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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26369
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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RASchiessl ist jetzt online.

In 1974 habe ich mein Grundstück erworben und ein Eigenheim

Kundenfrage

In 1974 habe ich mein Grundstück erworben und ein Eigenheim errichtet, Etwa zwei Jahre später beabsichtigte ich mit dem Nachbarn zusammen einen Zaun zu errichten. Dieser lehnte dies ab und errichtet auf seiner Seite eine Legusterhecke, die inzwischen teilweise über zwei Meter hoch ist. Die Hecke wurde vom Nachbarn auch auf unserer Seite, nach Aufforderung von mir, geschnitten. Jetzt teilte er mir mit, ich solle ihm die Genehmigung geben, dass er die Hecke entfernen kann um einen Zaun zu errichten. Ich möchte dem nicht zustimmen, da ich ca. 30 Jahre gegen die grüne Mauer geschaut habe, kann ich dies auch noch in meinem Alter (73 Jahre).
Frage: Muß ich dem zustimmen? Muß ich mich bei einem später zu errichtenden Zaun beteiligen? Das möchte ich allerdings nicht!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

In welchem Bundesland leben Sie?

Soll der Zaun auf der Grundstücksgrenze errichtet werden?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Mein Bundesland Hessen.


 


zur zweiten Frage: Darüber wurde bisher keine Angabe gemacht. Ich für meine Person möchte keinen Zaun auf der Grundstücksgrenze; mir ist wie schon erwähnt, die Hecke kein Dorn im Auge.


Ich habe in vorangegangenen Text vergessen Ihnen mitzuteilen, dass der Nachbar beim letzten Hecke schneiden auf meiner Seite nicht geschnitten hat.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX freundliche Ergänzung.

In Hessen besteht auf Verlangen des Nachbarn eine Einfriedungspflicht für bebaute oder gewerblich genutzte Grundstücke in Innenortslage.

Nach §§ 17 und 18 des hessischen Nachbarschaftsgesetzes müssen die Errichtung und die Unterhaltung des Grenzzaunes von beiden Nachbarn anteilig getragen werden.

Die Besonderheit in Ihrem Falle ist jedoch, dass mit der bestehenden Hecke eine Einfriedung vorhanden ist.

Deshalb kann Ihr Nachbar die Beseitigung oder Abänderung einer bereits vorhandenen Einfriedung dann verlangen, wenn sich nur unter dieser Voraussetzung der nachbarrechtliche Anspruch auf eine ortsübliche Einfriedung verwirklichen lässt.

Hecken stellen jedoch fast überall eine ortsübliche Art der Einfriedung dar und ich gehe davon aus, dass es sich auch bei Ihnen nicht anders verhält.

Es besteht daher kein Anspruch Ihres Nachbarn dahingehend die Hecke zu beseitigen und Sie an der Neuerrichtung eines Grenzzauns finanziell zu beteiligen.

Aus diesem Grund können Sie die Zustimmung zur Beseitigung der Hecke verweigern und müssen sich auch nicht an einem Grenzzaun finanziell beteiligen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Zu der mir übermittelten Antwort habe ich noch eine weitere Frage, die nicht ausführlich beantwortet worden ist. Bin ich verpflichtet die Hecke auf meiner Seite zu schneiden und sauberzuhalten, denn die Hecke steht überwiegend bei dem Nachbarn. Wir haben sie ja nicht gesetzt. Bisher wurde sie vom Nachbarn auch auf unserer Seite geschnitten und das Schnittgut entsorgt. Das im Laufe des Jahres in der Hecke wachsende Unkraut wurde, wenn der Anblick zu schlimm war, von meiner Frau entfernt. Beim letzten Schnitt hat der Nachbar unsere Seite außer acht gelassen.

Ist der Nachbar für das Schnittgut auf unserer Seite verpflichtet zu entfernen, denn oft wurde nur das Grobe entfernt. Darf man dies dem Nachbarn auf das Grundstück werfen?

 

Darf der Nachbar ungefragt auf unser Grundstück gehen, denn die Hecke wurde meist dann geschnitten wenn wir nicht zu Hause waren.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage:

Nein, sind Sie eindeutig nicht. Sie müssen die Hecke weder schneiden noch sauber halten

Für die Pflege der Hecke ist Ihr Nachbar zuständig. Soweit dieser die Hecke allerdings nicht von seinem Grundstück aus schneiden kann, müssen Sie ihm nach einer 2 wöchigen Anmeldefrist Zugang zu Ihrem Grundstück gewähren.

Soweit Schnittgut auf Ihr Grundstück fällt muss Ihr Nachbar dieses entfernen.

Sie dürfen allerdings nicht das Schnittgut einfach auf das Nachbargrundstück werfen, sondern müssen den Nachbarn auffordern dies zu beseitigen. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach so können Sie dies selbst beseitigen oder beseitigen lassen und dem Nachbarn dafür die entstandenen Kosten in Rechnung stellen.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt




Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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