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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2918
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Thema Horrorrechnung I-Phone Nutzung im Ausland:Meine Frau

Kundenfrage

Thema Horrorrechnung I-Phone Nutzung im Ausland: Meine Frau (Russin) (44 Jahre) hat bei E-Plus eine Vertragsverlängerung gemacht. Zusätzlich hat Sie von E-Plus ein I-phone 4 gemietet. Zusätzlich hat Sie eine Internet-Flat für Deutschland abgeschlossen. Einige Wochen danach ist Sie zu Ihrem kranken Vater nach Novosibirsk (Russland) geflogen. Sie hat das Handy wenig zum telefonieren benützt, aber die E-Mail abgerufen. Eine russische Verwandte hat ihr Fotos zugesendet. Ein weiterer Fehler war wahrscheinlich, dass Sie das Skype Program in Russland aktualisiert hatte, um „Kosten“ zu sparen. Nach ca. 5 Tagen war das Handy gesperrt! Die Quittung: € 3.500.—Kosten!!! Für uns eines Katastrophe! Sie verdient ca. € 1400.--. Ich bin 62 Jahre und zu 70% Schwerbehindert, verdiene als Selbstständiger Technischer Berater ca. € 500. —bis 1000. — dazu (Vermögen oder Ersparnisse haben wir leider nicht! Bei der Lieferung des Handys hat Sie keinen Hinweis bzw. Warnung bekommen, dass mit diesem internetfähigen Handy bei Benutzung im Ausland leicht Horrorrechnungten entstehen können. Beim Grenzübertritt hat Sie ein MS erhalten was unter Anderem die anfallenden Kosen und folgenden Text: „…bei der mobilen Datennutzung in Ihrem Reiseland steht Ihnen ein voreingestelltes Kostenlimit für Datenroaming derzeit nicht zur Verfügung.“. Dies war eine reine Information und keine „Warnung“ Der erste Satz Datensatz mit Fotos mit ca. 25MB wurde am 19.8.12 abgerufen Der zweite Datensatz mit ca. 100MB war am 20.8.12 über 22 Std. danach. Der dritte Datensatz mit ca. 78 MB war am 20.8.12 über 27 Std nach dem ersten Datensatz Der vierte Datensatz mit ca. 21 MB war am 20.8.12 über 30 Std. nach dem ersten Datensatz Danach würde die Verbindung ohne Information unterbrochen. Ich, Joachim Seidl, war noch zu Hause und bin von meiner Frau informiert worden, dass das neue Handy nicht mehr funktioniert. Bei einer telefonischen Nachfrage bei E-Plus wurde mir nach ca. 5 Minuten Nachfrage mitgeteilt, das extrem hohe Kosten angefallen sind und deswegen die Verbindung unterbrochen wurde. Welche Möglichkeiten haben meine Frau/Wir uns zu wehren? mfG O.S. 

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

wenn das Handy weiter in Betrieb bleiben soll, sollte der Betrag unter Vorbehalt (dies eindeutig nachweisbar (Einschreiben/Rückschein oder per Fax mit verkleinerter 1. Seite auf dem Sendebeleg) E-Plus mitteilen.

 

Ansonsten nicht zahlen und sich verklagen lassen.

Es besteht Rechtssprechung, dass bei Flatratekunden bei übermäßigen Kosten gewanrt und gesperrt werden muss.

 

Das Gesamtprozessrisiko für die 1. Instanz dürfte bei um 1800 Euro liegen (zusätzlich zur Forderung von 3500 Euro).

 

Ein Rechtsstreit wäre deshalb mit einem erheblichen Risiko verbunden, da im vorliegenden Fall E-Plus ev. vortragen wird, dass die erst zeitverzögert über den russischen Provider von den anfallenden Kosten erfahren haben und dann sofort gesperrt habe. Ihre Chance besteht dann nur noch darin, wenn das Gericht der Meinung ist, dass E-Plus im Rahmen einer Nebenpflicht entsprechend organisatorisch sicherstellen muss, dass der Roamingpartner ausreichend zeitnah abrechnet. In Ihrem Fall hat es immerhin über eine Woche bis zur Sperrung gedauert.

 

Zu berücksichtigen ist wohl auch, dass auf das fehlende Kostenlimit noch per SMS hingewiesen wurde. Es wird also darauf ankommen, wie die konkrete Abrechnungssituation in Russland ist und was E-Plus dazu vorträgt.

 

Hier z.B. ein typisches Urteil. In dem Sachverhalt war aber keinerlei Hinweis über die Preise ergangen und dass ein Kostenlimit nicht zur Verfügung steht.

 

http://openjur.de/u/270388.html

 

Wenn Sie das Geld unter Vorbehalt zahlen, müssen Sie selbst klagen und Prozesskosten entsprechend auslegen.

 

Sollten Sie das Prozessrisiko scheuen, solte in jedem Fall eine großzügige Ratenzahlungsvereinbarung mit E-Plus möglich sein.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.
Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nämlich verboten.


Mit freundlichen Grüßen