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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Mein Sohn (Schüler) ist im Laufe von 2 Jahren 4x beim Schwarzfahren

Kundenfrage

Mein Sohn (Schüler) ist im Laufe von 2 Jahren 4x beim Schwarzfahren erwischt worden, er war zu den Zeitpunkten 18 und 19 Jahre alt. Jetzt wurde ihm vom Polizeipräsidium eine "Schriftliche Äusserung als Beschuldigter" zum Vorwurf der Strafsache nach § 265 a zugestellt. Frage nun: Lohnt es, hier direkt die Anerkennung einer Geldstrafe zur Einstellung des Verfahrens abzugeben, sollte man eine Vernehmung bei der Polizei anmerken, und ist ein Anwalt als Vertretung hier unbedingt vonnöten? Mein Sohn ist hier zum erstenmal in einer Strafsache unterwegs. Die Geldstrafen der Stadtwerke über 40€ wurden bezahlt. Was sollte in der Äusserung auf jeden Fall stehen und wirkt für ihn positiv? Das Schwarzfahren unumwunden zugeben und Reue zeigen, oder auf Fakten beschränken?...Zuletzt, was kann man in seinem Fall für ein Strafmass erwarten? Kann bei ihm als Ersttäter ohne "Vorleben" mit einer Verfahrenseinstellung gegen Geldbusse gerechnet werden?....Schon mal danke XXXXX XXXXX Anwort!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Sohn muss sich als Beschuldigter nicht im Strafverfahren äußern.

Wenn die Sachlage klar ist und der Sohn geständig ist, kann es zu einer Einstellung gegen Weisungen oder Auflagen kommen, §§ 45, 10 JGG, 153 StPO. Angesichts der klaren Sachlage wäre dieses Verfahren auch zu empfehlen, einen RA braucht der Sohn nicht zwingend. Wenn der Sohn Angaben macht, sollte er sagen, dass er schwarz gefahren sei, weil Ihm die finanziellen Mittel für die Karte gerade gefehlt haben. Bei dem Sachverhalt ist davon auszugehen, dass es zu keiner Hauptverhandlung kommen wird, wenn der Sohn sich geständig zeigt und im Verfahren keine weiter Arbeit verursacht. Als Auflagen, die verhangen werden, wenn es zur Einstellung kommt, ist ein Geldbetrag möglich. Wieviel das ist, kann schwer prognostiziert werden, weil das von StA zu StA unterschiedlich ist. Der Sohn sollte im Bereich bis 200,- Euro kalkulieren, mehr ist eher unwahrscheinlich, weniger wahrscheinlicher.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


...danke erstmal....sollte er also auf der "Schriftlichen Äusserung" nichts ankreuzen und auch keine Stellungnahme abgeben und stattdessen im der von der Polizei vorgegebenen Abgabefrist nur sich persönlich mündlich bei der Polizei äussern?

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

das kann Ihr Sohn machen wie er möchte. Empfehlen würde ich die schriftliche Äußerung, weil sich hier der Sohn nicht zu fragen äußern muss und von daher nicht die Möglichkeit hat, sich mit unbedachten Antworten mehr zu belasten, als nötig ist. Ihr Sohn kann sich aber auch mündlich äußern, wenn er das möchte.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


...sry...möchte nur ganz sicher gehn...also am besten nur vorne " ich möchte mich äussern" ankreuzen und hinten Stellungnahme anhängen. Punkte wie "Geldbusse akzeptieren" oder auch Punkt "Ich gebe die Straftaten zu" nicht ankreuzen!?

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

den Punkt "ich möchte mich äußern" ankreuzen, auch, dass die Tat zugegeben wird.

Im Übrigen sollte der Sohn noch etwas zu den Beweggründen schreiben (etwa gerade kein Geld gehabt, aber einen wichtigen Termin o. ä.). Ich Sohn sollte gleich dazuschreiben, dass er mit einer Einstellung, ggf. gegen Auflagen, einverstanden wäre. Wenn der Sohn gerade eine Ausbildung macht oder eine Stelle in Aussicht hat, sollte er das auch dazu schreiben.