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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
61158677
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Hallo, ich bin seit 2 1/2 Jahren geschieden, mein EX Mann ist

Kundenfrage

Hallo, ich bin seit 2 1/2 Jahren geschieden, mein EX Mann ist vor knapp 5 Jahren aus dem gemeinsamen Haus Bj. 2000 ausgezogen. Ich lebe seitdem, mit 2 gemeinsamen Kindern 19,16 und 2 Pflegekindern in dem Haus und trage sämtliche Kosten incl. Kredite alleine. Er will schon seit der Trennung den Verkauf der Immobilie, da er von einem Gewinn ausgeht, ich habe mich bis jetzt geweigert. Der Wert des Hauses entspricht in etwa dem offenen Kreditbetrag. Ich möchte gern in dem Haus bleiben und nicht verkaufen, aber langfristig muß eine Lösung her und ich weiß nicht wie diese Aussehen kann? Mfg
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von Justanswer. Ihre Anfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Über das gemeinsame Vermögen müssen Sie sich tatsächlich mit Ihrem geschiedenen Ehemann verständigen.

Es wäre in Ihrer Situation sinnvoll, ein Verkehrswertgutachten über die Immobilie erstellen zu lassen, so dass man verbindlich ermitteln kann, ob sich ein Überschuss bei der Immobilie ergibt.

Ergibt sich kein Überschuss nach Abzug der Kreditverbindlichkeiten, so können Sie mit Ihrem geschiedenen Ehemann verhandeln, dass Sie seinen Miteigentumsanteil gegen Übernahme der Kreditverbindlichkeit alleine übernehmen.

Sie können Ihren geschiedenen Ehemann hierauf aber nicht verklagen.

Können Sie sich allerdings nicht einigen, so kann Ihr geschiedener Ehemann die Teilungsversteigerung betreiben, was zwar letztendlich wirtschaftlicher Unsinn ist, aber nur so lässt sich zwangsweise das Miteigentum auseinandersetzen.

Wenn die Gespräche zwischen Ihnen zu keinem Ergebnis führen, wäre es sinnvoll eine Anwalt mit der Führung der Verhandlungen zu beauftragen. Es ergeben sich bereits aus der Verhandlungsführung durch eine dritte Person ganz neue Möglichkeiten.


Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch Unklarheiten bestehen. Ich freue mich über eine positive Bewertung von Ihnen, wenn ich Ihre Frage bereits abschließend beantwortet habe.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ein Verkehrswertgutachten habe ich dieses Jahr erstellen lassen, aufgrund mehrerer Wassereinbrüche in den letzten 2 Jahren. Daraus wird deutlich das sich diese Schäden Wertmindernd auswirken und sich kein Überschuss ergibt.


Den Vorschlag seinen Miteigentumsanteil gegen Übernahme der Kreditverbindlichkeit alleine zu übernehmen, hat er abgelehnt, weil er nach wie vor der Meinung ist, es würde beim Verkauf ein Gewinn entstehen.


 

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

hier mangelt es dann offensichtlich an der entsprechenden Einsicht beim geschiedenen Ehegatten.

Wenn die Wasserschäden nicht durch eine Versicherung abgedeckt worden sind, aber dringend der Sanierung bedürfen, können Sie hier Ihren geschiedenen Ehemann für die Sanierungskosten zur Hälfte heranziehen. Vielleicht überdenkt er dann sein Vorhaben.

Alleine der Glaube, die Immobilie zu einem höheren Preis zu verkaufen, bringt ihn ja nicht weiter, denn einen konkreten Käufer hat er ja wohl bislang nicht präsentieren können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Die Wasserschäden sind durch Schichtenwasser entstanden, wir haben selbst gebaut, also kann keine Firma haftbar gemacht werden.


Die Sanierungskosten belaufen sich auf geschätzte 40000€.


Einen Käufer hat er nicht aber einen Makler der von außen geschätzt hat!


Er geht von einer viel zu hohen Verkaufsumme aus und deshalb mangelt es an der entsprechenden Einsicht.


Was kann ich tun? langfristig muß saniert werden sonst wird es an die Bausubstanz gehen. Ich werde die Kosten aber nicht übernehmen und weiterhin schön zahlen und er bleibt im Grundbuch stehen!

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

vielen Dank XXXXX XXXXX weitere Nachricht.

Es bleibt hier nur eins. Sie holen sich Kostenvoranschläge für die Sanierung des Gebäudes ein und fordern Ihren geschiedenen Ehemann auf, die hälftigen Kosten zu übernehmen.

Verweigert er dies, können Sie ihn hierauf verklagen und dann wird die Einsichtsfähigkeit deutlich zunehmen.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Sie hier nicht weiter bezahlen wollen und er profitiert durch seine Eigentümerstellung.

Es wäre hier auch eine genaue Berechnung vorzunehmen. Ihr geschiedener Ehemann haftet für die hälftigen Kreditverbindlichkeiten und sämtliche verbrauchsunabhängigen Kosten für die Immobilie (Grundsteuer, Versicherung etc.)

Ihm steht aber auch eine Nutzungsentschädigung für die Nichtnutzung der Immobilie zu. Die Nutzungsentschädigung bemisst sich nach der hälftigen ortsüblichen Miete für Ihr Objekt. Wenn die Nutzungsentschädigung geringer ist, als die sonstigen Kosten können Sie hier Ihren geschiedenen Ehemann ebenfalls an den Kosten beteiligen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

würde ein Zugewinnausgleich Sinn machen ?

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

für ein Zugewinnausgleichsverfahren wäre tatsächlich Eile geboten, denn der Anspruch auf Durchführung des Zugewinnausgleichs verjährt 3 Jahre nach Rechtskraft der Scheidung.

Zugewinn würde dann Sinn machen, wenn Ihr Ehemann den höheren Zugewinn während der Ehe erwirtschaftet hat und Ihnen zum Ausgleich verpflichtet wäre.

Dies wäre anhand einer Auskunft, die Sie gegenüber Ihrem Ehemann geltend machen müssten, zu prüfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wir hatten beide zu Beginn der Ehe kein Vermögen und der Zugewinn wäre die Immobilie, da ich aber seit nunmehr 5 Jahren die Kredite alleine bediene besteht die Frage ob sich das auf den Zugewinn auswirkt?

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

wenn neben der Immobilie kein Vermögen vorhanden war, dann macht der Zugewinnausgleich keinen Sinn.
Ihre Zahlungen nach Rechtskraft der Scheidung wirken sich nicht auf den Zugewinnausgleich aus.
Diese wären, wie von mir oben beschrieben über den Gesamtschuldnerausgleich unter Berücksichtigung der Nutzungsentschädigung geltend zu machen.
RA_UJSCHWERIN und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Zusammenfassend ist also eine Einigung über die Immobilie, abhängig von der Einsichtigkeit meines EX Mannes über den Sinn eines Verkaufes oder der noch anfallenden Kosten bezüglich Sanierung bzw. Werterhaltung. danke Mfg

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

ja so sieht es aus. Sie können hier nur Druck auf den geschiedenen Ehemann ausüben, in dem Sie ihn an den laufenden Kosten und an den Sanierungskosten beteiligen.