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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16557
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Meine Mutter ist verstorben. Sie war 60 Jahre mit meinem Stiefvater

Kundenfrage

Meine Mutter ist verstorben. Sie war 60 Jahre mit meinem Stiefvater verheiratet und hat 2 Töchter, mich ihre Tochter Marianne und meine Stiefschwester Ingeborg. Meine Mutter hat mit meinem Stiefvater ein Geschäft aufgebaut, bei dem die Immobilie nur auf ihn allein geschrieben wurde, damit ich hiervon einmal nichts erben kann sondern nur meine Schwester.
Auch die privaten und geschäftlichen Bankkonten laufen nur auf ihn und sie hatte nur eine Vollmacht. Sie hat immer im Geschäft im Büro mitgearbeitet, jedoch ohne Angestelltenverhältnis und somit auch keine Rente erhalten (außer für Trümmerfrauen). Der Lebensunterhalt und alles was sie brauchte und kaufte wurde von den Mieteinnahmen und einer kleinen Rente von meinem Stiefvater bestritten. Möbel, Schmuck, Auto u.s.w. Die Privatwohnung wurde auf meinen Stiefvater und meine Mutter
zu je 50% eingetragen. Mein Stiefvater wurde Alleinerbe und meine Stiefschwester Nachfolgeerbin. Jetzt habe ich erfahren, daß meine Stiefschwester bereits vor 8 Jahren die Privatwohnung im Wert von ca. 200.ooo.-- Euro überschrieben bekam.
Nach Rücksprache von meinem Stiefvater soll ich jetzt nur einen Pflichtanteil von Euro 2500.-- erhalten. Er hat sich großzügiger weise bereit erklärt, mir 10.000.-- Euro zu geben, welche ich abgelehnt habe. Er deutete an, daß er mir diese einfach überweist und für ihn das damit erledigt ist. Ich erklärte mich damit nicht einverstanden. Darauf hin will er veranlassen, daß er mir das Geld einfach überweist, ob ich das will oder nicht. Teilen Sie mir bitte mit, ob ich das Geld, wenn dies so geschieht, zurück überweisen soll, damit ich mich zu nichts verpflichte. Wie mir bekannt ist, habe ich 3 Jahre das Recht meinen Pflichtteil anzufordern. Wichtig ist u.a. für mich, ob mir ein Strick daraus gedreht werden kann, wenn das Geld ohne mein Einverständnis auf mein Konto kommt oder sonstiges, bzw. damit eine Anerkennung des Pflichtteils ist.
Gerne erwarte ich Ihre Antwort.
MfG
Marianne Heigl
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Stämmler hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von Justanswer. Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten:

Hier besteht ggf. ein Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB. Hiernach wird im Falle einer Schenkung Ihr Anspruch um den Betrag erhöht, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn Schenkung dem Pflichteil hinzugerechnet würde. Dies wäre insbesondere im Hinblick auf die Wohnung interessant.

Hier ist jedoch auch zu beachten, dass sich der Betrag um jeweils 1/10 für jedes Jahr reduziert, das zwischen Schenkung und Erbfall liegt.

Nach 10 Jahren wird die Schenkung nciht mehr berücksichtigt.

Jedoch kann auch dies schon problematisch sein. Davon ausgehend, dass die Wohnung mit einlfließt, würden Sie diese gesetzlich zu 1/4 Erben. Ihr Pflichteil wäre die Hälfte des gesetzlichen Erbes, also umgerechnet 12.500 €. Hiervon 8/10 weggerechnet ( 8 Jahre ) ergäbe sich ein Anspruch von den beschriebenen 2.500 Euro. Ob hier noch weitere Werte (Schmuck, Firmenanteile etc.)einfließen, kann aus der Ferne nicht beurteilt werden.

Ihnen steht aber ein umfassender Auskunftsanspruch gegen die Erben zu. Hierzu sollten Sie sich der Hilfe eines örtlichen Anwalts bedienen, da sicherlich mit Gegenwehr zu rechnen ist.

Zu Ihrer eigentlichen Frage:

Sofern der Stiefvater den Betrag überweist, ist nicht zwingend eine Rücküberweisung erforderlich. Jedoch sollten Sie in jedem Fall nachweisbar ausdrücklich mitteilen, dass Sie den Betrag nicht abschließend anerkennen und sich die Geltendmachung weiterer Ansprüche vorbehalten. Dies sollte ggf. unter Zeugen oder mittels Einschreiben per Rückschein geschehen.



Sollten Sie Nachfragen haben, weitere Erläuterungen wünschen oder sonstige Hilfe benötigen, stehe ich sehr gerne zur Verfügung.

Sofern Sie keine Nachfragen mehr haben und mit meiner Antwort zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Teilen Sie mir bitte noch mit, wenn meine Mutter das Geschäft mit meinem Stiefvater aufgebaut hat (nur sie hatte ein Anfangskapital) und immer mit ihm tätig war ( Büro, Lohnabrechnungen, Rechnungerstellung u.s.w.) ohne Angestelltenverhältnis, auch wenn die Firmenimmobilie nur auf ihn geschrieben wurde, Anspruch aus dieser Firmengeschichte hat oder hatte.Bei einer Scheidung ohne Gütertrennung gibt es ja den Zugewinnausgleich. Gibt es das in diesem Fall auch? Wenn meine Mutter Bankvollmacht hatte und das Konto auf meinen Stiefvater lief gehörte oder gehört ihr davon auch ein Teil oder wie sieht das aus.
Wenn mein Stiefvater und meine Mutter dies von Anfang an so geregelt haben, (meine Mutter unfreiwillig) Geschäftsimmobilie, Gewinn aus


Autowerkstätte etc. (Geschäft ist sicherlich 1 Mio Euro wert) wie sieht es da mit meinem Pflichtteilserbe aus? Es wurde von Anfang an ab meinem 8. Lebensjahr so geregelt, daß ich nichts erben soll.


Bedanke XXXXX XXXXX jetzt für Ihre Antwort.


 

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Hatte die Mutter mit dem Stiefvater denn Gütertrennung?




Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S

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