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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

wenn eine In Deutschland promovierte Ärztin aus Georgien mit

Kundenfrage

wenn eine In Deutschland promovierte Ärztin aus Georgien mit 10 Jahren Berufserfahrung, die seit 3 Jahren in Deutschland lebt und einen hier geborenen Sohn (20 Monate) hat, und seit 6 Monaten mit einem deutschen Arzt verheiratet ist, die Approbation bei der Bezirksregierung beantragt, wie sind dann ihre rechtlichen Ansprüche auf Erteilung der Approbation?

Mit bestem Dank im Voraus

Ihr

Prof Erbel
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

mit welcher Begründung wurde die Zulassung abgelehnt? Etwa damit, dass die Voraussetzungen nicht erfüllt wären? Falls ja, welche Voraussetzungen?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Weil sie in Georgien studiert hat und ihre Ausbildung somit nicht den deutschen Anforderungen entspricht, wurde angegeben, sie müssen eine Defizitprüfung machen,

es wurde nicht berücksichtigt, dass sie schon 10 Jahre Berufserfahrung hat, in Deutschland promoviert ist, in Deuschland schon gearbeitet hat ( 2 Jahre 2002 - 2004), mit einem Deutschen verheiratet ist und einen Sohn hat, der in Deutschland geboren wurde.
Ihr Antrag wird so bewertet, als wenn sie ene Anfänger sei.

Nach dem EU Recht muss dies doch zunihren Gunsten ausgelegt werden.

Ihr Prof Erbel
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Georgien ist kein EU-Land, von daher muss die Frau einen Antrag auf Anerkennung der Gleichwertigkeit Ihrer Ausbildung mit der aus Deutschland stellen. Das ist zwingend für für aus Drittstaaten, die hier etwa einen verkammerten Beruf ausüben wollen. Der Antrag heißt nicht automatisch, dass eine Prüfung (Defizitprüfung)gemacht werden muss. Das muss nur dann gemacht werden, wenn sich etwa herausstellen sollte, das die Ausbildung in Georgien nicht mit der deutschen vergleichbar wäre.

Von daher muss die Frau also diesen Antrag stellen. Zugunsten der Frau spricht - wenn sie ein Dr. med. ist - dass die Promotionsvoraussetzungen in Deutschland durch sie ja bereits erfüllt worden sind, wobei diese Voraussetzungen auch an die während des Studiums erworbene Qualifikation anknüpfen. Die praktische Erfahrung in der Schweiz dürfte ebenfalls zugunsten der Frau sprechen.

Jedenfalls aber muss die Frau den Antrag stellen. Das ist in der Tat zwingend. Ob eine weitere Prüfung abzulegen ist, wird sich dann zeigen .

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
GIlt denn keine EU Richtlinie, da sie doch mit einem Deutschen verheiratetest.?In den Richtlinien der Gesetzgebung steht auch, dass diejenigen, die in der Schweiz gearbeitetbhaben, die Appeobation erhalten.

Mit bestem Dank

Ihr

RE
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
GIlt denn keine EU Richtlinie, da sie doch mit einem Deutschen verheiratetest.?In den Richtlinien der Gesetzgebung steht auch, dass diejenigen, die in der Schweiz gearbeitetbhaben, die Appeobation erhalten.

Sien müßte doch zur Gruppe der privigilierten Drittstaatsangehörigen gehören.

Mit bestem Dank

Ihr

RE
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

darauf, dass eine Ehe mit einem Deutschen vorliegt, kommt es aus beruflicher Sicht nicht an.

Die Approbation ohne den hier geschilderten Antrag erhalten die in der Schweiz ausgebildeten Ärzte. Die Frau wurde aber nicht in der Schweiz ausgebildet, sondern in Georgien. Allein eine Tätigkeit in der Schweiz liegt vor, was mit Ausbildung nicht gleich zu setzen ist. Von daher muss der Antrag gestellt werden, wenn der Beruf hier ausgeübt werden soll.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es gibt aber doch den Rechtsanspruch auf Erteilung der uneingeschränkten und unbefristeten Berufserlaubnis nach Paragraph 10 Abs 3 fuer Ehegatten von Staatsangehörigen eines EU Landes, wenn die Staatsangehörigen in Deutschland berufstätig oder nach Paragraph 2 Abs 1 FreizügigkeitsG/EU aufenthaltsberechtigt sind.

Es scheint kompliziert. Warum handelt Düsseldorf anders als Münster, Arnsberg. Es scheint doch ein Ermessungsspielraum zu bestehen.

Mit besten Dank

Ihr

RE
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

in Ihrem Falle geht es nicht um die aufenthaltsrechtliche Seite der Berufstätigkeit der Frau sondern um die berufsrechtliche.

Nach den von Ihnen genannten Normen mag die Frau berechtigt sein, in D einen Beruf auszuüben bzw. die Erlaubnis bekommen müssen, in D berufstätig zu werden.

Konkret: Die Frau dürfte hier einer Berufstätigkeit als Verkäuferin, leitende Angestellte oder sonst irgendeiner Tätigkeit im abhängigen Beschäftigungsverhältnis nachgehen.

So es aber um die Ausübung von Berufen geht, die einer besonderen Qualifikation bedürfen (Arzt, Psychologe, Psychotherapeut), soll sichergestellt sein, dass die ein entsprechendes Qualitätsniveau gewährleistet ist. Aus diesem Grunde bedarf die u. a. die Zulassung von Medizinern aus Nicht-EU-Staaten des Antrages auf Anerkennung des Gleichwertigkeit und damit einer Überprüfung, ob die Frau den hier vorausgesetzten Maßstäben, an denen die ärztliche Ausbildung hier gemessen wird, genügt.

Nachdem die Frau in CH schon als Ärztin tätig war, ist das wohl faktisch der Fall. Die Schweiz ist aber nicht Deutschland und von daher muss die Frau das hier vorgesehen "Prüfwesen" für Drittstaatler durchlaufen. So ist ist die Rechtslage.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.