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