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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Guten Morgen, mein Mann und ich haben uns im Mai 2012 getrennt.

Kundenfrage

Guten Morgen,

mein Mann und ich haben uns im Mai 2012 getrennt. Wir haben zwei Kinder, 11 und 7 Jahre alt. Das Nettoeinkommen meines Mannes beträgt ca. 10.000,--. Wie hoch ist die Unterhaltszahlung meines Mannes im Falle einer Scheidung. Habe ich auch Anspruch auf Unterhalt? Die Kinder und ich sind privat krankenversichert. Wer zahlt die Beiträge? Wir wollen das gemeinsame Haus verkaufen. Es besteht Gütertrennung. Muß sich mein Mann an Mietzahlungen oder evtl. Finanzierung eines Eigenheims beteiligen? Ich bin seitdem die Kinder auf der Welt sind, in beiderseitigem Interesse, nicht mehr berufstätig.

Liebe Grüße!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Verehrte Fragestellerin,

leben die Kinder bei Ihnen?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


ja, die Kinder leben bei mir

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, die Kinder leben bei mir. War das alles?
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dann haben Sie zunächst Anspruch auf Trennungs- und Nachehelichen Unterhalt, die Kinder haben Anspruch auf Barunterhalt.

Bei einem unterstellten Nettoeinkommen von 10.000,- Euro (unterstellt deshalb, weil an sich das bereintigte Einkommen des Mannes zugrunde zu legen wäre, bei dem dann bereits Abzüge berücksichtigt wären, die Ihr Mann machen darf, die ich in Gänze aber nicht kenne. Zu diesen Kosten zählt etwa auch der Beitrag für Sie und die Kinder bei der PKV, über die Sie alle auch nach Trennung und Scheidung weiter versichert bleiben dürfen und deren Beiträge wie gesagt der Mann weiter zu zahlen hat) liegt die Unterhaltslast des Vaters für die Kinder bei jedenfalls 583,- Euro pro Kind, da sich der Vater in der letzten und höchsten Einkommensgruppe befindet. Darüber hinausgehender Unterhalt kann nur in begründeten Einzelfällen gefordert werden.

Ihr Anspruch auf Trennung- und ggf. Nachehelichen Unterhalt berechnet sich nach Abzug des Kindesunterhaltes beim Mann. Daher lege ich hier einmal die Summe von rund 8800,- Euro zugrunde. Hiervon stünden Ihnen an Unterhalt 3/7 zu, damit rund 3771,- Euro.

Im Unterhalt, den der Mann an Sie zahlt, sind die Kosten für die Miete schon enthalten. An Kosten für ein Eigenheim bei Ihnen muss der Mann sich nicht beteiligen.

Solange das jüngste Kind noch in der Grundschule ist, brauchen Sie keine Tätigkeit aufzunehmen. Erst wenn das Kind das Grundschulalter hinter sich lässt, kann von Ihnen verlangt werden, einen Tätigkeit aufzunehmen, was Ihren Unterhaltsanspruch senken würden.

Bei Gütertrennung findet ein Zugewinnausgleich nicht statt. Von daher wäre das durch den Verkauf des Hauses vereinnahmte Geld zwischen Ihnen zu teilen, wenn Sie auch mit als Eigentümerin im Grundbuch stehen.

Wenn Sie in Gütertrennung leben: Besteht etwa auch eine Vereinbarung über nachehelichen Unterhalt? Schreiben Sie mir das doch in Ihrer Rückantwort.

Im Übrigen fragen Sie auch bei Unklarheiten weiter nach.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


Wird für den nachehelichen Unterhalt das Nettoeinkommen nur abzgl. des Kindesunterhalts zugrunde gelegt? Also, Hypothekenzahlungen, PKW-Kosten etc. werden nicht berücksichtigt?


Leider habe ich mich vertan, wir haben eine Zugewinngemeinschaft.


Ich hörte, dass ich dazu verpflichtet bin zu arbeiten und für meinen eigenen Unterhalt zuständig bin, wenn das jüngste Kind 3 Jahre alt ist. Stimmt das?

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Neben dem Kindesunterhalt wäre noch der PKV Beitrag für alle abzuziehen. PKW-Kosten werden nicht berücksichtigt. Kosten für das Eigenheim grundsätzlich auch nicht. Was der Mann sich anrechnen lassen müsste, wäre der sog. Wohnvorteil, hier wiederum wären aber etwa Zinsen für ein Darlehen, dass im Rahme der Finanzierung des Heimes aufgenommen worden ist wiederum von dem Mann gutzuschreiben, also im Prinzip die Rechnung "Wohnvorteil abzgl. Zinsen"

Daneben wären noch jedenfalls noch berufsbedingte Aufwendungen geltend machen. Das wären jedenfalls 150,- Euro, mehr hätte der Mann nachzuweisen.

Bei Zugewinngemeinschaft fällt der Erlös für den Verkauf jedenfalls dann in den Zugewinnausgleich, wenn beide im Grundbuch stehen. Falls nicht, fiele der Wert des Hauses jedenfalls dann in den Zugwinnausgleich, wenn das Haus während der Ehe erworben worden ist.

Das mit den drei Jahren träfe nur zu, wenn es sich um uneheliche Kinder handelte.
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Frageseteller,

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