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hsvrechtsanwaelte
hsvrechtsanwaelte, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1738
Erfahrung:  Mitglied der ARGE Verwaltungsrecht im DAV
61407990
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hsvrechtsanwaelte ist jetzt online.

Ich habe einen kampfhund. Bisher wohnten wir in thuringen wo

Beantwortete Frage:

Ich habe einen kampfhund. Bisher wohnten wir in thuringen wo ich alle gesetzlichen Auflagen erfüllte und eine normale Steuer von 65 Euro zählte. Nun sind wir arbeitsbedingt nach Hessen umgezogen und haben uns ein Haus gekauft. Meine Auflagen werden hier nicht anerkannt und ich soll 600 Euro hundesteuer zählen. Meine Frage : habe ich eine Möglichkeit dagegen vor zugehen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Die Höhe der Hundesteuer variiert zunächst in den Landkreisen und kreisfreien Städten des Bundeslandes Hessen, eine jeweilige Hundesteuersatzung wird in Hessen also kommunal unterschiedlich geregelt.

Daher ist die Höhe der Hundesteuer, die Hundehalter in Hessen einmal im Jahr entrichten müssen, von der jeweiligen Gemeinde abhängig, in der Sie wohnen. Für die drei größten kreisfreien Städte in Hessen gelten derzeit nach meiner Recherche folgende Hundesteuersätze:

- Hundesteuer in Frankfurt am Main:

90 Euro für jeden ersten Hund, 180 Euro für jeden weiteren Hund und für gefährliche Hunde 900 Euro

- Hundesteuer in Wiesbaden:

75 Euro je Hund, 151 Euro für jeden weiteren Hund

- Hundesteuer in Kassel:

90 Euro je Hund, 150 Euro für jeden weiteren Hund

Das ist durchaus üblich und nach meiner Recherche auch grundsätzlich rechtens:

Eine Gemeinde, die “Kampfhunde” wegen ihrer potenziellen Gefährlichkeit erhöht besteuern will, darf auf die Rasseliste in landesrechtlichen Regelungen zur Gefahrenabwehr zurückgreifen, wenn es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass die zugrunde liegenden Erkenntnisse offensichtlich überholt sind (so z. B. für Baden-Württemberg: Urteil vom 26. März 2009 – 2 S 1619/08).

Entscheidend ist die Einstufung als "gefährlicher Hund" (die für einen sachlichen Grund für eine unterschiedliche steuerliche Behandlung sorgt), wobei da die Hundegesetze der Länder leicht unterschiedlich sein können.

Sie sollten diese aber unbedingt weiter juristisch prüfen lassen, da immerhin in Thüringen Ihr Hund wohl anders, also als nicht gefährlich, behandelt worden und damit normal besteuert worden ist. Dieses ist ein gewichtiger Umstand und mach weitere rechtliche Schritte sinnvoll, zumindest ein juristisches Gutachten.

Dieses kann leider nicht im Rahmen einer reinen Erstberatung wie hier geklärt werden, vielen Dank XXXXX XXXXX Verständnis.

Legen Sie fristgerecht Rechtsmittel gegen einen Abgabenbescheid ein.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Bewertung meiner Antwort.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung – diese sind kostenlos. Stellen Sie diese nach Möglichkeit vor einer Bewertung.
hsvrechtsanwaelte und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen dank für die schnelle Antwort ich werde mich um ein einen Anwalt bemühen und mich erkundigen was ein Gutachten kostet und wo ich das her bekomme.
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern geschehen und viel Erfolg.