So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an S. Grass.
S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5903
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
52374836
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
S. Grass ist jetzt online.

Ich habe 1992 eine unbegenzte Bürgschaft für meine GmbH an

Kundenfrage

Ich habe 1992 eine unbegenzte Bürgschaft für meine GmbH an die Sparkasse Gross Umstadt gegeben. Vor 5 Jahren habe ich die GmbH verkauft, auch die Sparkasse zwangsläufig davon in Kenntniss gesetzt. Nun ist die GmbH von der Käuferin zum Konkurs angemeldet worden, 52000 Euro Schaden, den die SPK von mir will. Muss eine GmbH nicht bei einem Minus von 20000 Euro oder einer anderen Schuldsumme Konkurs anmelden. Macht sie sich ansonsten nicht strafbar wegen Konkursverschleppung. Und wenn die Bank dies weiss und nichts unternimmt, ist dies dann auch Beihilfe zur Konkursverschleppung?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Ihre Antwort.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Geschäftsführer einer GmbH muss sofort bei Eintritt der Überschuldung (Verbindlichkeiten übersteigen das Vermögen) oder Zahlungsunfähigkeit (die Zahlungsverpflichtungen können nicht mehr erfüllt werden) Insolvenzantrag stellen. Um beihilfe zu einer Insolvenzverschleppung zu leisten muss die Bank zunächst Kenntnis von der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung haben und es wollen, dass keine Inso beantragt wird. Einen solchen Vorsatz und ggf. auch die Kenntnis der og Voraussetzungen wird man der Bank meist nur schwer nachweisen können.

Ihre Bürgschaft hingegen ist durch den Verkauf der GmbH nicht unwirksam oder gegenstandslos geworden. Sie bleiebt also bestehen, unabhängig davon, ob die bank wusste, dass Sie verkauft haben oder nicht. Anders wäre es nur, wenn die Bürgschaft damals gelöscht wurde, was offensichtlich nicht erfolgte. Somit besteht leider die Haftung gegenüber der Sparkasse weiter. Sollte es sich nicht um eine sog. selbstschuldnerische Bürgschaft (SB) handeln, können Sie zunächst verlangen, dass sich die Spaka bei der GmbH schadlos hält. Sollte dies feghlschlagen oder eine SB vorliegen, würde die Bank die geschuldete Summe leider zu Recht verlangen.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Bei Unklarheiten stellen Sie bitte beliebig oft Nachfragen. Stellen Sie Ihre Rückfragen bitte nicht über die Smilies, sondern „dem Experten“ antworten. Halten Sie die Frage für nicht beantwortet, fragen Sie bitte beliebig oft nach.

Bestehen keine Nachfragen, bewerten Sie bitte die erteilte Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

S. Grass und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Grass -


 


kann ich die verantwortliche Geschäftsführerin für das Fiasko verantwortlich machen?


Oder ist sie trotz ihres Verschuldens immun da es sich um eine GmbH handelt?


 


Mit freundlichen Grüssen


Michael Lohse


 

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es gibt die sog. Insolvenzverschleppungshaftung. hat also der Geschäftsführer tatsächlich eine Insolvenzverschleppung begangen, entsteht ein unmittelbarer Anspruch der Gesellschaftsgläubiger gegen den Geschäftsführer.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz