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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwälte, es wird von meinem Mann verlangt Unterhalt

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwälte,
es wird von meinem Mann verlangt Unterhalt zu zahlen für seine uneheliche Tochter. Ab wann darf mein Mann sagen, dass er nicht einsieht dass er zahlen muss, wenn er dadurch deutlich benachteiligt wäre als die Mutter des unehelichen Kindes?
Fällt der Unterhalt nicht weg, wenn die Mutter geheiratet hat? Und welche Rechte habe ich als Ehefrau, muss ich das dulden, wenn wir beide das gar nicht wussten, dass mein Mann eine Tochter hat, bevor wir geheiratet haben. Erst ein halbes Jahr später haben wir das erfahren und ein Vaterschaftstest machen lassen, da war seine Tochter schon 4 Jahre alt.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Es ist voranzustellen, dass der Kindesvater grundsätzlich barunterhaltspflichtigh ist und zwar in Abhängigkeit von dessen Einkommen.

Eine "Benachteiligung" im unterhaltsrechtlichen Sinne ist nur relevant, wenn die Kindesmutter das dreifache des Kindesvaters verdient. Einzig dies könnte dann eingewandt werden.

Rechtlich unerheblich ist die Heirat der Kindesmutter.

Leider haben Sie als Ehefrau keine Eingriffsmöglichkeit.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht oder weiter Unklarheiten bestehen. Gern gebe ich weitere Erläuterungen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

ich hatte schon einmal mit der Mutter telefoniert, sie sagte mir dass sie nichts von uns haben will aber das Jugendamt hätte sie gedrängt den Vater ausfindig zu macht, damit er den Unterhalt, den das Jugendamt an sie gezahlt hat die 4 Jahre, erstattet. Die Summe liegt etwa bei 12.000,-€ und das sehe ich nicht ein.


Meine Frage ist dann auch, wenn sie von uns nichts haben will aber das Jugendamt es von uns verlangt, haben wir da auch keine Möglichkeit zu sagen, dass wir nichts zahlen?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

Wenn das Jugendamt Unterhaltsvorschuss leistet, ist die Kindesmutter verpflichtet, die Vaterschaft feststellen zu lassen, auch wenn sie dies selbst überhaupt nicht will. Wenn die Kindesmutter aber wieder verheiratet ist, bekommt sie auch keinen Unterhaltsvorschuss mehr, so dass für die Zukunft erst einmal nichts zu erwarten ist.

Jetzt ist genau zu prüfen, wann die Vaterschaft festgestellt worden ist, denn der Anspruch auf Rückzahlung des Unterhaltsvorschusses verjährt binnen 3 Jahren ab Feststellung der Vaterschaft.

Sollten aber seit der Vaterschaftsfeststellung nicht 3 Jahre bereits vergangen sein, so besteht der Rückstand erst einmal dem Grunde nach. Es wäre daher genau zu berechnen, ob Ihr Ehemann über den geforderten Unterhaltsvorschuss überhaupt leistungsfähig gewesen wäre.

Für welchen Zeitraum fordert das Jugendamt nun den Unterhaltsvorschuss und wann genau wurde die Vaterschaft festgestellt.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Seit dem Vaterschaftstest sind schon fast 4 Jahre vergangen, in der Zeit als wir das mit der Tochter nicht wussten war mein Mann auch oft Arbeitssuchend und manchmal auch von der Arge abhängig. Was sollen wir den damit machen, alles aufzählen und an das Jugendamt schicken, wie funktioniert das genau?


 


Und die Frage nochmal wegen dem Unterhalt aktuell, sollen wir an das Jugendamt Unterhalt zahlen wenn die Mutter Verheiratet ist?


 


Wer hat sich solche Rechte überhaupt ausgedacht, wenn die Mutter das doch nicht von uns verlangt, warum tut es das Jugendamt und provoziert so in unserer Ehe eine Kriese, im schlimmsten Fall eine Scheidung?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Ihr Mann oft arbeitssuchend war bzw. ergänzende Leistungen in Anspruch genommen hat, damm hat das naturgemäß Auswirkungen auf die unterhaltsrechtliche Leistungsfähigkeit und muss bei einer etwaig durchzuführenden rückwirkdenden Berechnung berücksichtigt werden. Deswegen sollten alle Informationen zum Einkommen dem Jugendamt zugeleitet und nachgewiesen werden.

Die Kindesmutter verliert durch die Heirat Ihren Anspruch auf Untervorschussleistungen. Unabhängig kann das Jugendamt Unterhaltszahlungen auf ein sogenanntes Mündelkonto verlangen, wenn es in Beistandschaft statt der Kindesmutter die Unterhaltsangelegenheit klärt.

Aus der Ferne ist leider nicht vollständig einsehbar, was das Jugendamt hier macht, so dass es sinnvoll wäre in jedem Falle einen Fachanwalt für Familienrecht hinzuzuziehen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Zählen den für den Unterhalt nur das was mein Mann verdient, aber die monatlichen Belastungen zählen dabei nicht?


Wir hatten in den letzten 2 Jahren eine geringe Summe gezahlt, weil mein Mann Brutto etwa 1800€ bekommen hatte, jetzt ist er fest eingestellt und bekommt 2400€ Brutto, wir haben uns ein Haus gekauft weil wir auch zwei Kinder haben, das Einkommen ist gestiegen aber damit auch die Ausgaben, wird das vom Jugendamt berücksichtigt, oder sind wir da selber daran schuld das wir vernünftig leben wollen?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

im Unterhaltsrecht wird mit dem sogenannten Selbstbehalt "gearbeitet". Dieser beträgt bei Arbeitslosigkeit 770 € und bei Beschäftigung 950 €.

In dem Selbstbehalt sind die Lebenshaltungskosten (auch Miete) berücksichtigt.

Hierneben werden aber beim Einkommen zuvor berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten zur Arbeit) oder aber auch im angemessenen Rahmen Schuldverpflichtungen berücksichtigt und in Abzug gebracht.

Die weiteren zwei Kinder sind bei der Unterhaltsberechnung zu berücksichtigen, soweit es sich um gemeinsame Kinder handelt.

Beim Haus werden sicherlich die Kreditraten berücksichtigt, aber zugleich ein geldwerter Wohnvorteil (für mietfreies Wohnen) einkommenserhöhend berücksichtigt.

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für die Geduld, waren sehr viele Fragen von mir. Ich bin sehr zufrieden mit der Kompittens und werde mich bestimmt nochmal von Ihnen beraten lassen, kann ich nur weiterempfehlen. Smile


 


Freundliche Grüße

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Es freut mich sehr, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.
Ebenso würde ich mich über eine positive Bewertung meiner Antwort freuen. Vielen Dank!

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