So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Andreas Scholz.
Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Andreas Scholz ist jetzt online.

Betr.: Einkommensuntergrenze nach Privatinsolvenz Sehr geehrte

Kundenfrage

Betr.: Einkommensuntergrenze nach Privatinsolvenz

Sehr geehrte Damen und Herren,
Anfang diesen Jahres musste ich mit meinem Betrieb als "e.K." Insolvenz anmelden. Das Insolvenzverfahren wurde im Mai eröffnet. Betriebsimmobilie, Anlagevermögen und Grundstück befinden sich in der Verwertung bzw. das Grundstück in der Vermarktung.
Nach reiflicher Abwägung haben meine Freundin und ich entschieden nach Süddeutschland umzuziehen, da Sie dort arbeitet und somit ab Juni die Anflug- und Hotelkosten spart.
Ich bin 50 Jahre alt und habe mich, um schnell eine Anstellung zu finden, meinen potentiellen Arbeitgebern von der bevorstehenden Lohnpfändung berichtet, d.h. auch eine Anstellung bekommen, die knapp über der Pfändungsgrenze vergütet wird.
Die Vergütung ist brutto sicherlich niedrig, aber ich wollte eher arbeiten als arbeitslos sein.
Gibt es in meiner Situation eine "Pflicht", nur eine Anstellung anzunehmen, die auch brutto hoch genug vergütet wird?
Dann hätte ich auf dem Arbeitsmarkt nämlich gegen 20 Jahre jüngere Berwerber-/Innen keine Chance, überhaupt Arbeit zu bekommen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX Auskunft
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben während der WVP die Pflicht, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, wenn und in dem Umfang sie sich Ihnen bietet. Wenn Sie keine bessere Anstellung bekommen können - wobei Sie in der Lage sein sollten, Bemühungen danach nachweisen zu können - gereicht es Ihnen nicht zum Nachteil, wenn Sie aktuelle Tätigkeit ausüben. Das kann Ihnen dann nicht vorgeworfen werden.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Scholz,


vielen Dank für Ihre Antwort.


Aus einer Ehe gibt es drei Kinder, welche alle auf der Steuerkarte der von mir geschiedenen Frau stehen, von meiner Frau habe ich mich im Februar 2011getrennt. Bis zur Scheidung (Juni 2012) habe ich seit der Trennung freiwillig Unterhalt gezahlt (gesamt per Tabelle und unstrittig 1.103,-- €); dies war nach der Insolvenz natürlich nicht mehr möglich.


Für die jetzige Verdienstsituation war es für mich und meine Partnerin wichtig, dass wir vom addierten Verdienst unseren Lebensunterhalt bestreiten können und in die Nähe ihres Arbeitgebers gezogen sind; anders wäre es überhaupt nicht gegangen.


Verstehe ich Sie somit richtig, dass mir aus meiner gering vergüteten Beschäftigung keine Nachteile entstehen, was meine Verpflichtungen gegenüber Gläubigern und anderen Unterhaltsforderungen gegenüber betrifft?


Aufgrund von erheblichen Bankschulden und Verpflichtungen gegenüber den Sozialversicherungen würde mir sowieso alles weggepfändet?


 


Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ja, während der Wohlverhaltensperiode wird Ihnen bis zu Pfändungsfreigrenze der Verdienst gepfändet.

Was Ihre Verpflichtung angeht, ergeben diese sich für Sie auch § 295 InsO. Insbesondere heißt es dort zum Einkommen:

"(1) Dem Schuldner obliegt es, während der Laufzeit der Abtretungserklärung
1.
eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben und, wenn er ohne Beschäftigung ist, sich um eine solche zu bemühen und keine zumutbare Tätigkeit abzulehnen;"

Von daher entstehen Ihnen dann keine Nachteile, wenn Sie keine andere Anstellung bekommen.

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,



habe ich Ihre Frage beantwortet? Falls ja, würde es mich freuen, wenn Sie die Antwort gemäß der Bedingung dieser Plattform akzeptieren. Falls Sie noch Fragen haben, fragen Sie nach.