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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16958
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Zur Zeit bin ich im Streit mit meiner im Trennungsstadium lebenden

Kundenfrage

Zur Zeit bin ich im Streit mit meiner im Trennungsstadium lebenden Ehefrau
Dazu schreibt mir ihr Anwalt heute:
Auszug: ........ Es handelt sich hier um ein rein steuerliches Konstrukt und Ihr Mandant möge sich über die Folgen klar sein,sollte man die Problematik dieser Darlehensgewährung vor den zuständigen Ämtern weiter diskutieren.
Um dann zu schließen.
Sollte ihr Mandant mit unserem Vorschlag nicht einverstanden sein usw........

Meine Frage ist nun:
Darf ein Anwalt quasi nötigende oder wie ich finde nahezu erpresserische Formulierungen wählen oder kann ich mich dagegen wehren.
Ich habe auch Sorge um meinen Ruf

In der Sache habe ich mir überhaupt nichts vorzuwerfen.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:



Es stellt sich in der Tat die Frage, ob sich der Anwalt nicht einer versuchten Nötigung nach § 240 des Strafgesetzbuchs strafbar gemacht hat.



Nötigung bedeutet, wenn man einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt.


Sie wurden mit einem empfindlichen Übel bedroht



Fraglich ist, ob dies auch die erforderliche Rechtswidrigkeit aufweist.




Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck (vom Nötigenden bezwecktes Verhalten des Genötigten) als verwerflich anzusehen ist.






Die Rechtsprechung beurteilt die Verwerflichkeit nach einem "erhöhten Grad sittlicher Missbilligung". Die Mittel-Zweck-Relation muss bewertet werden.



Es kommt also darauf an, wozu Sie genötigt werden sollten.


Hat er Ihnen mit einer Strafanzeige gedroht, um höheren Unterhalt für seine Mandantin zu bekommen dürfte das verwerflich und somit strafbar sein.


Hater nur gedroht es den zuständigen Ämtern mitzuteilen, um Sie von etwas abzubringen, dass in seinen Augen ein strafbares Verhalten ist liegt eine Nötiggung nicht vor, da es an der Verwerflichkeit der Zweck-Mittel Relation fehlt.





Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte

Sehr gerne können Sie nachfragen



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höfloch um positive Bewertung

danke











Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S