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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Situation: ich habe letzte woche ein Pferd annonciert, es

Kundenfrage

Situation:
ich habe letzte woche ein Pferd annonciert, es haben sich dann mehrere interssenten gemeldet, einer davon wollte nochmals die erfolgsauskunft, ich schrieb ihm dann per sms er solle bitte die erfolge bei der deutschen reiterlichen vereinigung abgleichen. das pferd wurde von mir als sportpferd annonciert, da es einen chipbefund hat( das stand auch in der anzeige), habe ich es für ein 5 jähriges sportpferd sehr günstig angesetzt (7.500€ mit aktuellen erfolgen). der käufer fragte am telefon über weitere Mängel, dann sagte ich es habe noch 2 hornspalte, die allerdings alt sind und mit denen es bereits seine turniererfolge hatte, ich bat um kommen und ausprobieren und besichtigen. der Käufer wollte aber ohne besichtigung kaufen, allerdings weil er ja ein risiko hatte mit den hornspalten nur für 4000. darauf lies ich mich ein. das Pferd wurde von einem bekannten( jetzt heisst es plötzlich Spedition) abgeholt und besichtigt( dieser bekannte gab an ein freund der familie zu sein und Fachkenntnisse zu besitzen. ich liess mir im auftrag einen vertrag( von mir aufgesetzt) unterzeichnen, der käufer hatte mir gegenüber eine vollmacht ausgesprochen für die unterzeichnung durch den "Bekannten"( auch das vermekte ich im vertrag.
das pferd wurde also übergeben, samt allen papieren, dem vertrag(unterzeichnet von mir und dem "bekannten"), in dem vertrag sind die genauen erfolge ausführlich ausgeführt, und darin steht das der käufer auch die möglichkeit hatte die gesundheitsgeschichte des pferdes mit einer tierklinik abzusprechen, welche im März diesen jahres eine untersuchung gemacht hatte, es wurde im vertrag auch nicht sportpferd sonder pferd geschrieben, unter Ausschluss jeglicher gewährleistung .
das pferde wurde also abgeholt und bezahlt, am folge tag bekam ich einen Anruf, er wolle das pferd nicht es habe aufspalte und wäre nix für den sport, heute habe ich eine brief von seinem anwalt bekommen.
1. wir hätten nur einen mündlichen vertrag( ich hätte den spediteur gezwungen zu unterschreiben) und ich hätte( beim mündlichen vertrag) dabei arglistig verschwiegen das das pferd hornspalte hat( hornspalte sind offensichtlich sichtbar sogar für leien)
2. hätte das pferd nicht genau die erfolge die in der anzeige standen. ( in der anzeige hatte ich geschrieben: springpferde a und l gewonnen und platziert, das gewonnen bezog ich( vielleicht ist das missverständlich, auf den a Bereich), ich habe abe
jetzt meine frage,
3. das opferd wäre mit diesen akuten hornspalten nicht im sport einsetzbar ( attest vom Tierarzt des Käufers)
1.ist es sinnvoll auf den geschriebenen vertrag zu beharren? (bei der unterzeichnung durch die bevollmächtigte person, waren weitere leute anwesend.
2. in wie weit ist ein anzeigetext , der fehlerhaft ist bindend, wenn per sms um selbstständige gegenkontrolle gebeten wurde?
3. sollte der mündliche vertrag in ihren augen nur geltung haben, beim telefonat mit dem käufer war eine bekannte zugegen, die bezeugen könnte das die hufspalte der grund waren warum ich mich habe von 7500€ auf 4000 runterhandeln lassen.
und das ich es nicht für richtig hielt ohne zu besichtigen zu kaufen und für nichts gewährleitung trage.
vorabgeschichte, pferd wurde von mir vor 3 Monaten vom züchter für meine tochter gekauft, die hat aber nach kurzer zeit kein intresse mehr am reiten. diese hufspalte sind sehr alt( ca. 2 Jahre) nach auskunft des Züchters, das pferd wurde dort turniermässig vorgestellt ohne probleme zu haben und hat mit diesen hornspalten auch keine bei uns gehabt.
freue mich auf eine antwort von ihnen
liebe grüsse
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der mündliche Vertrag ist wirksam zustande gekommen.

Die Einwände des Käufers können nicht greifen, denn

1. haben Sie nicht verschwiegen, das Hufspalte vorliegen, dass können Sie mit Zeugen beweisen.

2. Dass das Pferd mit Hornspalten im Sport nicht einsetzbar sei, ist nicht Ihr Problem, nachdem der Käufer in Kenntnis der Hornspalten das Pferd gekauft hat. Wofür er es einsetzen wollte, ist Sache und Motiv des Käufers und nicht Ihre.

3. Die missverständlich Angabe dürfte zum Rücktritt nicht berechtigen. Ebenso wie die Angabe "gewonnen" findet sich die Angabe " platzier". Im Übrigen haben Sie dem Verkäufer mitgeteilt, wo die Erfolge abgeglichen werden können. Von daher hatte der Käufer zumutbar Gelegenheit, sich bei Dritter Stelle über sämtliche Erfolge zu informieren.

Bei der Rechtslage sollen Sie auf den Vertrag bestehen. Es wäre hier Sache des Käufers, sich zu überlegen, ob er Klage erheben wolle. Wenn Sie eine RSV haben, melden Sie den Fall, so dass Sie etwa Kostenschutz für eine mögliche gegen Sie gerichtete Klage erhalten.

Der Käufer müsste beweisen, dass er getäuscht worden sei. Das wird ihm angesichts der Tatsache, dass Sie eine Zeugin dafür haben, dass Sie die Hornspalte erwähnt haben, nicht gelingen können.

Im Übrigen liegt hier ein wirksamer Vertrag vor, auf dessen Erfüllung Sie sich berufen können.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie nach Fragen? Fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, freue ich mich über Ihre positive Bewertung.