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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo,meine Lebenspartnerin und ich haben vor 12 Jahren ein

Kundenfrage

Hallo,meine Lebenspartnerin und ich haben vor 12 Jahren ein Haus gekauft für 220000€. Jeder von uns hat 25000€ Eigenkapital gehabt und wir sind jeweils mit 50% im Grundbuch eingetragen.Ich habe alleine die Hypothek in der Hohe VON 1100€ bedient.Meine Lebenspartnerin hat jeweils monatlich die Nebenkosten von550€ getragen. Da wir uns getrennt haben entsteht nun die Frage auf wieviel Euro sie Anspruch hat? das Haus wurde mit 248000€ geschätzt. Ihre Rechnung sieht folgendermaßen aus: 248000€ Wert des Hauses -118000€ restliche Verbinlichkeiten ergibt ein Summe von 130000€.Sie möchte die Hälfte dieser Summe haben(65000€) Meine Frage an sie:Wieviel steht ihr zu ? mfg (entfernt)

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Die Berechnung Ihrer Lebenspartnerin ist grundsätzlich richtig, wenn Sie im Gegenzuge den Miteigentumsanteil übertragen erhalten und den Kredit künftig weiterhin allein tragen.

Ich nehme jedoch an, dass Ihre Frage darauf abzielt, ob nicht zu berücksichtigen ist, dass Sie das Darlehen während der Partnerschaft allein bedient haben, während die Lebenspartnerin lediglich die halb so hohen Nebenkosten getragen hat.

Insofern wäre zu prüfen, ob unter Berücksichtigung der übrigen Aufteilung der Lebens- und Unterhaltungskosten eine andere Auseinandersetzungsrechnung vorzunehmen wäre bzw. Sie einen Ausgleichsanspruch entgegenhalten können.

Rechtlich wird die Auseinandersetzung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft nach dem Recht der BGB-Gesellschaft abgewickelt, da eine andere Rechtsgrundlage nicht besteht.

Der Ausgleichsanspruch Ihrer Lebenspartnerin kann dann reduziert werden, wenn unter Berücksichtigung der sonstigen Lebenumstände und insbesondere Kostentragung während der Partnerschaft, nachgewiesen werden kann, dass die Vermögensmehrung ausschließlich oder überwiegend durch Sie herbeigeführt worden ist.

Insofern bestünde Ihrerseits ein gesellschaftsrechtliche Ausgleichsanspruch, der zur Aufrechnung gestellt werden kann. Rechtlich ist auch eine Herleitung aus den bereicherungsrechtlichen Regelungen der §§ 812 ff BGB möglich.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo, ich weis nicht ob sie meine Nachfragen erhalten haben.

Muß ich mir einen Rechtsbeistand nehmen?

Wer setzt den Ausgleichsanspruch fest?

Ist dieser Sachverhalt dann nur gerichtlich zu klären?

mfg (entfernt)

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Da die Materie rechtlich recht komplex ist, dürfte anwaltliche Hilfe anzuraten sein.

Der Ausgleichsanspruch ist grundsätzlich Verhandlungssache und muss im Zweifel gerichtlich geklärt werden.