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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9747
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

1.) Will meine Lebensgefährtin in Pflegezeit pflegen, sie ist

Kundenfrage

1.) Will meine Lebensgefährtin in Pflegezeit pflegen, sie ist aber in (ihrem) Nachbarhaus gemeldet. Für Pflegezeit muss aber "eheähnliche Gemeinschaft" vorhanden sein. Ummelden erforderlich oder reicht es die Verbindung als eheähnliche Gemeinschaft gegenüber dem Arbeitgeber zu deklarieren.
2.) Verlier ich dann bei Pflegezeit meinen Anspruch auf Weihnachts- und Urlaubsgeld (hab gerade gelesen, dass es hierbei darauf ankommt, ob diese als Gratifikation oder Entgelt gezahlt werden.
3.) Will dann ALG I beantragen. Was ist, wenn das Arbeitsamt sagt: das ist keine "eheähnliche Gemeinschaft"?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Geht es um die arbeitsrechtliche Pflegezeit?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ja, 6-monatige Pflegezeit. Nicht die Familienpflegezeit von 2 Jahren.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sie sind also noch in einem Arbeitsverhältnis?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ja, dafür ist die Pflegezeit ja gedacht (man kann aber auch als arbeitsloser in Pflegezeit gehen, dann ist der Arbeitgeber quasi die Bundesagentur für Arbeit.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, ich wollte nur sicher gehen, welche Pflegezeit Sie meinen - also die, wo Sie von Arbeit freigestellt werden?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ja, ich will 6 Monate vollzeitige Pflegezeit nehmen und mich in dieser Zeit arbeitslos melden mit Arbeitslosengeld 1 (nicht Hartz4=ALG2)
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Im Gesetz heißt es nur, dass ein nahe Angehöriger gepflegt werden kann.

Es ist nicht genauer definiert, was darunter zu verstehen ist.

Für welche Familienangehörige kann ich Familienpflegezeit nehmen?

In Betracht kommen: Großeltern, Eltern, Schwiegereltern, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft, Geschwister, Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder, Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder des Ehegatten oder Lebenspartners, Schwiegerkinder und Enkelkinder.

Daher greift dies in Ihrem Fall also auch und Sie können diese Pflegezeit beantragen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
"Nahe Angehörige" ist ein Terminus aus dem Pflegezeitgesetz. Gegenüber dem Arbeitsamt (bei dem ich ja ALG beantragen will) wird eine "eheähnliche Gemeinschaft" erforderlich. Meine Frage war: 1) (...) Ummelden erforderlich oder reicht es die Verbindung als eheähnliche Gemeinschaft gegenüber dem Arbeitgeber zu deklarieren? (Zur Erinnerung: meine Freundin ist z.Zt. im Nachbarhaus gemeldet.)

1.) Will meine Lebensgefährtin in Pflegezeit pflegen, sie ist aber in (ihrem) Nachbarhaus gemeldet. Für Pflegezeit muss aber "eheähnliche Gemeinschaft" vorhanden sein. Ummelden erforderlich oder reicht es die Verbindung als eheähnliche Gemeinschaft gegenüber dem Arbeitgeber zu deklarieren.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Es reicht, wenn man Ihre Beziehung entsprechend deklariert.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Was ist, wenn das Arbeitsamt sagt: das ist keine "eheähnliche Gemeinschaft"? Bei Wikipedia habe ich gefunden, dass "es (...) die verrechtlichte Form des Begriffs Wilde Ehe oder „Ehe ohne Trauschein“ (ist) und (...) das Zusammenleben von (in der Regel zwei) Menschen (je nach Staat auch gleichen Geschlechts) nach Art von Eheleuten, ohne dass diese jedoch formal verheiratet sind (beschreibt)." Demnach muss man doch zusammenleben, d.h. eine gemeinsame Wohnung haben?!
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Das passt bei Ihnen schon.

Wikipedia is hier nicht so vertrauenswürdig.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
2.) Verlier ich dann bei Pflegezeit meinen Anspruch auf Weihnachts- und Urlaubsgeld (hab gerade gelesen, dass es hierbei darauf ankommt, ob diese als Gratifikation oder Entgelt gezahlt werden.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Das ist korrekt, genau darauf kommt es an.

Wissen Sie, wie es bei Ihnen ausgestaltet ist?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
ich glaub als Entgelt.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Als 13. Monatsgehalt?

Dann steht Ihnen dies auch anteilig zu.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Ich danke XXXXX XXXXX und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Bei Pflegezeit werden Rentenversicherungsbeiträge weiterbezahlt, wenn die Pflege 14 oder mehr Stunden wöchentlich in Anspruch nimmt (der Medizinische Dienst der Krankenkassen hat meiner Freundin ca. 11 Stunden bescheinigt). Man kann wohl bei der Pflegekasse mehr Stunden anerkennen lassen, so dass ich als Kunde über 14 Stunden komme, aber beim Arbeitsamt darf ich anscheinend nicht über 15 Stunden kommen, weil ich sonst dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe (und dann auch wieder wohl kein ALG I bekommen würde). Wie sehen Sie, Herr Raschwerin, das?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wozu denn ALG 1? Sie stehen doch in einem Arbeitsverhältnis.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Bei der 6-monatigen Pflegezeit entfallen alle Lohnzahlungen. Wenn ich kein Arbeitslosengeld beantrage, habe ich keinerlei Einkommen!
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Während der bis zu sechsmonatigen Pflegezeit besteht ein Anspruch gegen die Pflegepflichtversicherung des pflegebedürftigen nahen Angehörigen auf Zahlung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung, zur Rentenversicherung und – sofern unmittelbar vor Beginn der Pflegezeit ein Arbeitsverhältnis oder eine geförderte ABM-Maßnahme bestand - auch zur Arbeitslosenversicherung. Versichert sind max. die Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Den Lohnausfall können Sie nur über eine Pflegetagegeldversicherung des Pflegebedürftigen abdecken, wenn Ihnen dieser die ggf. fälligen Versicherungsleistungen zukommen lässt.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Also habe ich - Ihrer Meinung nach - gar keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nein, nicht während der Pflegezeit.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Auch nicht, wenn ich vorher jahrelang gearbeitet habe und die Firma mehr als 15 Angestellte hat?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nein, es besteht kein Anspruch auf ALG.

Sie können andere staatliche Leistungen wie Sozialhilfe, Wohngeld bekommen und eben Geld aus der Pflegeversicherung.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Und was sagen Sie zu folgendem Artikel, den ich im Internet fand?

http://www.biallo.de/finanzen/Soziales/pflegezeit-wovon-sollen-pflegende-angehoerige-leben.php
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Der Beitrag ist schon vom letzten Jahr und berücksichtigt nicht die neue Gesetzeslage, die seit dem 01.01.12 gilt.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
und die wäre...?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Na, das Sie eben kein ALG bekommen in der Zeit.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Familienpflegezeit interessiert mich z.Zt. (noch) nicht. Es geht mir um die Pflegezeit gem. Pflegezeitgesetz von 2008.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Aus dem Pflegezeitgesetz Stand 2008 ergibt sich nicht, dass ein Anspruch auf ALG besteht.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Da ich dann aber beschäftigungslos bin (obwohl ich in einem Arbeitsverhältnis stehe, das aber durch die Pflegezeit schwebt) kann ich doch zum Arbeitsamt gehen und Arbeitslosengeld I (also nicht Hartz4) beantragen oder etwa nicht?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nein.

Sie stehen ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Allerdings stehe ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und zwar ein halbes Jahr lang.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich denke, Sie machen die Pflegezeit?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich PLANE die Pflegezeit zu machen und von irgendwas muss ich ja leben.
Und während der Pflegezeit bin ich beschäftigungslos und will mich dann beim Arbeitsamt melden, um ALG I zu bekommen. Siehe hierzu:

Quelle:info also 2/2012, Seite 51: Neue Regeln für das Arbeitslosengeld von Ute Winkler

 


"Von den zahlreichen Änderungen des Arbeitslosenrechts und des SGB im Jahr 2011 sollen hier die Neuregelungen dargestellt werden, die für den Anspruch auf Arbeitslosengeld Bedeutung haben.


 


Erste Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosengeld ist die Zugehörigkeit zur Arbeitslosenversicherung, die mit Ausnahme der freiwilligen Weiterversicherung nach § 28a SGB III nur auf der Grundlage gesetzlicher Tatbestände möglich ist. Änderungen der Versicherungspflichttatbestände sind mit der Suspendierung der Wehrpflicht und dem Ersatz des Zivildienstes durch den Bundesfreiwilligendienst verbunden gewesen. Weitere Regelungen zur Versicherungspflicht finden sich im Gesetz zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf (Familienpflegezeitgesetz FPfZG) vom 6.12.2011 (BGBl. I 2564) und im Vierten Gesetz zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze vom 22.12.2011 (BGBl. I S. 3057). Weitere Änderungen beziehen sich auf die Höhe des Arbeitslosengeldes und den Unfallversicherungsschutz von Arbeitslosen.


 


Pflegezeiten


Zusätzlich zu dem Gesetz über die Pflegezeit (PflegeZG) vom 28.5.2008 (BGBl. I S. 874), das Arbeitnehmern einen Anspruch gegen den Arbeitgeber auf eine Freistellung von der Arbeitspflicht zur Pflege von Angehörigen bis zu sechs Monaten einräumt, ermöglicht das FPfZG ab 1.1.2012 die Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit für Beschäftigte, die pflegebediirftige Angehörige in häuslicher Umgebung pflegen, bis auf 15 Wochenstunden für die Dauer von 24 Monaten (§2 FPfZG) allerdings ohne Rechtsanpruch. Die Voraussetzungen der Familienpflegezeit im Einzelnen ergeben sich aus § 3 FPfZG. Während dieser Zeit stockt der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt für die geleisteten Stunden um 50 % des Arbeitsentgelts, das für die abgesenkte Arbeitszeit zu zahlen wäre, als Darlehen auf; das geschieht durch die Entnahme von Arbeitsentgelt aus einem u.U. fiktiven Wertguthaben nach § 7b SGB IV oder von Arbeitszeit aus einem u.U. fiktiven Arbeitszeitguthaben. Der Aufstockungsbetrag muss den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeitragen umfassen (BT-Drs. 17/6000 S. 15). An die Familienpflegezeit sch1ießt sich eine Nachpflegephase an, die bis zum Ausgleich des Wert- oder Arbeitszeitguthabens dauert (§ 3 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c FPfZG). Hierbei wird das Arbeitsentgelt monatlich um den Aufstockungsbetrag während der Pflegezeit gemindert oder das Arbeitszeitguthaben durch Nacharbeit ausgeglichen.


 


Während der Familienpflegezeit und der Nachpflegephase ist die Arbeitnehmerin weiter sozialversichert und auch arbeitslosenversichert. Da die Familienpflegezeit wenigstens 15 Wochenarbeitsstunden umfassen muss, tritt Arbeitslosigkeit wegen der Zeiten nach dem FPfZG nicht ein (§ 138 Abs. 3 SGB III in der ab 1.4.2012 gültigen Fassung durch das Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt vom 20.12.2011 — BGBl. I S. 2854).


 


Arbeitslosengeld wird nach § 151 SGB III n.F. grundsätzlich aus dem Arbeitsentgelt im letzten Jahr, evtl. in den letzten beiden Jahren vor Eintritt der Arbeitslosigkeit errechnet. Hiervon sieht das Gesetz Ausnahmen vor. Nach § 150 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 SGB III n.F. bleiben bei der Ermittlung des Bemessungszeitraums Zeiten außer Betracht, in denen der oder die Arbeitslose eine Pflegezeit nach § 3 Abs. 1 Satz 1 des Pflegezeitgesetzes in Anspruch genommen hat, wenn wegen der Pflege das Arbeitsentgelt oder die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit gemindert war. Diesen Zeiten werden ab 1.1.2012 Zeiten einer Familienpflegezeit oder der Nachpflegephase nach dem FPfZG gleichgestellt. In diesen Fällen gilt § 151 Abs. 3 Nr. 2 SGB III n.F. nicht; der anordnet, dass für Zeiten, für die eine Wertguthabenvereinbarung nach § 7b SGB IV gilt, das Arbeitsentgelt zu berücksichtigen ist, dass der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin ohne die Vereinbarung erzielt hätte, und für Freistellungszeiten das erzielte Arbeitsentgelt maßgeblich ist. Das Bemessungsentgelt ist also nach Pflegezeit, Familienpflegezeit und Nachpflegephase aus dem Arbeitsentgelt zu ermitteln, das im Bemessungszeitraum ohne die genannten Zeiten erzielt worden ist. Liegen danach auch im erweiterten Bemessungsrahmen (§ 150 Abs. 3 SGB III n.F.) keine 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt vor, muss dem Arbeitslosengeld nach § 152 SGB III n.F. ein fiktives Bemessungsentgelt zugrunde gelegt werden. "

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke für die Informationen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Es ist recht kniffelig. Daher meine Vorsicht, ich will nicht ohne Geld dastehen, nur weil das Arbeitsamt mir das ALG ablehnt bzw. ablehnen kann. Ich darf z.B. nicht mehr als 15 Std. pflegen, aber wenn ich unter 14 Stunden pflege, zählt die Pflegezeit nicht für die Rente (keine rentenversicherungspflicht!). Und so gibt es viele - juristische - Fallstricke, die ich als Laie nur schwer durchschaue...
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, deshalb ja.

Alles sehr schwierig.

Gäbe es denn in Ihrem Fall den Anspruch aus einer Pflegeversicherung Geld zu bekommen?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das läuft ja schon Kombileistungen für Pflegestufe 1, die Pflegeversicherung meiner Lebensgefährtin würde wohl - soviel habe ich schon herausgefunden - auf Antrag meine Krankenversicherungsbeiträge übernehmen oder ich lasse mich in der Familienversicherung meiner Freundin mitversichern oder so. Aber Arbeitslosengeld bekomme ich nur vom Arbeitsamt bzw. der Bundesarbeitsagentur (wenn ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe also unter 15 Stunden pflege).
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Bestehen noch offene Fragen?


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, wie der Aufsatz von Frau Ute Winkler ("Neue Regeln für das Arbeitslosengeld") zu verstehen ist in Bezug auf Arbeitslosengeldbezug während der 6-monatigen Pflegezeit und ob ich bei der Pflegeversicherung erreichen kann, dass ich über 14 Stunden (aber unter 15 Stunden) pflege, damit die Pflegezeit für meine Rentenversicherung zählt.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Das ist eben das zweischneidige Schwert hier.

Am besten wird sein - wenn es finanziell - möglich ist, auf das ALG zu verzichten und nur die Leistungen aus der Pflegeversicherung zu nehmen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Anscheinend sind Sie der einzige, der sich meine Frage geschnappt hat. Vielen Dank. Sie haben Biss aber kennen sich - anscheinend - überhaupt nicht mit der Materie aus. FÜR MICH IST VÖLLIG UNSTRITTIG, DASS ICH ALG BEKOMMEN KANN UND AUCH ANSPRUCH DARAUF HABE. Und dies habe ich auch bei einschlägigen Artikeln zum Thema so gefunden. Besser wäre es dann dem Kunden einzugestehen, dass kein Fachanwalt für derartige Rechtsfragen zu Verfügung steht und man sich anderweitig bemühen sollte die erforderlichen Informationen zu erhalten. Ich habe auch keine Lust (mehr) Sie auf meinen Wissensstand zu bringen und dann nur schwammige Antworten zu bekommen.

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Haben Sie noch offene Fragen - ergänzend zum soweit umfassenden und korrekten Vortrag des Kollegen ?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Inwiefern korrekt?


 


1) Herr Raschwerin hat mir davon abgeraten, meine Freundin auf meine Anschrift umzumelden, ob dies Voraussetzung beim Arbeitsamt für eine "eheähnliche Gemeinschaft" ist;


2) Herr Raschwerin teilte mir mit, das überhaupt kein Arbeitslosengeldanspruch besteht wenn ich beim meinem Arbeitgeber 6-monatige Pflegezeit beantrage


3) zu dem halbseitigen Aufsatz von Frau Winkler hat er überhaupt keine Stellung bezogen, in dem es genau darum geht.


4) Herr Raschwerin verwechselte permanent die Pfelegzeit mit der Familienpflegezeit


etc. etc.


zu Detailfragen hat er überhaupt nichts gesagt.


Ich bitte Sie daher, mich mit einem Experten zu verbinden, der sich auf diesem Fachgebiet auch auskennt.

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.


1) Herr Raschwerin hat mir davon abgeraten, meine Freundin auf meine Anschrift umzumelden, ob dies Voraussetzung beim Arbeitsamt für eine "eheähnliche Gemeinschaft" ist;

Das kann ich nicht ersehen. Die Ummeldung kann erfolgen. Nur bei Leistungen nach dem SGB 2 oder 12 sollte man dies nicht machen.


2) Herr Raschwerin teilte mir mit, das überhaupt kein Arbeitslosengeldanspruch besteht wenn ich beim meinem Arbeitgeber 6-monatige Pflegezeit beantrage

Zwischenzeitlich wurde festgestellt, dass doch ein Anspruch auf ALG besteht.

Herr RASchwerin hat Ihnen nur abgeraten, diesen Weg zu wählen.


3) zu dem halbseitigen Aufsatz von Frau Winkler hat er überhaupt keine Stellung bezogen, in dem es genau darum geht.

Dieser Aufsatz stellt nur eine juristische Mindermeinung dar.


4) Herr Raschwerin verwechselte permanent die Pfelegzeit mit der Familienpflegezeit

Das vermag ich nicht zu erkennen.


So, bestehen also noch Nachfragen?


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Herr RASCHWERIN hat nicht "abgeraten" sondern dies vollständig ausgeschlossen (also den ALG-Bezug):


Anspruch auf Arbeitslosengeld?
RASCHWERIN: "Nein, nicht während der Pflegezeit."
RASCHWERIN: "Nein, es besteht kein Anspruch auf ALG."
RASCHWERIN: "Am besten wird sein - wenn es finanziell - möglich ist, auf das ALG zu verzichten und nur die Leistungen aus der Pflegeversicherung zu nehmen.

Dabei steht vieles schon hier:
http://www.biallo.de/finanzen/Soziales/pflegezeit-wovon-sollen-pflegende-angehoerige-leben.php
Jedoch:
RASCHWERIN: "Der Beitrag ist schon vom letzten Jahr und berücksichtigt nicht die neue Gesetzeslage, die seit dem 01.01.12 gilt."
(Neue Gesetzeslage bezieht sich auf die Familienpflegzeit und NICHT die für mich relevante Pflegzeit.)
RASCHWERIN: "Na, das Sie eben kein ALG bekommen in der Zeit."

RASCHWERIN: "Aus dem Pflegezeitgesetz Stand 2008 ergibt sich nicht, dass ein Anspruch auf ALG besteht."
(Logisch, weil das im SGB III steht.)
Dafür aber SGB III § 138 Arbeitslosigkeit
(1) Arbeitslos ist, wer Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer ist und
1. nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht (Beschäftigungslosigkeit),
2. sich bemüht, die eigene Beschäftigungslosigkeit zu beenden (Eigenbemühungen), und
3. den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung steht (Verfügbarkeit).
(...)


 


Warum rät mit denn Herr Raschwerin vom Arbeitslosengeldbezug ab. von 250 EURO Pflegegeld kann ich leider nicht leben.


 


Der Aufsatz gibt keine Meinung wieder sondern FAKTEN. Es ist dort u.a. auch vom Bemessungsentgelt etc. die Rede. Solche Details interessieren mich.


 


 


nur die Leistungen aus der Pflegeversicherung zu nehmen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort.
Bitte mit einem Anwalt verbinden, der sich mit Pflegezeit UND Arbeitslosengeld auskennt (SGB III). Danke.

Bekannt aus:

 
 
 
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