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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6152
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Hallo die Damen und Herren, ich habe heute morgen ein Auto

Kundenfrage

Hallo die Damen und Herren,

ich habe heute morgen ein Auto verkauft und bin dabei offensichtlich gelinkt worden:
09:25 Uhr Anruf Interessent A; hat weniger als gefordert geboten, wollte noch Bilder haben
09:30 Uhr Anruf Interessent B
09:40 Uhr eMail Interessent B nimmt das Auto zum geforderten Preis
09:45 Uhr eMail von mir, dass das so in Ordnung geht
09:51 Uhr Anruf Interessent A; Auskunft Auto verkauft; Er wollte das Auto aber unbedingt !
09:52 Uhr Anruf 'Unbekannt' das Auto wäre ihm zu teuer, er wollte es doch nicht
09:57 Uhr eMail an Interessent B er solle mir die Absage bestätigen
09:54 Uhr erneuter Anruf Interessent A; ich teilte ihm mit das Auto wäre wieder zu haben
ca. 11:00 Uhr Interessent A da; Kaufvertrag über vereinbarten Preis unterschrieben
ca. 13:00 Uhr Interessent B hat eMail gelesen und pocht auf die vertragliche Vereinbarung

Im Prinzip habe ich jetzt das Auto 2x verkauft.
Was kann ich tun.
Vermutlich wurde die Absage von Interessent A getürkt.

B habe ich den Verkauf per eMail und A den Verkauf per Vertrag bestätigt.

Mit freundlichen Grüßen XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

nach Ihrer Schilderung sind in der Tat zwei Kaufverträge zustande gekommen, so dass Sie das Auto zwei mal liefern müssten, was nicht möglich ist. Da der erste Kauf bereits wirksam war, können Sie das Fahrzeug dem zweiten Käufer Anicht liefern, womit Sie sich diesem gegenüber schadensersatzpflichtig machen.

Es bestünde die Möglichkeit, könnten Sie sich von dem A Vertrag durch Anfechtung wegen wegen Irrtums lösen. Die Schadensersatzpflicht entfällt damit jedoch nicht.

der Schaden bestünde darin, wenn sich der Interessent A kein vergleichbares Fahrzeug zum selben Preis kaufen kann (also wenn der Kauf mit Ihnen ein Schnäppchen gewesen wäre). Müsste er also mehr zahlen, wäre die Differenz zwischen dem kaufpreis mit Ihnen und dem neuen Verkäufer der Schaden.
Möglich sind jedoch Schadenserstazansprüche aus anderen Gründen, die im Zusammenhang mit dem Fahrzeugkauf stehen (z.B. Buchung einer fahrkarte, um das Fahrzeug abzuholen u,.ä.). Die Beweispflicht für den Schaden liwgt allerdings beim Geschädigten.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Bei Unklarheiten stellen Sie bitte beliebig oft Nachfragen. Stellen Sie Ihre Rückfragen bitte nicht über die Smilies, sondern „dem Experten“ antworten. Halten Sie die Frage für nicht beantwortet, fragen Sie bitte beliebig oft nach.

Bestehen keine Nachfragen, bewerten Sie bitte die erteilte Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass


Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

bestehen noch Unklarheiten ? Ansonsten darf ich um Bewertung der Antwort bitten.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Hallo Frau Grass,


 


ich hatte gestern schon eine Nachfrage geschickt, die scheint allerdings, da ich keine Bewertung abgegeben habe, nicht durchgegangen zu sein.


 


Ursache des Problems ist ja der Anruf von 09:52 Uhr (Absage Interessent B) der scheinbar fingiert war.


Interessent A war im vorhergehenden Anruf sehr penetrant und wollte das Fahrzeug unbedingt haben. Ich habe ihm mind. 10 x erklärt, dass das Auto weg ist.


Kurz nach meinem Auflegen kam die oben erwähnte Absage unter unbekannter Rufnummer und auch ohne weitere Identifizierung (Ich hätte besser dort nochmal zur Bestätigung angerufen).


2 Minuten später meldete sich A erneut, obwohl ihm vorher unmissverständlich klar gemacht wurde, dass das Auto verkauft ist.


Mit A kam ca. 1 Stunde später der Vertrag zustande.


 


Inwieweit besteht die Möglichkeit den Vertrag wegen Täuschung anzufechten ? Bei der Telekom habe ich angefragt ob sie mir sagen können aus welcher Region der unterdrückte Anruf kam.


 


Mit freundlichen Grüssen


 


Horst Schmitt


 

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn sich beweisen lassen würde, dass beide "Interessenten" zusammenagierten, um Sie zu "betrügen", dann würde der erste oder gar beide Kaufverträge mangels Bindungswillen nicht wirksam sein.

Auch wäre möglicherweise eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung möglich. Allerdings besteht in beiden geschilderten Varianten das Problem, dass SIE beweispflichtig sind. Ob der Nachweis, woher der unterdrückte Anruf kam (sofern sich dies durch die Telekom ermitteln lässt) genügt ist sehr zweifelhaft. Denn selbst wenn bewiesen wurde, dass beide "Interessenten" aus der selben Region stammen, ist noch kein Nachweis dazu geglückt, dass man bewusst zusammenarbeitet, um Sie "reinzulegen".

Sie könnten aber sich bei der Polizei erkundigen, ob ggf. ähnliche Fälle dort bereits zur Anzeige gekommen sind. Falls dies ein Trick war, haben die Täter diesen mit Sicherheit nicht zum ersten Mal angewendet.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
S. Grass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sehr geehrte Frau Grass,


 


irgendwie reden wir aneinander vorbei.


Die geschilderten Umstände lassen mich lediglich am Verhalten von A zweifeln. B will lediglich das per eMail bestätigte Auto haben.


 


Lassen wir dabei,


 


Gruß Horst Schmitt

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie von einer Person "hinters Licht geführt wurden" dann fechten Sie diesen Vertrag an und stellen zudem Strafanzeige.

Die Anfechtung des Vertrages bewirkt, dass der Käufer das Fahrzeug herausgeben muss.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

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