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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Tag. 1980 haben meine Tante und Onkel gemeinsam ein

Kundenfrage

Guten Tag. 1980 haben meine Tante und Onkel gemeinsam ein Testament verfaßt und beim Notar in Baden beurkunden lassen. Nach meiner Information werden ich und zwei Brüder als Erben genannt. Mein Onkel verstab vor 10 Jahren und die Tante ist jetzt 96 Jahre alt und lebt im Alterszentrum in Baden und ist leicht dement und zerstreut.Ein erst kürzlich bekanntes Ehepaar hat wie ich erst jetzt erfuhr, die "ab und zu" Betreuung übernommen und hat eine Patientenverfügung und die Vollmacht für das Bankkonto erwirkt. Angeblich ist das Testament beim selben Notar neu erstellt. Fragen: Ist dies rechtens und korrekt? Hätte man mich informieren müssen? Kann ich Einblick alle Verfügungen und Testament nehmen? Ich kenne das Ehepaar kaum. Zweifel bleiben, da es auch um das Vermögen geht? Es geht um das Wohl meiner Tante und ich würde mich freuen, wenn das Ehepaar, wie behauptet, im hummanen Sinn handelt. Das Ehepaar sind allerdings auch gut betucht. Benötige ich hier einen R.A., um auf alle Fragen Antwort zu bekommen? Herzlichen Dank. XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von Justanswer. Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Ihre Tante kann das gemeinschaftliche Testament nur dann abändern, wenn dies im ersten Testament, welches zusammen mit dem Onkel erstellt worden ist, ihr erlaubt wurde. In der Regel ist eine derartige Befreiung für den überlebenden Ehegatten allerdings nicht vorgesehen.

Haben Ihr Onkel und Ihre Tante Sie im gemeinschaftlichen Testament zu Schlusserben benannt, so hat diese Schlusserbenbestimmung eine Bindungswirkung und kann durch die Tante nicht einseitig durch ein neues Testament aufgehoben werden.

Ein Einsichtsrecht haben Sie lediglich in das erste gemeinschaftliche Testament, wenn Sie dort als Schlusserben benannt worden sind. Dieses Testament müsste auch nach dem Tod des Onkels vom Nachlassgericht eröffnet worden sein.

Soweit Ihre Tante ein weiteres Testament errichtet haben sollte, haben Sie hier kein Einsichtsrecht und müssten abwarten, bis dieses eröffnet wird. Ich empfehle Ihnen aber mit der Tante Kontakt aufzunehmen, soweit dies aufgrund der Demenz möglich ist und zu erfragen, warum sie ihr Testament neu erstellt hat.

Sollte ein weiteres Testament erstellt worden sein und wird dieses vom Nachlassgericht eröffnet, so sollten Sie dieses Testament schon aufgrund des Gesundheitszustandes und der Demenz der Tante dann nach der Eröffnung anfechten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Gerne können Sie Nachfragen stellen. Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.