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InternetCoach
InternetCoach,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1449
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Borderline

Kundenfrage

Borderline
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
Ihre Frage ist nur halb angekommen. Koennten Sie diese vielleicht nocheinmal stellen?
Vielen Dank.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Guten Tag. Mein Name ist Steffi.


Ich arbeite mit 12 anderen Mitarbeitern in einer städtischen Kindertagesstätte.


Wir vermuten, dass die Leitung unserer Einrichtung Frau Z. (Name verändert) an einer psychischen Erkrankung, die in die Richtung der Borderline - Persönlichkeitsstörung geht, leidet.



Ich und einige meiner Kollegen sind an einem Punkt angelangt, an dem wir so nicht mehr weiter arbeiten wollen und können.


Andere Mitglieder unseres Teams führen eine friedliche Koexistenz oder verdrängen das Problem, welches seit dem letzten Jahr immer größere Ausmaße anzunehmen scheint. Einige möchten etwas unternehmen, andere haben Angst um ihren Arbeitsplatz oder Repressalien und halten sich bedeckt.



Ich möchte den Verlauf der Probleme kurz schildern und erklären, an welchen Verhaltensmerkmalen ich den Zusammenhang zu dem erwähnten Krankheitsbild herstelle.


Ich erhoffe mir von Ihnen dringend einen Rat, wie wir vorgehen können um eine positive Lösung für alle Beteiligten zu erlangen. Ich bedanke XXXXX XXXXX herzlich im voraus.



Frau Z. ist Mitte 50, Erzieherin in Leitungsfunktion.


Sie zeigt nach außen eine freundliche Fassade.


Innerlich zeigt sie selbstverletzendes Verhalten, indem sie z.B. krankhaft ehrgeizig Sport betreibt und dazu an einer Form der Essstörung leidet.


Sie hat kein normales Verhältnis zum Essen. Essen wird ständig thematisiert.


Kollegen und Kinder die normal essen, sind laut ihrer Aussage „ekelhaft“.


Sie spricht sehr abwertend über Menschen die nicht dem Schönheitsideal entsprechen.


Sie hat ein abnormales Verhältnis zum Thema Hygiene.



Sie ist einerseits leistungsorientiert, andererseits häufig überfordert.


Sie kann keine Schwäche zeigen und nimmt Hilfe nur versteckt an.


Konstruktiv gemeinte Kritik wird persönlich genommen und kommt persönlich zurück.


Es scheint, dass sie sich von starken Persönlichkeiten bedroht fühlt.



Sie lebt in einer schwierigen Beziehung zu ihrem Mann und ihrer Familie.


Aussagen wie „Das Privatleben geht vor“ kann sie nicht nachvollziehen.


Mitarbeiter, die so denken, werden entwertet.



Sie hat Schwierigkeiten eine Angemessene Nähe und Distanz, sowohl zu Mitarbeitern,


als auch zu Eltern herzustellen.


Einerseits besteht sie auf sehr starke Abgrenzung zu Kollegen und Eltern und wirkt sehr sachlich und distanziert, andererseits erzählt sie dann wieder sehr persönliche Eindrücke und wirkt manchmal naiv und exzentrisch. Keiner weiß so recht damit umzugehen.



Konflikte werden nur unzureichend behandelt.



Sie zeigt stark manipulatives und immer extremer kontrollierendes Verhalten. Sie spielt Mitarbeiter gegeneinander aus, versucht jedes Gespräch mitzuhören.



Sie steuert einen Mobbing-Rundumschlag im Team, der fast jeden schon getroffen hat. Einige sind primäre Ziele, wenige werden verschont.



(Und das ist nur eine Vermutung)


Sie zeigt im verstecken impulsives destruktives Verhalten ohne Berücksichtigung von möglichen Konsequenzen. Seit letztem Jahr sind die Verhaltensweisen ausgeprägter und kommen häufiger schubartig zum Vorschein.



Bei uns in der Einrichtung werden von einer unbekannten Person Gegenstände und Arbeitsunterlagen entwendet, Wände bemalt, Möbel zerschnitten und demoliert.



Anfangs haben wir uns oft stark darüber aufgeregt. Nie konnte man ihr oder jemand anderem etwas beweisen. Dann sind wir dazu übergegangen, vor ihr nicht mehr zu reagieren und nichts zu sagen, wenn wieder etwas passiert war.



Die meisten Kollegen haben sich immer stärker von ihr distanziert.


Eine Kollegin steht weiterhin zu ihr und nimmt die Probleme nicht wahr.



Wir haben schon oft beredet wo der Punkt erreicht ist, an dem wir nicht mehr können.


Leider besteht kein vertrauensvolles Verhältnis zu den Vorgesetzten von Seiten des Trägers oder des Personalrates. Einige Kollegen fürchten sich vor Repressalien.



Niemand nimmt den Mut auf dem ganzen ein Ende zu machen. Frau Z. Ist verbal sehr stark.


Keiner fühlt sich ihr gewachsen.



Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich nicht nach Rache sinne.


Ich würde Frau Z. gerne helfen, weiß jedoch, dass sie keine Hilfe annehmen wird.



Die stellvertretende Leitung ist in ihrer Position überfordert und reagiert nicht.



Frau Z. Hat über die Jahre hinweg ihr Team zerrüttet.



Jeder hat Angst am Ende allein da zu stehen und keine Unterstützung von den Kollegen zu erfahren.



Die Situation, die für mich den Ausschlag gegeben hat, ernsthaft in Betracht zu ziehen zu Handeln ereignete sich in dieser Woche.



Einer Kollegin fiel auf, dass das Mittagessen extrem stark versalzen war.


Wir betreuen Kinder ab 12 Monaten in unsere Einrichtung, die sich nicht gegen eine mögliche toxische Menge von Salz wehren können, (Salz kann ab 0,5g pro Kg Körpergewicht tödlich sein).



Als unser Lieferant das Essen mittags brachte, wurde es probiert und es war nicht versalzen.


Das Essen befand sich in einem Behältnis. Dann wird das Essen auf vier Gruppen verteilt.


Die zwei Gruppen in den oberen Etagen hatten kein versalzenes Essen.


Die unteren Etagen hatten stark versalzenes Essen.


In einer der beiden Gruppen werden unsere Kleinsten betreut.


Zum Glück hat die Kollegin, der dieses aufgefallen war, sofort die anderen Kollegen informiert.


Der Vorfall wurde groß im Haus diskutiert.


Frau Z. rief „wie sie uns sagte“, den Lieferanten an und informiere ihn über den Vorfall.


Dieser gab an, dass wir die einzige Einrichtung wären, die sich beschweren würde.


Frau Z. kam daraufhin und sagte, das sie dann vermute das einer der Kollegen das Essen versalzen haben muss. Sie kam nachmittags zu verschiedenen Kollegen und fragte, ob jemand das Salz gesehen hätte, mit dem sie morgens ihre Frühstücktomaten gesalzen hätte, das sei jetzt weg.


Ich verneinte dieses. Später am Nachmittag fand eine andere Kollegin eine halbvolle Packung Salz oben auf dem Schrank im Mitarbeiterraum, der direkt neben der Küche liegt.


Die Kollegin informiere die stellvertretende Leitung, die sich allerdings vor Konsequenzen scheut und in keinster Weise reagiert hat. Auch in weiteren Gesprächen mit ihr scheint es nicht, als ob sie über ein Eingreifen in die Situation entscheiden würde.


Das Kollegium ist gespalten. Um die 50 Prozent, wozu ich gehöre, meinen es sei Zeit einzuschreiten. Keiner weiß wie wir das anstellen sollen und wo man sich Rat holen kann.



Es gibt die Befürchtung das selbst der Träger von der Schwierigkeit in der Persönlichkeit von Frau Z. weiß und nichts unternimmt.



Die Salzpackung steht immer noch in unserem Mitarbeiterraum. Niemand hat Frau Z. gesagt, dass wir sie gefunden haben....



Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank XXXXX XXXXX ausfuehrliche Beschreibung dieser wirklich komplexen und schwierigen Situation. Um ganz ehrlich zu sein, denke ich nicht, dass ich Ihnen eine zufriedenstellende Antwort geben kann. Meine Empfehlung waere, dass Sie mit einem Rechtsanwalt sprechen, um zu sehen, was fuer Moeglichkeiten Ihnen offen stehen. Ich kann Ihre Frage gerne an einen Kollegen weiterleiten, wenn Sie daran interessiert sind.
Mit freundlichen Gruessen,
Annegret Noble
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr gerne. Allerdings würde ich von ihnen gerne wissen. Falls wir einschreiten und Frau Z. mit der Sache öffendlich konfrontiert wird, könnte dieses zu stärkeren Autoagressiven Reaktionen führen?


Vielen Dank

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
wenn jemand selbstverletzendes Verhalten als einen Weg "entdeckt" hat, um mit unangenehmen Gefuehlen umzugehen, dann verstaerkt sich dieses Verhalten natuerlich wenn man unangenehme Gefuehle hat. Und jede Konfrontation fuehrt zu unangenehmen Gefuehlen, darum ist es sehr wahrscheinlich, dass bei Frau Z. jegliche Konfrontation zu autoaggressivem Verhalten fuehrt. Dabei ist es aber wichtig zu wissen, dass SIE (oder die konfrontierende Partei), dieses Verhalten nicht ausloest. Eine Analogie waere z.B. die Annahme, dass man wenn man einer Person mit einer Nussallergie einen Nusskuchen anbietet, die Allergie ausloest. Die Allergie ist da - durch bestimmte Umstaende und Veranlagungen - Ihr Nusskuchen loest nicht die Allergie aus.

Ausserdem habe ich in meiner Praxis gelernt, dass sich die meisten Menschen erst dann helfen lassen, wenn der Leidensdruck so gross ist, dass es "einfacher" und weniger schmerzhaft erscheint, um Hilfe zu bitten, als den Status Quo aufrecht zu erhalten. Darum ist es wahrscheinlich (leider) notwendig, dass Frau Z. "grosse Schmerzen" erleidet oder auf eine sehr auffaellige Weise leidet (oder sich verletzt), bevor sie sich aendert und um Hilfe bittet.

Ich werde Ihre Frage damit an unsere Rechtsabteilung weiterleiten, damit Sie dort hoffentlich eine hilfreichere Antwort bekommen.

Vielen Dank.
Annegret Noble

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank


Libe Grüsse Steffi

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gerne.
InternetCoach,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung: 
InternetCoach und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Bestehen in der Sache noch rechtliche Fragen?

Bekannt aus:

 
 
 
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