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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2949
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Ich bin Hartz4 Empfänger. Meine Vermieterin ist verstorben

Beantwortete Frage:

Ich bin Hartz4 Empfänger. Meine Vermieterin ist verstorben und alle Erben vor mir haben verzichtet, so dass ich es richtig testamentarisch geerbt habe. Der Kaufpreis des Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung (meine bisher gemietete) und Grundstück lag bei ca. 15.000 EUR (etwa im Jahr 2009). Nur nebenbei, es ist wirklich nicht mehr wert. Vorher hatte ich Miete gezahlt. Ich habe es ordnungsgemäß dem Arbeitsamt gemeldet. Es ist mir aber alles zuviel. Ich möchte lieber wieder nur zur Miete wohnen. Da habe ich nicht die ganzen Rennereien, und Abrechnungen und Steuern, sondern bezahle nur Miete und gut ist. Kann ich das Haus für 9.000 EUR verkaufen, ohne dass ich Scherereien bekomme? Ich habe doch einen Freibetrag von knapp 10.000 EUR, da ich doch 1963 geboren bin. Muss ich von dem Geld leben oder bekomme ich weiter meine Leistungen? Da könnte ich gleich noch ein paar Schulden abbezahlen.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn Sie im laufenden ALG II Bezug gelten nicht die Vermögensfreibeträge gem. § 12 SGB II.

 

Der Erlös aus dem Hausverkauf wäre Einkommen gem. § 11 SGB II, dass dann über die nächsten Monate auf Ihr ALG II angerechnet wird, vgl. § 11 III SGB II.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__11.html

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.
Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nämlich verboten.


Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Auch wenn ich damit Schulden aus dem Erbe decke?

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn Sie den Erlös zur Deckung der Schulden aus dem gleichen (!) Erbe decken, ist das i.O.

 

Sie sollten das Haus aber nicht vorschnell unter Wert verkaufen. Beauftragen Sie ggf. einen Makler, um einen realistischen Preis zu erlangen. So haben Sie auch deren Einschätzung an der Hand und können den Verkaufspreis vor dem Jobcenter notfalls rechtfertigen. Das Problem ist nämlich, dass nach dem SGB II Ihnen im Moment des Erbfalles schon der Wert des Erbes zufließt. Wenn Sie dann das Haus signifikant unter Wert verkaufen, kann sich das Jobcenter ggf. erfolgreich auf den Standpunkt stellen, Ihnen wäre ja ein viel größerer Wert zugeflossen mit der Folge, dass Ihnen dann Geld angerechnet wird, was Sie gar nicht haben.

 

Gruß

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