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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17095
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

ich habe eine Frage, mit welcher Strafe muss man rechnen wenn

Kundenfrage

ich habe eine Frage, mit welcher Strafe muss man rechnen wenn man mit 15,2 gr Amphetamin erwischt wird?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Wurden Sie "einfach nur so" erwischt oder beim Autofahren?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

einfach nur so

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

In welchem Bundesland leben Sie?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

es geht hier nicht um mich persönlich, es geht um meinem freund der wohnt in erfurt

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Also Thüringen, danke.

In Thüringen ist die Grenze für die geringfügige Menge bei 6 g. Also ist er mit 15 g deutlich darüber.

Für den Umgang mit einer nicht geringen Menge ist gemäß § 29a BtMG eine Strafdrohung von nicht unter einem Jahr Freiheitsstrafe vorgesehen. Diese erhöht sich im Falle der Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Mengen auf 2 Jahre. Wer als Mitglied einer Bande oder mit Waffen mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Handel treibt oder sie einführt wird mit Freiheitsstrafe nicht unter 5 Jahren bestraft (§ 30a BtMG).

Wenn er nicht vorbestraft ist, kann die Sache auch noch gegen Auflagen eingestellt werden.

Ist er aber vorbestraft, dann kann hier in Tat eine Freitheitsstrafe folgen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

wie sieht das in diesem Fall mit Gefängniss aus, muss er damit rechnen oder nicht?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ist er denn vorbestraft?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

soweit ich weiss ja aber weiss nicht wegen was

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Dann wird es eng und es ist sehr wahrscheinlich, dass er eine Freiheitsstrafe bekommt.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

wie sieht in diesem Fall die Strafe aus?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Man wird ihn sicher zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilen.

Eventuell kann er noch eine Bewährung bekommen.

raschwerin und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

mir wurde gerade gesagt das er eine therapie 35 er machen kann, anstatt gefängniss, stimmt das?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

35 ?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

ja wurde mir gerade so gesagt, ich kenne mich damit nicht aus, deswegen frage ich

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

mir wurde gesagt das er eine Therapie beim Gericht beantragen könnte, wenn die strafe 2 jahre beträgt

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Meinen Sie einen § 35? Wenn ja welches Gesetz?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

mir wurde gesagt er könnte 35 er machen, denke das es das ist

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ok, ich schau mal nach.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

guten morgen,


ich habe ihre nachricht gerade erst gelesen. ich wollte mal fragen ob sie da was herausgefunden haben wegen der therapie 35iger?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.


Ja, es ist § 35 BTMG.

Eine Sonderform des Vollstreckungsaufschubs und der Vollstreckungsunterbrechung nach dem Konzept "Therapie statt Strafe" ist in den §§ 35, 36 BtMG für die Tätergruppe der Betäubungsmittelabhängigen vorgesehen. Diese Privilegierung betäubungsmittelabhängiger Straftäter wurde eingeführt, weil mehr als die Hälfte der Insassen von Haftanstalten abhängig sind, ein Problem, das allein mit den Mitteln des Strafvollzuges nicht zu bewältigen ist.

Drogenabhängigen Verurteilten soll durch die Möglichkeit einer Therapie außerhalb der JVA Gelegenheit zur Heilung von ihrer Sucht gegeben werden. Für den Verteidiger ergeben sich dadurch im Rahmen der Vollstreckung große Möglichkeiten zur Haftvermeidung.

Gerade in diesem Bereich sind aber bereits im Erkenntnisverfahren genaue Kenntnisse der §§ 35 ff. BtMG notwendig, um die Voraussetzung zur Zurückstellung der Strafvollstreckung zu schaffen.