So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RA Stämmler.
RA Stämmler
RA Stämmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  2.Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
54218743
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RA Stämmler ist jetzt online.

Darf eine Reiserücktrittsversicherung die Erstattung von Kosten

Kundenfrage

Darf eine Reiserücktrittsversicherung die Erstattung von Kosten verweigern, weil man die Reise nicht angetreten hat, dem sog. "No show"? Grund für dieses Verhalten ist, dass der Sterbeprozess der Mutter eingetreten ist und wir die Sterbende begleitet haben. Der Tod ist aber dann eingetreten, als wir schon wieder vom Urlaubsort zurück hätten sein sollen. Wie lange das Sterben sein würde, war selbst vom Arzt nicht voraus zu sehen. Moralisch und ethisch war es für uns keine Frage, dass wir bei Mutter bleiben würden. Darf dabei Vorsatz unterstellt werden?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten:

Die Eltern sind im Rahmen einer Reisekostenversicherung als sog. Risikoperson mitversichert. Hierbei ist auch der Todesfall oder schwere Krankheiten mitversichert. (Allgemei: 2.2 VB-RR, die Nummer kann im Einzelfall für die konkreten Versicherungsbedingungen abweichen)

Zwar wird der Sterbeprozess nicht unmittelbar in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen genannt. Letztendlich kommt es jedoch auf die Zumutbarkeit für den Reisenden an. Hierbei wird die Zumutbarkeit verneint, wenn eine Risikoperson schwer erkrankt oder verstirbt. Dies muss auch für den einsetzenden Sterbeprozess gelten. Urteile hierzu sind mir leider nicht bekannt. Sofern jedoch bereits die Krankheit einer Risikoperson die Zumutbarkeit ausschließt, kann nichts anderes für den mit Sicherheit zum Tod führenden Sterbeprozess gelten.

Insofern sollten Sie auf die Rückerstattung der Kosten bestehen. Setzen Sie der Versicherung hierzu eine Frist (10-14 Tage). Nach Fristablauf sollten Sie einen Anwalt einschalten, ggf. sofern örtlich erreichbar, einen Fachanwalt für Versicherungsrecht.





Sollten Sie Nachfragen haben, weitere Erläuterungen wünschen oder sonstige Hilfe benötigen, stehe ich sehr gerne zur Verfügung.

Sofern Sie keine Nachfragen mehr haben und mit meiner Antwort zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Stämmler und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Stämmler,


 


vielen Dank für Ihre Antwort - sie bestätigt meine Vermutung. Allerdings sieht die Versicherung es anders- ich werde wohl einen Anwalt für Versicherungsfragen hier vor Ort kontaktieren. Die Argumentation der RR ist, ich hätte keine Reise buchen dürfen, wenn man jemand Schwerkranken in der Familie hat. Sie will nicht einsehen, dass der Zustand noch eine Weile "stabil schlecht" hätte sein können. Dass es anders kam, konnte niemand voraussehen. M. E. obliegt es auch nicht einer Reiserücktrittsversicherung solche Einschätzungen auszusprechen. Ich habe Widerspruch - zum 2. Mal eingelegt und eine 10tägige Frist gesetzt.


 


Mit freundlichem Gruß


 


C. Dück

Experte:  RA Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

in der Tat ist es sicherlich das sinnvollste hier einen örtlichen Anwalt einzuschalten. Die Versicherugn wird sicherlich nicht freiwillig einlenken.

Warten Sie hier bis zum Fristablauf und schalten Sie dann den Anwalt ein.

Mit freundlichem Gruß