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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17046
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Ungerechtfertigter Vorwurf des Diebstahls, Rufmord? ?

Kundenfrage

in aller Kürze: nach drei Wochen Abwesenheit wurde ich kurz nach meinerRückkehr im Pensionsstall, in dem ich mein Pferd eingestellt habe, bezichtigt 5 Menschen etwas ( der materielle Wert ist wirklich nichtig !) aus den Spinds gestohlen zu haben. Daraufhin wurde mir von Seiten des Stallbesitzers entweder eine Kündigung oder "gnadenhalber" eine Unterbringung in der alten, zwar günstigeren aber bei weitem auch älteren Stallanlage angeboten. Beweise seien Klagen der anderen Einsteller, die angeblich aufgehört hätten als ich Abwesend war und noch am selben Abend meiner Rückkehr wieder begonnen hätten. Beweisen würde dies das ich als letzte am Stall gewesen sei und man Leggerli Äpfel etc. nachgezählt habe..Überbringer dieser Botschaft war unser Stellbesitzer, der mir weder Namen noch genaue Angaben machte, wann ich denn was entwendet haben soll. Zunächst dachte ich mit einem klärenden Gespräch das ganze aus der Welt schaffen zu können,zudem habe ich das tatsächlich "entwendete" Feuerzeug zurückgegeben ( In vierfacher Ausführung, von welchem keine Rede war) den aus Unachtsamkeit verschusselten Nasenriemen mit einer Entschuldigung und der Draufgabe eines Stirnbandes der geschädigten Dame persönlich zurück gebracht. In der irrigen Meinung,man könne daran sehen, das ich für meine Fehler einstehe, mich persönlich stelle und auch wieder gut mache... Ich bin kein Dieb und kein Lügner..das war das einzige, was mir noch zu sagen blieb..dennoch blieb ich eben dies. Neben drei Kindern arbeite ich 30 Stunden wöchentlich, sehe das meine Kinder ordentlich gekleidet sind, bin fleißig und rechtschaffen. Ich konnte fast nicht mehr zur Anlage, mich haben diese Untersellungen, das abwertende Verhalten der Miteinsteller so aus der Bahn geworfen, das mein Hausarzt mich krank schrieb.. Von den geschädigten Parteien hat sich keine einzige mir gegenüber zu erkennen gegeben,geschweige denn mir gegenüber irgendetwas verlauten lassen. Somit wurde ich lediglich vom Stallbesitzer als "ausführendes Organ" des 5fachen Diebstahls bezichtigt, wobei die Namen der angeblich von mir geschädigten Personen strengstens bewahrt wurden. Mich empörte dieses Verhalten zunächst danach folgte eine große Hilflosigkeit und natürlich (weil ich leider diese Größe nicht wirklich fand) mied ich den Stall. Und allein der Gedanke XXXXX XXXXX Pferd lässt mich schon wieder heulen... Gibt es denn irgendwas, einen Tatbestand irgendwie, denn nun einfach da so stehen lassen, als Dieb gehen, das fühlt sich so richtig falsch an,... Erwähnen möchte ich, das ich seit Mai letzten Jahres dort Einsteller bin und  erst  in den letzten 3 Monaten meine angebliche Vorliebe für fremde Spinds und Putzkisten entdeckt haben soll. Ich habe die mir vorgeworfenen Diebstähle nicht begangen und sehe kaum eine Möglichkeit mich von diesem „Makel“zu befreien. (kürzer ging irgendwie nicht. Hoffentlich ist das irgendwie nachvollziehbar)

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Was steht auf dem Spiel - Anzeige bei der Polizei und oder Kündigung des Vertrages?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Unter diesen Umständen möchte ich meine wenige Freizeit nicht gerne verbringen.Nein, auch auf das gnädige Angebot werde ich verzichten.


Mir genügt eigentlich der rechtliche Hintergrund..


könnte ich Ihn denn anzeigen? Wenn ja wegen welchen Tatbestands? Rufmord gibt es nicht,glaube ich,


Ein Anwaltsschreiben, irgendetwas um mir wieder ein Stück Respekt zu verschaffen, oder so ähnlich..
Ich möchte gerne den rechtlichen Rahmen erfahren, ob ich das so hinnehmen muß..ob es doch die Möglichkeit gibt mir wenigstens noch ein wenig Respekt zu verschaffen.


Wenn ich in diesem Fokus gesehen werde, möchte ich nicht bleiben.


 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Der Stallbesitzer - so wie jede andere Person auch - darf keine solchen Verdächtigungen äußern, wenn diese nicht wahr sind.

Rufmord gibt es indirekt in den §§ 186, 187 StGB als üble Nachrede und Verleumdung doch.

Sie können ihn daher auch anzeigen und auch zivilrechtlich auf Unterlassung in Anspruch nehmen.

raschwerin und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Verleumdung und üble Nachrede.


Wo unterscheidet sich das eine von dem anderen ?


Ich nehme an, er geht davon aus, das ich die Tat begangen habe..weshalb er mich ja dann irgendwie unwissend durch den Kakao zieht..


 


Fühlt sich aber dennoch 100% besser an, zu wissen das ich das nicht so stillschweigend über mich ergehen lassen muß.


 


 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Der Unterschied zwischen der Verleumdung (§ 187 StGB) und der üblen Nachrede (§ 186 StGB) besteht grds. darin, dass der Täter einer Verleumdung weiß, dass er die Unwahrheit verbreitet, während derjenige der eine üble Nachrede begeht, sogar in gutem Glauben handeln kann.

Dennoch muss er sich vergewissern, was er da verbreitet.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen,vielen Dank !


Anstatt zwei Wochen mit der Sache zu hadern, mit der Wut,den Tränen und der Empörung zu kämpfen, hätte ich Sie einfach früher kontaktieren sollenSmile


Bin ein ganzes Stück aufrechter durch Ihren Rat und kann der Situation nun besser begegnen.


 


Super Service, Sie haben mir unheimlich geholfen.


 


Und irgendwann werde ich Sie sicher wieder bemühen..Nehmen Sie es mir bitte nicht persönlich, aber ich hoffe es wird nicht alzu bald sein..


Wink


 




Kiss Smile Smile da lache ich endlich mal wieder Smile


 


Danke !

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Gern doch, alles Gute.