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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21576
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo habe ein seehr großes Problem und zwar habe ich im Februar

Kundenfrage

Hallo habe ein seehr großes Problem und zwar habe ich im Februar eine Gerichtsverhandlung gehabt dort wurde ich auf 3 Jahre Bewährung verurteilt und habe 2 Auflagen bekommen ....

1.Auflage :Arbeitsstunden die ich Absolwiert habe ....
2.Auflage :Suchtberatung dort steckt eventuell das Problem drin:
kurz möchte ich dies erläutern:

Das Gericht sagte ich sollte regelmäßig 2 mal im monat an einer Suchtberatung teil nehmen habe dies auch gleich ein paar wochen später im angriff genommen dort bei der Suchtberatung wurde mir folgendes mitgeilt :Sie müssen erst eine Kur machen danach kann man in eine Selbsthilfegruppe gehen bis zum Kurantrag sind es 4Termine mehr ist da nicht möglich vorerst ....Gesagt getan kur antrag wurde abgegeben und genehmigt ...am 30.08.2012 kam ein Schreiben das ich dem Gericht mitteilen solle bis 01.10.2012 auf Weisung mich schriftlich äußern gesagt getan habe es zwar nicht eher geschafft es abzugeben aber ich habe es am 30.09.2012 in den Briefkasten gesteckt ...Heute 06.10.2012 kam ein schreiben das jetzt das Gericht mich am 19.10.2012 anhören möchte auf anordnung was geschiet jetzt warum jetzt eine anhörung ..Was kann passieren was kann ich tun ?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die anberaumte gerichtliche Anhörung hat folgenden Hintergrund: Gegen Sie sind bestimmte Auflagen und Weisungen im Rahmen der Strafaussetzung zur Bewährung gerichtlich festgelegt worden.

Soweit Sie nun der zweiten Auflage - Suchtberatung - nicht nachkommen, kann das Gericht grundsätzlich die Strafaussetzung auf der Grundlage des § 56 f Absatz 1 Nr. 3 StGB widerrufen.

Dazu wird es aber in Ihrem Fall nicht kommen: Das Gericht wird hier nämlich nach § 56 f Absatz 2 StGB verfahren.

Nach Absatz 2 des § 56 f StGB gilt:

Das Gericht sieht jedoch von dem Widerruf ab, wenn es ausreicht,
1.
weitere Auflagen oder Weisungen zu erteilen, insbesondere die verurteilte Person einer Bewährungshelferin oder einem Bewährungshelfer zu unterstellen, oder
2.
die Bewährungs- oder Unterstellungszeit zu verlängern.
In den Fällen der Nummer 2 darf die Bewährungszeit nicht um mehr als die Hälfte der zunächst bestimmten Bewährungszeit verlängert werden.

Vor dem Hinrtergrund der Tatsache, dass einer Suchtberatung nach Auskunft der Fachleute erst nach Absolvierung einer vorausgehenden Kur erfolgen kann, wird das Gericht seine Auflagen entsprechend ändern. Es wird festlegen, dass Sie zunächst die empfohlene Kur abzuleisten haben und anschließend in die Suchtberatung gehen müssen.

Um diesen neuen Auflagenbeschluss zu fassen, müssen Sie aber als Betroffener angehört werden.

Sie können daher ganz unbesorgt sein: Es droht Ihnen hier keinesfalls der Widrruf der Bewährung. Vielmehr geht es nur darum, die gerichtlichen Auflagen der neuen Situatioin - Notwendigkeit einer Kur - anzupassen.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Bei der ganzen Sache habe ich Trotzdem ein ungutes Gefühl im Bauch das sie die Bewährung trotzdem wiederufen...einen bewährungshelfer habe ich ja aber der kümmert sich auch nicht wirklich um irgendwas

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Sie können hier ganz beruhigt sein: Ein Bewährungswiderruf würde Ihnen nur dann drohen, wenn Sie auch gegen die Bewährungsauflagen verstoßen hätten.

Das ist aber nicht der Fall, denn an der Suchtberatung können Sie ja nach der klaren Aussage der Fachleute erst teilnehmen, wenn Sie die Kur hinter sich haben. Daran ist aber auch das Gericht gebunden, weshalb es einen neuen Auflagenbeschluss fassen muss.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

weil straftaten habe ich nicht begangen was ich auch nicht vorhabe!



denn polizei anhörung und so habe ich auch nicht bekommen und auch keine weiteren anklageschriften !!!



die angst ist eben doch sehr groß !kann man dort den pflichtverteiger den ich damals bekommen habe mitnehmen oder dies bei der Bewährungshelferin befragen ob diese mit geht?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wenden Sie sich bitte gleich zu Beginn der Woche an Ihre Bewährungshelferin. Diese ist verpflichtet, Ihnen hier zur Seite zu stehen und Sie gegebenenfalls auch zu der Anhörung zu begleiten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

ich hoffe und würde mich freuen wenn ihre aussage das die bewährung nicht wiederufen wird freuen '?!denn das ist wie gesagt meine größte angst derzeit....


 


also nochmals sie denken also nicht das die Bewährung wiederrufen wird?=

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Nein, Sie können hier wirklich unbesorgt sein: Ein Bewährungswiderruf setzt voraus, dass Sie gegen die Auflagen verstoßen hätten. Dafür, dass Sie nun - entgegen der gerichtlichen Auflage - zunächst in die Kur müssen, können Sie ja nichts. Dies ist ja die eindeutige Entscheidung der Suchtberatung.

Daher haben Sie sich auch nichts zuschulden kommen lassen, so dass die Bewährung auch nicht widerrufen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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