So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22617
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Priviligiertes Bauen.Ich habe zur Bestellung eines Waldes ein

Kundenfrage

Priviligiertes Bauen.Ich habe zur Bestellung eines Waldes ein Unterkunftsgebäude in Form eines Einfamilienhauses genehmigt bekommen.Ich möchte aus altersgründen den Wald mit Haus verpachten.Darf der Pächter in diesem Haus wohnen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal ist das Wohnen im Außenbereich keine privilegierte Nutzung im Sinne des § 35 BauGB.

Haben Sie allerdings eine bauaufsichtsbehördliche Genehmigung für das Gebäude im Außenbereich erhalten, so beurteilt sich die Zulässigkeit der Nutzung zu Wohnzwecken für den Pächter nach den § 35 Absätze 2 und 4 BauGB:

http://dejure.org/gesetze/BauGB/35.html

Danach kann die Wohnnutzung zugunsten des Pächters zugelassen werden, wenn öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist. In welchen Fällen öffentliche Belange nicht entgegenstehen, ist dem Absatz 4 des § 35 BauGB zu entnehmen.

In Ihrem Fall sind die Voraussetzungen des § 35 Absätze 2 und 4 BauGB bejaht worden mit der Folge, dass das Unterkunftsgebäude in Form eines EFH als sonstiges Vorhaben im Sinne des Absatzes 2 genehmigt wurde.

Diese Genehmigung schließt bestimmungsgemäß auch die Nutzung als Wohnhaus durch den Pächter ein, denn Ihre Genehmigung bezieht sich ja auch die zulässige Nutzung des Gebäudes als Unterkunft. Sie sind daher auch berechtigt, den Pächter in dem Einfamilienhaus wohnen zu lassen. Die Nutzungsgenehmigung bezieht sich auf das Objekt (Gebäude), nicht aber auf die Person, die die Nutzung in Anspruch nimmt.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Geben Sie Ihre positive Bewertung bitte erst ab, wenn Ihre Ausgangsfrage und mögliche Nachfragen abschließend und zu Ihrer Zufriedenheit geklärt sind. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung in Deutschland verboten ist.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


ra-huettemann und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal ist das Wohnen im Außenbereich keine privilegierte Nutzung im Sinne des § 35 BauGB.

Haben Sie allerdings eine bauaufsichtsbehördliche Genehmigung für das Gebäude im Außenbereich erhalten, so beurteilt sich die Zulässigkeit der Nutzung zu Wohnzwecken für den Pächter nach den § 35 Absätze 2 und 4 BauGB:

http://dejure.org/gesetze/BauGB/35.html

Danach kann die Wohnnutzung zugunsten des Pächters zugelassen werden, wenn öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist. In welchen Fällen öffentliche Belange nicht entgegenstehen, ist dem Absatz 4 des § 35 BauGB zu entnehmen.

In Ihrem Fall sind die Voraussetzungen des § 35 Absätze 2 und 4 BauGB bejaht worden mit der Folge, dass das Unterkunftsgebäude in Form eines EFH als sonstiges Vorhaben im Sinne des Absatzes 2 genehmigt wurde.

Diese Genehmigung schließt bestimmungsgemäß auch die Nutzung als Wohnhaus durch den Pächter ein, denn Ihre Genehmigung bezieht sich ja auch die zulässige Nutzung des Gebäudes als Unterkunft. Sie sind daher auch berechtigt, den Pächter in dem Einfamilienhaus wohnen zu lassen. Die Nutzungsgenehmigung bezieht sich auf das Objekt (Gebäude), nicht aber auf die Person, die die Nutzung in Anspruch nimmt.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Geben Sie Ihre positive Bewertung bitte erst ab, wenn Ihre Ausgangsfrage und mögliche Nachfragen abschließend und zu Ihrer Zufriedenheit geklärt sind. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung in Deutschland verboten ist.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Geben Sie Ihre positive Bewertung bitte erst ab, wenn Ihre Ausgangsfrage und mögliche Nachfragen abschließend und zu Ihrer Zufriedenheit geklärt sind. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung in Deutschland verboten ist.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen Herr Huettemann,vielen Dank XXXXX XXXXX Stellungnahme.Im Bauantrag (Priviligiertes Bauen)stand nichts von einem Einfamilienhaus!!Das Gebäude war als Unterkunftsgebäude für Waldarbeiter angegeben,architektonisch aber als EFH ausgelegt.Ändert das Ihre Stellungnahme?Beste Grüße Feindor ,
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
,
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und ebenfalls einen Guten Morgen.

Soweit das Gebäude als Unterkunftsgebäude für Waldarbeiter diente, handelte es sich um ein privilegiertes Vorhaben nach § 35 Absatz 1 Nr. BauGB (das Gebäude diente einem forstwirtschaftlichem Betrieb - Waldbewirtschaftung).

Soweit nun der Pächter das EFH bewohnen soll, und der Pächter die Waldbewirtschaftung fortführt, bliebe auch die genehmigte Nutzung erhalten. Der Pächter wäre daher auch berechtigt, das EFH in seiner Funktion als Unterkunftsgebäude zu bewohnen.

Der Umstand, dass im Bauantrag das Objekt nicht ausdrücklich als EFH ausgewiesen war, würde dieser zulässigen Nutzung nicht entgegenstehen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt