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RA Stämmler
RA Stämmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  2.Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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RA Stämmler ist jetzt online.

Mein Sohn hat bei Bekannten eine externe Festplatte

Kundenfrage

Mein Sohn hat bei Bekannten eine externe Festplatte heruntergeworfen, die dadurch beschädigt wurde. Auf der Festplatte waren Daten gespeichert, die beruflich dringend benötigt werden. Da die Daten nirgendwo anders gesichert sind, muss die Wiederherstellung der Daten über eine Firma gemacht werden und ist mit Kosten von ca. 1200,-- € verbunden. Die PHV weigert sich nun die Kosten für die Wieerherstellung der Daten zu übernehmen, da die Daten nicht zusätzlcih gesichert waren. Hierzu gibt es auch ein Urteil des AG Darmstadt vom 04.09.2009 Az. 312 C 183/08. Gibt es hierzu auch Urteile von höheren Instanzen die anders ausfallen. Danke XXXXX XXXXX MfG (von Moderation entfernt)
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten:

Die einhellige Rechtsprechung geht dahin, dass eine ungenügende Datensicherung ein erhebliches Mitverschulden darstellt und damit zu einem Haftungsausschluss des Schädigers führt.

Dies hat zur Folge, dass eine Haftung Ihres Sohnes, Ihre Haftung und damit aber auch die Einstandspflicht der PHV ausgeschlossen sind.

Einziger Ansatzpunkt ist hier ggf., dass man die externe Festplatte bereits als das Sicherungsmedium ansieht und hierüber ein Mitverschulden ausschließt. Dies würde wiederum zu einer EInstandspflicht der PHV führen. Insoweit ist der Unterschied zum von Ihnen angesprochenen Urteil, dass dort die Daten lediglich auf dem Laptop gespeichert waren, nicht aber auf einer Festplatte. Im vorliegenden Fall wird man aber mit sehr guten Argumenten vertreten können, dass es einfach kein zweites Medium gibt und damit ein Mitverschulden vorliegt. Ich gehe damit davon aus, dass auch diese Argumentation nicht vor Gericht standhält.

Im Ergebnis sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite, eine Haftung ist ausgeschlossen. Das dies die Beziehung zu Ihrem Bekannten sicherlich nicht positiv beeinflusst ist mir bewusst. Leider sehe ich jeodch keine Möglichkeit einer anderen rechtlichen Würdigung.


Sollten Sie Nachfragen haben, weitere Erläuterungen wünschen oder sonstige Hilfe benötigen, stehe ich sehr gerne zur Verfügung.

Sofern Sie keine Nachfragen mehr haben und mit meiner Antwort zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Stämmler und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Herr Stämmler, das ist zwar nicht die Antwort die ich mir gewünscht habe, aber doch eine klare und deutliche Darstellung. Sie haben mir damit sehr weitergeholfen.

MfG

(von Moderation entfernt)

Experte:  RA Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die positive Bewertung.

Leider berücksichtigt das Recht nicht immer die privaten Auswikungen, so dass eine vorteilhafte Rechtslage dennoch zu einer unvorteilhaften Situation führen kann.

Insforen tut es mir leid Ihnen hier keine positivere Antwort liefern zu können.

Ggf. sollten Sie um der positiven Beziehung willen versuchen einen Vergleich mit dem Bekannten zu schließen. Zwingend ist dies jeodch nicht.

Mit freundlichen Grüßen