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Rain Nitschke
Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1457
Erfahrung:  Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
49776616
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Rain Nitschke ist jetzt online.

Ich wurde wegen 2 maliger Trunkenheitsfahrt zu 2500.- E und

Kundenfrage

Ich wurde wegen 2 maliger Trunkenheitsfahrt zu 2500.- E und zu einer 7 monatigen
Haftstrafe mit Bewährung auf 3 Jahre verurteilt .
Bei der 2. Fahrt hat mich eine Privatperson angezeigt, die im Pkw hinter mir gefahren ist.
Laut Aussage soll ich einen am Straßenrand geparkten Pkw touchiert haben, was ich nicht
bemerkt habe.
Die Polizei hat hinterher festgestell das an dem geparkten Pkw keine Spuren festzustellen
waren.
Dennoch wurde ich noch in der Nacht - ich war schon im Bett - von der in mein Haus eindringenden Polizei aufgefordert, unverzüglich mit zur Wache zu kommen, dort folgte dann das übliche Prozedere.
Ich habe noch 4 Tage Zeit, Rechtsmittel einzulegen, bin mir aber über den Erfolg nicht
sicher. Ab dem Zeitpunkt der Berührung galt meine Fahrt als vorsätzliche Trunkenheit.
Tatsache ist, daß ich die " Berührung " nicht wahrgenommen habe !
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

INFO ANFRAGE

Sehr geehrter Ratsuchender,

welchen Beweise liegen wegen der 2. Trunkenheitsfahrt vor? Gab es eine Alkoholkontrolle mit positiven Wert?

Wurden Sie auch wegen Unfallflucht verurteilt?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Es gab keine Verurteilung wegen Unfallflucht, der Pkw, den ich gestreift haben soll ist ohne Schaden, allerdings habe ich meinen rechten Seitenspiegel dabei - was der Zeuge zu meinen Ungunsten ausgesagt hat - verloren, der aber ! sehr locker ! in seiner Halterung gesessen ist. Meine Tochter hatte ihn zuvor verloren, und ich habe ihn nur


provisorisch angesteckt.


 


Die Alkkontrolle war positiv, ich habe diese Fahrt nie bestritten, habe aber


die angebliche " Kollision " nicht bemerkt, ich bin behindert (" G " ) und


habe außerdem im Bescheid eine Schwerhörigkeit auf beiden Ohren


von 50 % und war ohne Hörbrille unterwegs .

Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

Also sind Sie wegen Trunkenheit im Verkehr und wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verurteilt worden? Insofern wäre das Strafmaß zwar recht hoch, aber dennoch nicht unbedingt zu beanstanden. Etwas genaues kann aber eigentlich nur gesagt werden, wenn der komplette Akteninhalt bekannt ist. Daher kann ich meine Einschätzung auch nur auf Grund der von Ihnen gelieferten Informationen abgeben.

 

Denn wenn Sie wegen der Unfallflucht nicht verurteilt wurden, dann dürfte sich die vermeintliche "Kollision" nicht auf das Strafmaß ausgewirkt haben. Offensichtlich konnte man Ihnen die Unfallflucht (Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort) nicht nachweisen. Oder wurden Sie wegen der Kollision "Gefährlichen Eingriffs in Straßenverkehr" verurteil? Dieser Tatbestand wäre zumindest noch denkbar.

Könnten Sie bitte konkret die Straftatbestände mitteilen, zu denen Sie letztendlich verurteilt wurden?

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke

Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich wurde wegen 2 maliger Trunkenheit im Straßenverkehr verurteilt.


Es gab K e i n e Verurteilung wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.


Nach der " Kollision " wurde meine Trunkenheitsfahrt allerdings als


vorsätzlich beurteilt


Ich bestreite die Vorsätzlichkeit, da ich die Kollision nicht bemerkte -


Ich habe eine mittelschwere Schwerhörigkeit, die amtlich festgestellt wurde


und hatte an diesem Tag meine Hörbrille nicht auf !

Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

wenn Sie "nur" wegen der Trunkenheitsfahrt (en) verurteilt wurden, dann hat die Kollision eigentlich nicht viel damit zu tun. Der Vorsatz bezieht sich darauf, dass Sie mit einem Auto gefahren sind, obwohl Sie wussten, dass Sie Alkohol getrunken haben und daher das Auto nicht hätten fahren dürfen. Bei Vorsatz reicht im Übrigen aus, dass Sie billigend in Kauf genommen haben, dass Sie das Auto infolge des Alkoholgenusses nicht sicher führen konnten.

 

Der genau Tatbestand lautet ja:

 

Wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, (...)

 

Das Strafmaß ist dabei ein Jahr oder Geldstrafe. Die Freiheitsstrafe (zur Bewährung ausgesetzt) ist für einen Ersttäter schon Recht hoch -Sie sind doch Ersttäter??? Es käme jedoch auf den genauen Wortlaut des Urteils an, um zu entscheiden, ob die Höhe der Strafe überprüft werden muss /kann.

 

Sie haben jedoch die Möglichkeit, aus Fristgründen zunächst selbst Rechtsmittel einzulegen und die Angelenheit einem Kollegen vor Ort zu übergeben, der sich noch einmal die komplette Akte nebst Urteil anfordern kann. Sollte dieser aufgrund des Akteninhaltes zu dem Entschluss kommen, dass eine Revision keine Aussicht auf Erfolg hat, kann das Rechtsmittel zurückgenommen werden.



Sollten weitere Fragen bestehen
oder die Antwort noch nicht den Kern Ihrer Frage trifft, nutzen Sie bitte vor
einer möglichen negativen Bewertung zunächst die Nachfragefunktion (=
"Frage an den Experten stellen" ).


Kostenlose Rechts/ und
Steuerberatung ist in Deutschland gesetzlich nicht gestattet, daher bitte ich,
auch dann eine positive Bewertung vorzunehmen, wenn die Frage zwar beantwortet
wurde, die Antwort aber aus rechtlichen Gründen leider nicht zufriedenstellen
ist. Vielen Dank!



Mit freundlichen Grüßen,



K.Nitschke

Rechtsanwältin



Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

wenn Sie "nur" wegen der Trunkenheitsfahrt (en) verurteilt wurden, dann hat die Kollision eigentlich nicht viel damit zu tun. Der Vorsatz bezieht sich darauf, dass Sie mit einem Auto gefahren sind, obwohl Sie wussten, dass Sie Alkohol getrunken haben und daher das Auto nicht hätten fahren dürfen. Bei Vorsatz reicht im Übrigen aus, dass Sie billigend in Kauf genommen haben, dass Sie das Auto infolge des Alkoholgenusses nicht sicher führen konnten.

 

Der genau Tatbestand lautet ja:

Wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, (...)

 

Das Strafmaß ist dabei ein Jahr oder Geldstrafe. Die Freiheitsstrafe (zur Bewährung ausgesetzt) ist für einen Ersttäter schon Recht hoch -Sie sind doch Ersttäter??? Es käme jedoch auf den genauen Wortlaut des Urteils an, um zu entscheiden, ob die Höhe der Strafe überprüft werden muss /kann.

 

Sie haben jedoch die Möglichkeit, aus Fristgründen zunächst selbst Rechtsmittel einzulegen und die Angelenheit einem Kollegen vor Ort zu übergeben, der sich noch einmal die komplette Akte nebst Urteil anfordern kann. Sollte dieser aufgrund des Akteninhaltes zu dem Entschluss kommen, dass eine Revision keine Aussicht auf Erfolg hat, kann das Rechtsmittel zurückgenommen werden.

 

Sollten weitere Fragen bestehen
oder die Antwort noch nicht den Kern Ihrer Frage trifft, nutzen Sie bitte vor
einer möglichen negativen Bewertung zunächst die Nachfragefunktion (=
"Frage an den Experten stellen" ).

Kostenlose Rechts/ und
Steuerberatung ist in Deutschland gesetzlich nicht gestattet, daher bitte ich,auch dann eine positive Bewertung vorzunehmen, wenn die Frage zwar beantwortet
wurde, die Antwort aber aus rechtlichen Gründen leider nicht zufriedenstellen
ist. Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke

Rechtsanwältin