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raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
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Erfahrung:  Rechtsanwalt
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was bedeutet der §181 BGB inhaltlich?

Kundenfrage

was bedeutet der §181 BGB inhaltlich?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

§ 181 BGB ist schwer zu erklären.

"Ein Vertreter kann, soweit nicht ein anderes ihm gestattet ist, im Namen des Vertretenen mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten ein Rechtsgeschäft nicht vornehmen, es sei denn, dass das Rechtsgeschäft ausschließlich in der Erfüllung einer Verbindlichkeit besteht."

Der Vertreter kann gemäß § 164 Abs 1 S 1 im Rahmen seiner Vertretungsmacht Rechtsgeschäfte mit Wirkung für und gegen den Vertretenen tätigen. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um Rechtsgeschäfte, bei denen auf der einen Seite der Vertreter und auf der anderen Seite ein Dritter handelt. Der Vertreter kann aber auch im Namen des Vertretenen an sich selbst eine Willenserklärung abgeben und dadurch ein sog Insichgeschäft tätigen.

Auf der Empfängerseite kann er dabei entweder selbst stehen (Selbstkontrahieren) oder aber als Vertreter eines Dritten (Mehrvertretung). Der Vertreter wird somit auf beiden Seiten des Rechtsgeschäfts tätig. Es besteht eine Personenidentität. Typischerweise sind die Interessen der Parteien eines Rechtsgeschäfts nicht die gleichen. Häufig fallen sie auseinander oder sind sogar entgegengesetzt. Aufgabe des Vertreters ist es aber, die objektiven Interessen der von ihm vertretenen Partei zu wahren.

Diese Objektivität bei der Interessenwahrung ist schließlich dort nicht mehr möglich, wo der Vertreter sowohl für den Vertretenen als auch für sich selber oder für einen Dritten als dessen Vertreter auftritt. Hier steht der Vertreter in einem Interessenkonflikt, den er zu lösen oftmals nicht vermag. Beim Selbstkontrahieren läuft der Vertretene Gefahr, dass seine Interessen unberücksichtigt bleiben, bei der Mehrfachvertretung werden die Interessen einer der beiden Vertretenen hintenanstehen müssen.

Der Vermeidung eines solchen Interessenkonflikts in der Person des Vertreters und der damit einhergehenden Gefahr der Benachteiligung des Vertretenen dient die Vorschrift des § 181.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Ich danke Ihnen vielmals und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

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